Flagge Flammöfen 139
N,c»,i arnwniafii zu bezeichnen, und über die ganze Stelle eine wurmförmigeLinie zu ziehen. <>>>.
Flagge, IBvilln», die große, insgemein viereckige Schiffsfahne von leicht-tem wollenem Zeuche, welche auf die Spitze eines Mastes oder auf das Hintertheildes Schiffs gesteckt zu werden pflegt und sich durch ihre Breite und Größe von an-dern Schiffsfahnen unterscheidet. Alle Echiffe können hinten und vorn eine Flaggeaufstecken; aber nur der Admiral führt die steinige auf dem großen Mäste (welcheauf den Kriegsschiffen in engerer Bedeutung die Flagge genannt wird), ein llnier-admiral auf der Vorstange, ein ssontreadmiral aufder Kreuzstange, und nur dannauf der großen Stange, wenn er ei» besonderes Geschwader befehligt. Die Admi-rale führen unter der Flagge noch eine kleinere Fahne, einen Wimpel. Das Wap-pen und die Farbe der Flagge bezeichnen die Nation, den Stand der Officiere unddie außerordentlichen Gelegenheiten, bei welchen auf dem Hintertheile des Schiffsbesondere Arten von Flagge» gebraucht werden, besonders die Hülfsflagge, durchwelche andre Schiffe zu Hülfe g.rufen wei den; die Todtenflagge, wenn fleh einevornehme Leiche auf dem Schiffe befindet; die Friedensflagge, welche fast bei allenNationen weiß ist. Das Streichen oder Senken der Flagge ist die größte Ehren-bezeigung, die ein Schiff dem andern erzeigen kann; das Halten der Flagge imArme ist eine geringere. Die konigl. Flagge, die ein kenigl. Schiff führt, streichtvor Niemand. Zn der Schlacht ist das Streichen der Flagge das Zeiche», daß sichdas Schiff ergibt.—Das Flaggenschiff, ein Schiff, auf welchem ein hoherOfficier (Admiral, Viceadmwal) befindlich ist, der seine Flagge wehen laßt. —Flaggenoffi eiere heißen die vornehmsten Seeofficiere, welche jeder seine Flaggeam Bord ihres Schiffes führen dürfen. Der Oberbefehlshaber aufeiner Flotte be-setzt provisorisch alle erledigt werdende Officiersiellen. Am KriegSrath einer Flottenehmen nur die Flaggenofficiere und der erste Hauptmann Theil. Wen» aber nichtwenigstens 3 auf der Flotte find, so beruft der Admiral die Hauprleute, deren Mei-nung er vernehmen will. Jeder Flaggenofficier, welcher ein Schiff besteigt, wirdmit Lrommelfchlag und der Wache im Gewehr empfangen. Vor dem obersten Be-fehlshaber wird Marsch geschlagen. Die Zahl der Wirbel ist nach ihrem Rangeverschieden. — Über den ^Latz des LeevölkerrechtS: „k.e ziavilluu uuuere lacluinüG'", s. d. Art. Neutralität.
Flahault (Frau von), s. Soura.
Flamändische oder flämische Schule, s. NiederländischeSchule.
Flamen, bei den Römern, ein Priester, dessen Dienst einer einzelnenGottheit gewidmet war, und der von ihr seinen Name» erhielt, z. B. Fla-men Neptunalis, Pomonalis u. s. w.; auch von den unter die Götter versetz-ten Kaisern, z. B. Flamen Augusti.
Flämisch bedeutet Flandrisch, aus Flandern herrührend u. s. w. — DasFlämische Recht, ein besonderes Recht, welches vor Zeiten den Tolonisten ausFlandern in Deutschland gelassen wurde und hin und wieder noch gilt. — ZnGeldberechnungen gibt es Pfennig, Schilling und Pfund Flämisch.
F l a m m e, s. Wärme.
Flammöfen, R e v e r b e r i r k fe n, find Öfen, in denen durch denbloßen Luftzug mit Flammenfeuer geschmolzen wird, und die einen besondern Rostzum Verbrennen des Brennmaterials haben. Die zu verschmelzenden Erze, Me-talle :c. kommen mit den, Brennmaterial nicht unmittelbar in Berührung, sondernwerden den Flammen desselben ausgesetzt. Der Raum, in welchem das Brenn-material verbrennt, heißt der Feuerraum, der, worin sich die zu behandelnde Sub-stanz befindet, der Schmelz- oder Glühraum, oder Herd. Das Brennmaterialliegt auf dem Rost, und unter diesem befindet sich der Aschenfall, in den die zur