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düng zu geben, würbe er durch seinen frühen Tob verhindert. Nach Nie. HeinsiusundPet.Burmann lieferte» neuere Ausgaben HarlcS (1781) und Wagner (1805)mir Commenlar. Verdeutscht von Wunderlich.
Fläche, in der Geometrie, eine Ausdehnung nach der Länge und Breite.Es gibt gerade Flächen (Ebenen), wo jeder Punkt eine auf ihr gezogene gerade Linieberührt, und gekrümmte. Unter den krummen Flächen wird diejenige bemerkens-werth, die nach ihrer Längen. Breite in Cirkelsorm gebogen ist, und eine Kugelflächehecht. — Die Flächenmeßkunst, ein Hauptzweig der Geometrie, wird in sei-ner Anwendung aufStücke unserer Erde Meßkunst oder Geodäsie genannt.
Flache, Flachsspinnmaschine, s. Lein.
Flacius (Matthias), mit dem Beinamen Illyricus , ein berüchtigterTheo-log, geb. zu Albona in Illyrien 1520, gest. zu Frankfurt a. M. 1575. Er hießeigentlich Flach, gab aber, nach damaliger Sitte, seinem Namen eine latein.Endung. Er war ein Schüler Luther'S und Melanchthon'S , nahm an den kirchli-chen Streitigkeiten seiner Zeitgenossen Antheil, war aber dabei so heftig und unge-zogen, daß noch jetzt in einigen Gegenden Deutschlands mir einer, von seinem Na-me» abgeleiteten Benennung (Fläz ein ungeschliffener Mensch bezeichnet wird.
Flagellanten, Geißelbrüder, Geißler, auch Flegler und Bengler, hießeine Brüderschaft im 13. Iahrk^, die ihre Buße nicht besser als durch Geißeln übenzu können glaubte. Der Einsiedler Rainer in Perugia wird als ihr Urheber um1260 genannt. Band fand er fast an allen Orten Italiens Anhänger. Alt undJung, Vornehm und Gering zog durch die Städte, geißelte sich und vermahnte zurBuße. Die Anzahl vermehrte sich bis zu 10,000, die umherzogen, von einigenPriestern geführt, die Fahnen und Kreuze vorantrugen. So schwärmten sie zuTausenden von Land zu Land und sammelten Almosen; 1261 brachen sie in meh-ren Scharen über die Alpen in Deutschland ein, zeigten sich im Elsaß, in Baiern ,Böhmen und Polen , und fanden daselbst viele Nachahmer. 1296 zeigte sich inStrasburg noch ein kleiner Haufen Geißler, die mit verhüllten Gesichtern sich umdie Stadt und zu allen Kirchen peitschten. So sehr indeß das Volk diese» neuenBrüderschaft anhing, so wenig fand sie die Billigung der Fürsten und der höher»Geistlichkeit. Die öffentliche schamlose Entblößung beleidigte die guten Sitten, dasUmkerschwärmen gab zu aufrührerischen Bewegungen und Ausschweifungen allerArt Anlaß, und das abzedrungene Almosen setzte die ruhigen Bürger in eine nichtunbeträchtliche Eontribution. Daher ergingen auch in Deutschland und Italien vonmehren Fürsten nachdrückliche Verbote gegen diese Aufzüge der Geißler, die Königevon Polen und Böhmen verjagten sie mit Gewalt, und die Bschöfe sehten sich ih-nen ernstlich entgegen. Dessenungeachtet pflanzte sich dies Unwesen in andrer Ge-stalt unter den Verbrüderungen der Begharden in Deutschland und Frankreich , undnoch im Anfange des 15. Jahrh, unter den in Thüringen umherschwärmendenKreuzbrüdern (so genannt, weil sie an ihren Kleidern auf Brust und RückenKreuze trugen) fort, deren 91 auf ein Mal 1411 zu Sangerhausen verbranntwurden; auch die Kirchenversammlunq zu Konstanz (1414 —18) sah sich zuentscheidenden Maßregeln gegen die Geißler genöthigt. Seit dieser Zeit hatman von einer Brüderschaft dieser Art nichts mehr gehört. (Vgl. Geiße-lungen.)
Flageolet. 1) Der Name einer kleinen Flöte ä kwa, womit man denSingvogeln Melodien einlernt; 2) eine besondere Art des GeigenspielS, wodurchder Ton einer solchen Flöte nachgeahmt wird. DerFinger nämlich, welcher den zuintonirenden Ton greift, drückt die Saite nicht, wie gewöhnlich, auf das Griff-bret nieder, sondern berührt sie nur ganz sanft, während der Bogen mit einem sehrgleichen, aber schneidenden Striche über die Saite geführt wird. Die Stellen,wo dieses geschehen soll, pflegte man mitklautiuo, oder 8ons ftarmonic^ues, oder