Band 
Vierter Band. F bis G.
Seite
119
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Filigranarbeit Findlater 119

Tod im 65. I., am 21. Sept. 170? zu Florenz . Sein Sohn Scipio gab nun diebeabsichtigte GesammtauSgabe u.d.T.: „l'»esiv toranne >!i Vi/,,>r»<>» l'ilie.ip,"herailS und widmete sie Cosinus III. Eine andre LluSgabe, mit dem Leben desDichters von Thomas Donaventuri, erschien 1720, und eine dritte in 2 BändenVenedig 1762, nach welcher die später erschienenen geordnet sind. Besonderes Ver-dienst hatte F. in der Dichtungsart der sogenannten Canzoni, und einiger sei-ner Sonette, wie z. B. das, welches mit den Versen:

„Uslis, Italic, o tu cui leo 1s sorte1.)ono iulelice 61 iiellen/.s" etc.

beginnt, gehören in Hinsicht ihres lyrischen Schwunges zu dem Besten, wasman in dieser Art hat.

Filigranarbeit, die zu Laubwerk durcheinandergezogenen Verzierun-gen aus Silber- und Goldfäden (da, wo es die Form und Zeichnung erfodert,auch zusammen verschmolzen), die nian bei mancherlei Kunstsache» und Zierrathenanwendet. Sie war ehemals mehr in Anwendung als gegenwärtig.

Filtriern, durchseihen, das Verfahren, vermöge dessen man mittelsteines Siebes oder Tuches oder Leschpapiers gröbere Theile von ewer Flüssigkeit ab-sondert. Anm Filtriern des Wassers bedient man sich auch einer gewissen Stein-art von grobem Korn, welche die darauf gegossenc Flüssigkeit leicht einsangt unddurchläßt, die unreinen Theile aber zurückhält. Ein solcher Stein heißt Filtrir-stein. Außerdem hat man noch andre Vorkehrungen und Maschinen erfunden,durch welche sich selbst schleimiges, verdorbenes und stinkendes Wasser klarund trinkbar machen läßt. Filtriruiigsmittel sind Sand und Kohlen, welchedie Unreinigkeiten des Wassers an sich ziehen, und eben daher von Zeit zuZeit rein ausgeschwemmt werden müssen, tun desto länger das Wasser reini-gen zu können. Eine der größten Filtriranstalten besmtet sich in Paris , umdas Seine-Wasser zu reinigen. In London filrrirt eine Wassercompagnietäglich 500,000 Tubikfuß Wasser.

Filz, überhaupt ein durcheinandergewirkteS, geschlungenes und festes Ge-webe oder zeuchartige Masse. Gewöhnlich wird Filz von einem zu Hüten vor-bereiteten Werke der Hutmacher gebraucht, das aus kardätschet Wolle und kar-dätschen Haaren durch verschiedene Bearbeitung ineinankergeschlnngen und ge-trieben worden ist. Es werden auch andre Kleidungsbedürfnisse daraus verfertigt.Bei den Papiermachern wird Filz ein Stück von wollenem Tuche genannt,welches sie über das eben geschöpfte Papier ausbreiten.

Finale, der Schlußsatz eines Tonstücks, z. B. eines Quartetts, einerSpmphonie, eines OpernackeS, BalletS u. s. w. Es besteht aus Sätzen vonverschiedenem Charakter. MeistentheilS hat in den Instrumcntalstücken das Finaleden Charakter der Munterkeit und erfodert geschwinde Bewegung und lebhaftenVortrug. In der Oper besteht das Finale meist aus mehren aneinandergereihten,mehrstimmigen Sätzen von verschiedenem Charakter und verschiedener Taktart undBewegung. Doch schließt man einen Act auch zuweilen mit einem Quartett,Terzett, Duett, ja auch mit einer Arie, z. B. Mozart den ersten Act des „Figaro ".Es ist der Natur der Sache gemäß, daß das Finale des letzten Aufmgs das kürzesteund glänzendste sei; das des ersten, oder bei einer dreiactigen Oper des zweitenActes aber das ausgesiihrteste.

F i n a n z w i sse n sch a st, s. Staaisfinan zwissenschaft.

Findlater (Lord ; 1m l ok l'nxlliter .n><> 8e:>6el>I), ein um

das Wohl seiner Mitbürger in Schottland, Sachsen und Böhmen sehr verdienterMann, geb. 1749 aus s. väterlichen Stammschlosse zu CullnouS an der Grenzevon Hocbschottland, starb 62 Jahre alt zu Dresden im I. 1811. Er stammteaus dem alten, seit dem 10. Jahrh, bekannten schottischen Geschlechte der Ogilvics,