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Fixmillncr Fixsterne
nehmen. Fixe Idee ist eine selbst gebildete Vorstellung, welche der Seele un-aufhörlich vorschwebt oder durch die entferntesten Ähnlichkeiten geweckt wird, und,in strengem Vinnc genonnnen, einen geisteskranken Zustand bewirkt, indem sie dieSeele unwillkürlich beherrscht. Nach einer modificinen Bedeutung heißt fi x auchso viel wie feuerbeständig, womit wir bezeichnen, daß sich eine Sache nicht durchHitze verflüchtigen oder in Dämpfe verwandeln lasse. So sind Gold, Platina w.sixe oder feuerbeständige Metalle. — Fixe Luft, s. Gasarten.
Fixmillner (PlaciduS), Benedictiner und Astronom im vbervstr. StifteKremsmünster , 2^'h- den 28. Mai 1721 in dem nahegelegenen D. Achleitcn,machte s. ersten Studien in diesem Kloster, dessen Abt fein Verwandter war, undvollendete sie in Salzburg , mit steter Vorliebe zur Mathematik. 1745 kehrte erfür immer inS Kloster zurück, dessen Nvviz er schon 1737 geworden war. Er be-kleidete von nun an bei der um diese Zeit in Kremsmünster errichteten adeligen Rit-terfchule 40 Z. lang mit Ruhm die Professur des Kirchenrechts. VorzüglichesVerdienst erwarb er sich als Beobachter und Schriftsteller um die Sternkunde,nachdem der Abt, seinOheim, 1747 einen mathematisch-physikalischen Salon imKloster errichtet und von 1748 — 58 eine Sternwarte zur Beschäftigung seinerConventualen erbauet hatte. 1762 ward F. wegen seiner mathematische» Kennt-nisse zum Astronomen des Klosters ernannt, ungeachtet er sich zuvor nie mit derausübenden Sternkunde abgegeben, und nicht einmal in der Literatur dieserWissenschaft zu Hause war. Lalande'ü Werke und ein gemeiner Dorfzimmer-mann, der weder lesen »och schreiben konnte, aber große mechanische Talente hatte,wurden seine Hauptstützen. Letzterer bauete nach seiner Anleitung sehr gute Mauer-quadranten, Zenithsectoren, Passageinstrumente und Pendeluhren. Den übrigenBedarf gab die Fremde, und so ward die -Sternwarte zu Kremsmünster bald eine derbesteingerichtetsten und berühmtesten Deutschlands durch F.'S Thätigkeit, der ihreGeschichte und seine Beobachtungen in eignen Werken („>>eue,>»iu,» .i,->t>. ab1765 ack 1775" und „ li'til :>>>tr. (li cnn.-isanienria ab a. 1776 äst a. 1791")bekanntmachte, und in mehren gelehrten Journalen und Denkschriften als Mitar-beiter auftrat. Nur durch seine vielen (damals noch sehr schwierigen) Mercursbe-obachtungen ward Lalande in den Stand gesetzt, seine genauen MercurSiafeln zufertigen. F. war einer der ersten Beobachter und Berechner der Uranusbahn, fer-tigte auch Tafeln darüber und war der Erste, der Bode's Vermuthung, daß der vonFlamsteed 1690 beobachtete und dann verschwundene 34. Stern des Stiers jenerPlanet gewesen, prüfte und theoretisch erwies. Eigen war ihm, wie wenig an-dern Astronomen, daß er alle seine Beobachtungen auch selbst, und zwar doppeltberechnete. Er starb den 27. Aug. 1791, 72 Z. alt. Der Charakter dieses Mu-sters eines wahren OrdensmanneS war sanft und liebenswürdig.
Fixsterne, diejenigen Sterne, die stets in einerlei Lage zu einander undstets in einerlei Entfernung von einander zu bleiben scheinen; es sind mithin alleGestirne am Firmament, mit Ausnahme der Planeten (sammt ihren Monden) undKometen, unter diesem Namen begriffen. Außer den scheinbaren Bewegungen derFixsterne aber, welche von dem täglichen Umschwünge unserer Erde um ihre Achse,von dem Fortrücken der Aquinoctialpunkte (s. Vorrücken der Nachtgleichen)und von der Abirrung des Lichtes (s. d.) verursacht werden, hat man doch eineeigne sehr langsame Bewegung an denselben beobachtet, sodaß die Angabe, daß dieFixsterne in einer gleichen Lage zu einander bleiben, nicht streng richtig ist. Lo hatman gefunden, daß z. B. der Sirius seit Tycho de Brahe um 2 Minuten von derStelle gerückt sei rc., wogegen indeß namentlich Hcrschel („On tbe proper mo-tion ok tbe ,-m» »Nil -inl.ir -i^t." in den „I'bilns. truii«;.", Dd. 73) mit überwiegen-den Gründen darthut, daß jene scheinbare OrtSveränderung vielmehr von einer wirk-lichen Ortsveränderung unsers Sonnensystems im Weltenraume herrühre. Ferner