Band 
Vierter Band. F bis G.
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Fische

Spihscbwanz und der elektrische Stachelbauch sind die 5 Fische, die man als leben-,dige Volta'sebe Säule» betrachten kann; denn sie haben 2 muskulöse Säulen,durch ein ncl-förmiges (Gewebe von einander getrennt, die wenigstens beim Aitter-rochen unter den krummen Knorpeln der großen Seitenflossen liegen und von eig-nen Nerven regiert werden. Was die Sinnorgane der Fische betrifft, so sind dieRiech - und Gehwerkzeuge unstreitig am meisten ausgebildet. Auch riechen die Fischeden Köder viel weiter als sie ihn sehen, und der Hai scheint die Ausdünstungenschwarzer Mensche» in unglaublichen Entfernungen zu wittern. Zwar entbehrendieFische der große» Stirn- undKieferhöhlcn, welche bei höhern Thieren gleichfallsmit dei Riechhaui überzogen sind; zwar steht ihr Riechorgan in keinem Zusammen-hange mit den Aihemwerkzeuge», und das Wasser leitet die Riechthestchen wahr-scheinlich viel weniger als die Lust; aber sie haben sehr große Riechnerven, derenAnfänge bisweilen für das wahre Gehirn genommen worden sind. Was das Seh-werkzeug betrifft, so haben sie im Ganzen seht'gi eße Augen, in der Regelaber keineAugenlieder, sondern die Oberhaut geht gerade über das Auge weg und scheint beidem Blindsisch sogar nur eine geringe Durchsichtigkeit zu haben. Die Hornhautist sehr flach; dicht hinter ihr liegt gewöhnlich die Krnstalllinse, die selbst dnrch dasSehlocb vortreten kann, sodaß wenig Raum für die wässerige Feuchtigkeit ist. DieKriistalllinse der Fische ist dagegen fast kugelig, und dabei von einer viel größer»Dichtigkeit als bei den Landthieren; sie wird wahrscheinlich von einem fächerförmi-gen Organ regiert, welches von einem Knoten des Sehnerven ausgeht und sich an sieanlegt. DieRegenbogcnhaut hak meist einen ausserordemlichen Glanz und eine schönerothe oderGoldfarbe; derGlaskörper istabersehr klein. DieWerkzeuge desGehorSsind wenig ausgebildet, obgleich dieser Sinn sich durchaus den Fischen nicht ableug-nen läßt. Ein äußerer Gehörgang kommt nur bei Knorpelfischen mit inner» Kiemenvor, wie bei den Haien und Rochen; die eigentlichen Grätensische entbehren dagegendesäußern Ohrs völlig. 'Alle habenZ gcknnnmte Röhren in ihrem Schädel, die sichin einem Sacke, mit Nervenmark gefüllt, welcher 3 steinharte Knöchelchen enthält,endigen ; dies ist das ganze Gehörwerkzeug. Noch unvollkommener scheint das Gc-schmacksorgan zu sein. Ihre Zunge hat nicht einmal Nervenwärzchen, und dieNerve» derselbe» sind Zweige derer, die die Kiemen versorgen. Das Athmen derFische geschieht durch Hülse der Kiemen; dieses sind bekanntlich sehr gefäßreicheBlätter, 4 an jeder Seite, die an einem krummen, gelenkigen Knoi pel befestigtsind; dieser hängt mit den Zungenknorpeln und Mit dem Schädel zusammen. Beiden Knorpelsischen liegen dieKiemc» innerhalb deS.KöiperS, den Säcken gleich, undes sichren äußere Öffnungen in bestimmter Anzahl hinein; so baben die Lampretenund Neunaugen 1, die Rochen und Haien aber 5 dergleichen Öffnungen. Außer-dem haben mehre Fische einen eignen Kiemendeckel und oft auch eine Kiemenhaut,die sich zusammenstehen und ausdehnen kann. Sie enthält eine bestimmte Mengevon krumme» Knörpelchen, welche man ihre Strahlen nennt. Offenbar kann durchdie Kiemen nur die mit dem Wasser gemischte Luft aufgenommen werden. Dazukommt bei den meisten die sogenannte Schwimmblase durch einen eignen Lustcanalmir dem Magen oder dem Schlunde in Derbintung. Diese soll SrickgaS enthal-ten ; gewiß aber ist es, daß sie das Aufsteigen im Wasser befördert. Daß mehreFische, wie der Peizker und der Bartgründel, auch durch den After athmen, istvollkommen erwiesen. Ja den Langfisch soll man in der Tiefe des Meeres schona» den aufsteigenden Luftblasen erkennen. In der Regel haben die Fische keineStimme; der Knurrhahn aber, der Peirker, die Forelle und einige andre geben,wenn man sie drückt, einen knurrenden Laut von sich, wobei sie die größten An-strengungen beweisen und mit dem ganzen Leibe zittern. Es ist sehr wahrscheinlich,daß dieser Laut dupch die aus der Schwimmblase mit Gewalt hervorgepreßte Luftbewirkt wird. Natürlich acht der Kreislauf des Blutes bei den Fischen aus andre

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