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tert, hatte er schon in die päpstlichen Bedingungen gewilligt, als er sich entschloß,seine drei vertrautesten Freunde, Dincenz Calcagno, Johann Berina und RafaelSacco, über diesen Plan um Rath zu fragen. Verina behauptete, dafi Fieseoauch ohne auswärtige Hülfe gebietender Herr von Genua werden könne, und seineMeinung bedielt bei dem Grasen die Oberhand. Man nahm nun nähere Maß-regeln: der Tod der Doria wurde beschlossen; die 3 Freunde des Grafen sollten,ohne Jemand ihr Vorhaben zu entdecken, so viele Anhänger, als möglich, zu wenden suchen; der Graf selbst bewarb sich mehr als jemals um die Liebe des Volks, dieer ohnehin genoß, bewies dem alten Doria große Ehrfurcht und überhäufte den jun-gen mit Freundschaftsversicherungcn. Den Sommer brachte er auf seinen Güternzu und übte seine Vasallen in den Waffen, unter dem Vorwande, daß er einenAngriff vom Herzog von Parma befürchte, ließ auch eine seiner 4 Galeeren nachGenua kommen, unter dem Vorgeben, sie gegen die Türken auszurüsten. Er mel-dete dies im Vertrauen dem jungen Doria und sehte hinzu, daß er eine große 'Anzahlseiner Vasallen kommen laffe, um aus ihnen die besten Leute znr Bemannung seinerGaleeren zu »vählen. Es fiel daher nicht auf, als man viele bewaffnete Leute beidem Grafen ankommen sah. Verina hatte indeß auch einige hundert Bürger aufseine Seite gebracht. Die Ausführung des Unternehmens ward auf einen Tagangesetzt, an welchem der Graf, bei Gelegenheit der Vermählung seines Schwa-gers mit der Schwester des jungen Doria, ein Gastmahl gab. Allein da beideDoria, der Oheim wegen Krankheit, der Neffe wegen einer andern wichtigen An-gelegenheit, die Einladung auSschlugen, so ward die Nacht zwischen dem l.und 2.Jan. 1541 dazu bestimmt. Am 1. Jan. meldete F. dem jungen Doria, daßer in dieser Nacht seine Galeere auskaufen lassen wolle, und bat um die dazu nöthi-gen Befehle, mit der Bemerkung, es sich nicht befremden zu lassen, wenn dabeieiniges Geräusch entstehen sollte. Dieser, dadurch geschmeichelt, versprach demGrafen Alles, was er verlangte, und nahm es über sich, bei seinem Oheim die Ge-nehmigung auszuwirken. Verina hatte indeß 28 der vornehmsten Bürger beieinem seiner Freunde gleichsam zufällig versammelt; diese lud der Graf zu einemAbendessen in seinem Paläste ein, wo Jedermann hinein, aber Niemand heraus-gelassen wurde. Sie erschienen; der Graf theilte ihnen seinen Plan, Genua vonden DoriaS zu befreien, mit, und federte sie auf, den Ruhm dieser Unternehmungmit ihm zu theilen. Nur 2 von ihnen schlugen es aus, die indeß in ein Zimmerdes Palastes eingeschlossen wurden. Jetzt erst, während die Verschworenen einekurze Mahlzeit genossen, entdeckte der Graf sein Vorhaben auch seiner Gemahlin,die ihn beschwor, dasselbe aufzugeben. Allein der Graf blieb gegen ihre und seinesFreundes Pansa Vorstellungen unbeweglich und kehrte zu den Verschworenen zu-rück. Verina ließ auf der Galeere des Grafen, der Verabredung gemäß, eineKanone abfeuern, der Graf bemächtigte sich der Galeeren Doria's, seine Brüderbesetzten die Thore, und beide Doria sollten nun im Palast ermordet werden.Aber der große Lärm weckte die Doria. Der Neffe, die Ursache vermuthend,eilte dennoch, um Unordnungen vorzubeugen, an das Thor des Hafens. DieVerschworenen öffneten es, und in demselben Augenblick ward er niedergestoßen.Der alte Andreas Doria wurde indessen durch seine Bedienten, zu Pferde, durchein unbesetztes Thor der Stadt auf ein entferntes Schloß gebracht. Gleich zu An-fange des Tumults hatte sich F. nach dem Hafen begeben und gerufen: „Eslebe die Freikeit!" Der Auörufwurdc von den Galeerensklaven wiederbolt: alleinda er von diesen letztem Ausschweifungen befürchtete, wollte er, um Befehle zuertheilen, selbst die Galeeren besteigen. Indem er aber den Fuß auf ein vom Uferzu den Galeeren führendes Bret setzte, schlug dieses um, er stürzte ins Wasser, undda er sich von seinen schweren Waffen nicht losmachen konnte, Niemand bei ihmwar, auch sein Rufen bei dem großen Tumult nicht gehört oder nicht beachtet wurde,