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Flamskeed Flanke
Verbrennung nothwendige atmosphärische Luft treten kann. Feuer- und Herd-,räum sind vermittelst eines Gewölbes mit einander verbunden. Das Brennmate-rial besteht aus Stcinkoblen, Torf oder Holz, wird durch das Schürloch in denOfen gebracht, das Erz ic. durch die Einsahöffnung; die Flamme zieht durch denFuchs ab, der mit der Esse in Verbindung steht. Zuweilen fehlt die Esse, und dieFlamme zieht dann durch die Einsahöffnung ab. Die Construction der Flamm-öfen ist zu ihrer verschiedenartigen Benutzung sehr verschieden; man gebraucht sievorzüglich zum Rösten, zum Schmelzen verschiedener Erze, zum Umschmelzen desRoheisens, des Kanonenmetalls, zum Berfrischen des Roheisens, zum Glühendes Stabeisens, Zaineisens, Bleches und Drahtes, zum «aigcrn des Kupfers,zum Abtreiben des Werkbleies u. s. w.
Flamsteed (John), ein englischer Astronom, geb. den 19. Aug. 1616zu Derby in Derbyshire , lieferte schon in s. 24. Jahre astronomische Berechnun-gen für die „l'Iiilnüigüiicül t>,n>-,ieli»n5," und gab s. „Dniliibo <Io ,ic>zn.il>nnato,»,«»».>> <-te." heraus. In der Folge ging er nach London , wurde da Mit New-ton und Hallor naher bekannt, und 1610 Mitglied der königl. Locietät. Karl II. ernannte ihn zum konigl. Astronomen auf der neu errichtete» Sternwarte (bla»>-»lee,zu Greenwich . Hier setzte er von 1611 an seine astronomischen Be-obachtungen ununterbrochen fort bis an seinen Tod, 1120. Man wünschte dieErgebnisse seiner vieljäbrigen Beobachti -gen bekanntgemacht zu sehen, aber eswar ein besonderer Befehl der Königin Anna dazu nöthig, um ihn dazu zu bewe-gen, und so erschien s. „lli?ie>>>.> eo^le-G (Lond. 1112, 2 Thle.),
welches seine bis dahin angestellten Beobachtungen und sein berühmtes Verzeichnißvon 3000 Sternen enthielt. In vervollkommneter Gestalt kam es nach s. Tode1125 zu London in 3 Thln. heraus. Die erste» beiden enthalte» seine Beobach-tungen über die Sterne; im dritten befinden sich eine Einleitung in die GeschichtederAstronomie, die sämmtlichen vor seiner Zeit erschienenen L>ter,'Verzeichnisse, unds. eignes, vollständiger als alle vorhergehenden, unter dem Namen „Der britischeCatäloz" bekannt. Dieses Verzeichnis ist in neuern Zeiten durch Herschel berich-tigt und sehr vermehrt worden. Ein andres zur Kenntniß der Gestirne brauchba-res Werk F.'S ist ein kostbarer ,,.1tü>5 (London 1129, Fol.), mit 25
großen Charten, auf welche» alle in England sichtbare Constellakioncn vorgestelltsind, und wovon 1153 eine noch prächtigere Ausgabe mit 28 Charten erschien.Einen abgekürzten Nachdruck desselben, der aber vor dem Original manche Vor-züge besitzt, hat Fortin 1116 zu Paris besorgt.
Flanke, in der Feüungsbaukunst derjenige Theil eines Werks, welchercineni andern Seitenvertheidigung gibt. Bei der Bastion sind die Flanken diejeni-gen Linien, welche an den Mittelwall anstoßen. In ältern Zeiten pflegten sie recht-winkelig auf dem Mitkelwallc zu stehen, jetzt setzt man sie besser rechtwinkelig auf dieVerlängerung der Face des NebenbollwerkS (die DefenSlinie). Ehemals setzte manoft 5 Flanke» hinter einander, jetzt höchstens 2. Die Bestimmung der Flan-ken ist, den Graben vor den Facen des NebcnbollwerkS und vor der Linie zu ver-theidigen, ein Zweck, den sie indeß nur selten erfüllen, indem das Geschütz aufihnen früher, als bis der Feind dorthin kommt, durch Ricochetschüsse und Bomben-würfe zerstört zu sein pflegt. —- In der Taktik bedeutet Flanke das äußere Endedes Flügels einer Armee, und es ist eins der gewöhnlichsten ManoeuvreS, den Feind,besonders in strategischem Sinne, durch Umgehung gerade auf diesem sehr em-pfindlichen Punkte anzugreifen. Er wird dann, wenn er nicht Maßregeln dagegentrifft, seine Flanke zurückziehen, also seine Fronte verändern müssen und meist be-siegt werden. Eine kühne, aber selten anwendbare Idee ist es, diesem Angriffedurch Wicderumgehung des Feindes zuvorzukommen. —> FlanqueurS sind her-umstreifende Reiter, um den Feind theils zu beobachten, theils zu beunruhigen. —