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hat man Sterne bemerkt, welche nnvermuthet am Himmel erschienen und wiederverschwunden sind ; an andern bemerkt man, das ihre scheinbare Große abwechselndzu-, und abnimmt. Ihre Entfernung von unserer Erde ist in der eigentlichsten Be-deutung des Wortes unermeßlich; die stärksten Teleskope sind nicht vermögend, anihnen einen merklichen Durchmesser wahrzunehmen. EinenBegriff von der Größederselben gibt der Umstand, daß, obgleich wir uns ihnen abwechselnd um 40 Mill.Meilen (als den Durchmesser der Erdbahn) nähern, und um ebenso viel von ihnenentfernen, doch kein Unterschied an ihnen wahrzunehmen ist. HuygenS hat, durchVerglcichung der Lichtstärke des Sirius u. der Wonne, die Bestimmung seiner Ent-fernung von der Erde versucht, und sie, unter der Voraussetzung, daß der Sirius nurdie Größe unserer Sonne habe, auf21,664Mal größer, als die Entfernung derSonne berechnet. So ungleich dergleichen Angaben sein mögen, so reichen sie dochvollkommen hin, unü zu überzeugen, daß der Weltenraum einen, jede menschlicheFassungskraft übersteigenden Umfang habe. I» gleicher Unwissenheit befinden wirim? über die Natur und Beschaffenheit der Fixsterne; doch können wir als höchstwahrscheinlich annehmen, daß sie leuchtende Welken oder Wonnen sind, um derenjede sich vielleicht, wie um unsere Sonne, eigne Planeten in festen Bahnen drehen,die Licht u. Wärme von ihr empfangen. Die Fixsterne werden nach der Verschieden-heit ihres Glanzes, die auch dem bloßen Auge sehr wahrnehmbar ist, in Sterne er-ster, zweiter, dritter Größe n. s. f. eingetheilt. Aber außer diesen, als einzelne undgesonderte Lichtpunkte sich zeigenden, Sternen erblickt in hellen Winternächten dasAuge noch hier u. da kleine weiße Wölkchen unter den Sternen zerstreut; diese nebel-artigen Flecken,deren das bewaffnete Auge noch viel mehr entdeckt, sind ganze Grup-pen unzähliger Sterne, wie man deutlich durch Teleskope wahrnimmt, und nur dieBeschränktheit unserer Werkzeuge ist Ursache, daß wir diese Wahrnehmungen nichtins Unendliche fortsetzen können. Kant, in der „Allgem. Naturgeschichte u. Theoriedes Himmels" (n. A. Königsb. 1198) und Lembert in s. „Kosmolog . Briese überdie Einrichtung des Weltcnbaues" (AugSb. 1100, ein noch inimer schätzbares Werk,das der Baron v. Ukenhovcn 1801 zu Amsterdam inS Franz, übers. u. m. Anm.herausgeg. hat), tragen über diesen Gegenstand mit den tiefsten philosophischen undastronom. Einsichten Gedanken u. Muthmaßungen vor, welche seiner Erhabenheitangemessen sind. Allgemeine Belehrung gewährt Bode'S „Anleitung z. Kenntn. d.gestirnten Himmels" (9. A., Berl. 1823). Auch ist von Herschel's berühmten Ab-handl.: „Über den Bau des Himmels", 1191, zu Königsberg eine deutsche Übers.erschienen. — Um die einzelnen Fixsterne leichter von einander unterscheiden zu kön-nen, hat man zum Tbeil schon im Alterthume den hervorstechendsten derselben Na-men gegeben, und sie außerdem in gewisse Gruppen oder Sternbilder abgetheilt.Die Astronomen haben von allen nach ihren Stellungen bestimmten Sternen, mitAngabe ihrer Namen, Größen :c Verzeichnisse angefertigt, z. B. Cassini, Lalande,Zach, Piazzi; vorzügliche Empfehlung verdient I.E. Bode: „Uia»«^r.-,p>>ia, ,-üvoagtrornin ckesoriptlo, XX t,U>. .leinns inci^, ov reaentst.üinst ol al>;a!nli<;«ü-n>i-i -><uror»,n (Berlin 1801). Den Text dazu in deutsch , u. franz.
Sprache: „Allgemeine Nachweis. „.Beschreib, der Gestirne, nebst Verzeichn, dergerad. Aufsteig. und Abweichung von 11,240 Sternen", 34 Bog. Fol. (gegenw.Preis von Charten n. Text 4 Frd'vr.). Ein Verzeichn, älterer Sternverzeichn. vonSternkegeln, Hohl- und Himrnelskugeln, gibt Bode'S „Anlest." S. 100 fg.
FlaccuS (Casus Valerius), ein römischer Dichter aus der letzten Hälftedes 1. Jahrh. n. Chr., der in Padua (Patavium) lebte, und jung starb. Er be-sang den Argonautenzug in einem epischen Gedichte („4rxe>n^»li,:->"), wovon sich1 Bücher und ein Theil des 8. erhalten haben. Sein Vorbild war der AlexandrinerApolloniuS Rhodius . Ist F. auch nicht dem Virgil an die Weite zu setzen, so hatsein Gedicht doch einzelne schöne und gelungene Stellen; ihm die höchste Vollen-