Band 
Vierter Band. F bis G.
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Figur

Bei seiner Gewandtheit war es ihm nicht schwer, sich auch in die Grundsätze derRestauration zu finden. Er schrieb die Geschichte der merkwürdigen Sitzung derKammern 1815 und eine dem Grafen Blacas gewidmete sehr anziehende „(mrra-»>>r>>>>!»>>uu pttlilig»» <'t !»!>>>>,liste,-itive". Zn neuester Zeit schloß er sich alsSchriftsteller den Grundsätzen des linken Centrums in der Deputirtenkammer an,wie s. gedankenreiche Schrift: „l)t! In Aueeee lI'Lsz>n-;>>e ,-t (len eoilscczueiices«I'uiik: i,> 1,-1 veulinu armee" (Apr. 1823, 4. Aufl., Paris 1821) darthut, in derer sich entschieden gegen alle bewaffnete Einmischung in die span. Angelegenheitenerklärte. Noch wichtiger ist s. „^»uvelle oe»ee,-g>. p»li>. ct niliniuistint." (3 Th.,Paris 1828). Alle Parteien in Frankreich kommen überein, daß F. zu den aufge-klärtesten und tiefsinnigsten franz. Publicisten zu zählen sei und keiner Partei aus-schließlich angehöre.

Figur, figürlich, figurirt, Figuranten u. s. w. DesAuSdrucksFigur bedient man sich bei mehren Künsten, bei einigen in eigentlicher,bei andern in uneigentlicher oder figürlicher Bedeutung. Die eigentliche Bedeu-tung ist äußere Gestalt, welche entsteht durch jeden beschränkten und umschriebenenRaum, sei dies nun bei Flächen (Flächensiguren), oder bei Körpern (körperlicheFiguren). Auf diese Weise werden die mathematischen Figuren, z. B. Cirkel,Triangel, Quadrat, nach Linien oder Winkeln bestimmt. Zn der Tanzkunst fin-den sich die Flächen, in den bildenden Künsten auch die Körperfiguren; jedoch wirdder Ausdruck Figur bei den bildenden Künsten meist in einem beschränkten Sinnegebraucht. In der Tanzkunst versteht man darunter den nach gewissen Linien be-schriebenen Weg, welchen der Tänzer zu nehmen hat; bei der bildenden Kunstschränkt man den Begriff Figur meist auf die Menschensigur ein, und bedient sichfür die übrigen Gestalten des Ausdrucks Form. Da jede Figur, als solche, demRaume angehört, so ergibt sich von selbst, daß nur in den Künsten des Raumesvon Figur in eigentlicher Bedeutung die Rede sein, und daß in den Künsten derZeit dieser Ausdruck nur uneigenklich genommen werden könne. Dies ist der Fallin der Poesie. Gewöhnlich spricht man zwar bloß von rhetorischen, und nicht vonpoetischen Figuren, unstreitig aber nur darum, weil die Rhetorikcr früher daraufRücksicht genommen hatten als die Poetiker. Wir wollen die Nedefigurenüberhaupt nennen, und fragen zuvörderst, wie man wol daraizfkam, der RedeFiguren zuzuschreiben? Adelung vermuthet, der Name Figur sei von den stärkstenund lebhaftesten Hülfsmitteln, dem Style Mannigfaltigkeit zu geben, entlehnt,welche wirklich etwas Bildliches enthalten, und nachher auch auf die übrigen aus-gedehnt worden; man kann aber im Allgemeinen sagen, diese Figuren seien Bestre-bungen der Sprache, sich besonders zu gestalten, und dann erklärt stch der Namevon selbst. Wie dem aber sei, so ist gewiß, daß jene besondere Gestaltung jedesMal eine Abweichung von der Sprache des gemeinen Lebens, und oft aus der Ab-sicht entstanden ist, dadurch lebhafter auf die Einbildungskraft zu wirken. DerAusdruck ist nun nicht mehr ein eigentlicher (um den Gegenstand für den Verstanddurch Begriffe zu bezeichnen), sonder» ein uneigentlicher oder figürlicher, bildlicher,für die Einbildungskraft. Von einem Greise sagt man Z. B.: der Abend seinerTage, und dadurch wird der trockene Begriff vom Ende des Lebens in eine schöneUmgebung eingehüllt, wodurch das Unangenehme dieses Begriffs auf eine bewun-dernswürdige Weise gemildert wird. Man kann übrigens der Sprocbfigurcndreierlei unterscheiden: 1) solche, die sich auf bestimmte Worte beziehen (Wortzu-sammensetzungen, Epitbeta, Inversion, Wiederholung, Apostrophe, Ausruf);2) solche, die sich auf die ganze Wendung des Gedankens beziehen (Beschreibung,Vergleichung, Gleichniß, Personisication, Anrufung, Andeutung, Häufung, Anti-these, Zergliederung, Steigerung, Hyperbel, Metapher, Allegorie); 3) solche,die sich auf den Klang beziehen, musikalisch-poetische (Wortspiel, Echo, Annomi-