Band 
Vierter Band. F bis G.
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Fistel Fix

deutlich ausgedehnt, obgleich sie im Ganzen allerdings auf richtigen Gründen beru-hen. Es gehören dahin: das gesetzliche Unterpfandsrecht, welches dem Fiscus aufdie Güter seiner Verwalter und Derer, die mit ihnen controhirt haben, zukommt,das Recht, Zinsen zu fodern, wenn sie auch nicht bedungen sind, dagegen nie Ver-zugszinsen zu entrichten, längere gegen ihn stattsindcnde Verjährungsfristen, Be-freiung von Tautionen und von Proceßkosten u. s. w. Das Recht, einen Fiscuszu haben (Fiscalgerechtigkeit), bedeutet also theils das Recht, in einem gewissen Be-zirke die fiscalischen Nutzungen und anfallenden Vortheile zu beziehen, theils die be-sondern Vorrechte des Fiscus zu genießen, und steht im Allgemeinen nur derStaakscasse zu, ist aber auch häufig andern Cassen und Behörden, als den Ärariender Städte, den landschaftlichen Tassen, den Lüftungen, Universitäten, ritter-fchaftlichen Creditvereinen u. f. w., mit den aus der Natur der Sache flie-ßenden Modisicationen eingeräumt worden. 37.

Fistel, besser Falset, in der Gefangkunst diejenigen Hähern, die natür-liche stimme überschreitenden Töne der Menschenstimme, welche durch eine gewissePressung des KehlkopfS erzwungen werden: Kopfstimme, im Gegensatz derBruststimme, d. i. der Töne, die im natürlichen Umfange der Stimme liegen. Inder Fistel, durch die Fistel singen, gebraucht man besonders von Personen, welchemit niedern Stimmen die Höhe der Alt - und Discanttöne erzwingen. Ehedemnannte man die höchsten und tiefsten Töne der Blasinstrumente, deren man sichnur selten bediente, ebenfalls Falsettöne. — Fistel (Krqnkhejt), ein Röhrge-schwür, Hohlgeschwür mit einer oft ganz geringen Öffnung, welche« in mehr oderweniger langen, geraden oder gekrümmten, weiter» oder engern, einfachen odervielästigen Tanälen unter der Haut, zwischen Muskel», Knochen, Bändern, Häu-ten :c. im Zellengewebe fortläuft, und bisweilen in eine innere Höhle, selbst in dieSubstanz eines innern Organs führt. Aus der Fistel fließt entweder bloße Gauchein verschiedener Menge und Beschaffenheit, oder zugleich die Feuchtigkeit, die eindamit in Verbindung stehendes Organ gibt, auch andre daher kommende Dinge.Nach dein Theile, woran sie vorkommt, bestimmt man ihren Namen: Thrä-nen-, Speichel-, Hals-, Brust-, Bauch-, Zahnfistel u. s. w.

Fitz, eine bei englischen Eigennamen nicht ungewöhnliche Norsetzsylbe (Fitz-Herbert, Fitz-Tlarence, Fitz-James), welche insofern mit dem schottische» Mac,dem irländischen O' und dem hebräischen Ben verwandt ist, daß sie, gleich jenen,so viel als Sohn bedeutet, und in Verbindung mit dem Namen, welchem sie vorge-setzt wird, auf den Stammvater Derer, die sie tragen, hinweist; wobei jedoch derwesentliche Unterschied nicht zu übersehen ist, daß Fitz immer die uneheliche Abkunftbezeichnet. So sind die Fitz-Tlarence, Söhne des königl. Herzogs sslarence und derSchauspielerin Mrs. Gordon. Eine solche Abkunft thut übrigens in England derbürgerlichen Ehre so wenig Abbruch, daß selbst unter deni hohen Adel viele Fitze ih-ren königlichen Erzeuger ungescheut in ihren Stammbaum setzen.

F i u m e ^St.-Veit am Flaunft, mit 743 H. und 7600 Einw., Freihafenam äußersten Ende des Golfs von O.uarnaro am adriatischen Meere, und alsHauptst. des ungarischen Küstenlandes oder Litorale (64 OM.), das zum König-reiche Kroatien gehört, der Sitz des küstenländ. Guberninms. Hier befindet sichein Wechselgericht, Sanitätsamt, Gvmnafium, ein jtal. Theater :c. Die Fabri-ken sind bedeutend; besonders wird Rosoqlio, Taback, Tuch, Zucker, Pottasche,Wachs, Seilerarbeit verfertigt, und damit, sowie mit ungarischen Produtten, einstarker Handel getrieben. Auch versendet F. nach dein Innern der östr. -rOtaatenSalz, Gewürze, Reis und a. Objecte, deren Einfuhr erlaubt ist. Von 1800— 13 war F. im Besitze Frankreichs . Es liegt etwa 20 Stunden von Trieft.

Fip (lat. tixu.H, fest, unverrückt, unwandelbar, daher sipiren, scharfansehen, festhalten einen Gegenstand, oder sich fixiren, einen festen Wohnort