Auswanderung verdächtig, sollte er verhaftet werden; allein er rettete sich, indemer den Polizeicommissair und die beiden Soldaten in seinem Zimmer einsperrte.Darauf verbarg er sich in Marseille . Nach dem 18. Brumaire lebte er wieder inParis , wo er sein großes Werk über die (beschichte der franz. Diplomatie ausarbei-tete. Der erste Cvnsul hatte gegen die Abgeordneten der historischen Classe desNationalinstitutS geäußert, daß er ein solches Werk Wunsche. F. wurde bei derAbfassung desselben durch seine Verbindungen nur wichtigen Geschäftsmännernund Gelehrten, z. B. Koch, sowie durch die Erlaubniß, die Archive zu benutzen,wesentlich unterstützt. So erschien zuerst in tz Bdn. 1808 seine „Ill^tniro xemiale>l> lu ,!>n!oniuU>', ju>,g»'ä ß, lii, stu regne cle I,»nl8 XVI., <le8
t^lile-, ab>oii»l»gigu<"i ,Ie tvN8 I,v> Iri>ll,ßi er>ncl»8 >>u> la Dann," (n. A., Paris 1811, ) Bde.). Dieses, aus den Verträgen, Manifesten, Noten, Znstructio-nen und Berichten der Zeitgenossen, die mitbandelnde Personen waren, gesclöpste,jedoch nicht ganz unparteiische Werk, wobei die Quellen mit kritischer Wahl be-nutzt, die Data mu Scharfsinn zusammengestellt sind, und das Ganze geistvollzu einer beurtheilenden Geschichte der diplomatischen Verhältnisse Frankreichs vomAnfange der Monarchie bis zur Entthronung Ludwigs XVI. verarbeitet ist, hatden Verfasser mit Recht berühmt gemacht. Außer der Entwickelung der vorzüg-lichsten Unterhandlungen und Verträge, der Mittheilung der bedeutendsten SkaatS-schrssren, wird man von der jedesmaligen Organisation des Departements der aus-wärtigen Angelegenheiten unterrichtet, und höchst anziehend und belehrend ist zu-gleich die Art, wie der Verfasser die Charaktere der Minister und Gesandten zeich-net. ^ft> l> n Berichte über die des Preiseü würdigen Erzeugnisse der letzten 10Jahre »n Fache der Literatur und Kunst hat die Jury den historischen Werth diesesWerks anerkannt, jedoch dabei bemerkt: „ll » <->.1 z>in> >e>m»>>>u>l>le j>->r Oni.l, laeor»>»>8>iion. et I'on v iliistreinil >>!>>-> st',-l,'>pnn'e ,Iai,8 ie 8tcle". Bis 1814war F. Professor der Geschichte an der Kriegsschule zu St.-'Germain-cn-Lape.Er bat u. A. auch noch geschrieben: „lle In evluiü>.,>i»>„ ste 8t.-Dc»>nngne"(1804); „Dc In le-.taiiiiilioii jeolitignc <Io ick niope < t ,le In k'ranee" (1814)und „I)l8 I!rmil»,i,8 ,lv Xn>»l>'8" (1811). ssdach Napoleons Sturze hat v. F.auch eine Geschickte der franz. Diplomatie von 1)91 an bis zum pariser Frie-den in 6 Bdn. angekündigt. Aus den Discussionen über das Budget des Z. 1822ergab sich, daß F. eine Pension von 12,000 Livres erhalte, um ihn von der Her-ausgabe dieser Geschichte der franz. Diplomatie wäkrend der Revolution abzuhal-ten. Als Historiograph des Departements der auswärtigen Angelegenheiten be-gleitete er die franz. Gesandtschaft 1814 zum wiener Congreß. Seine „lli--Unire >l» nuu^räe ,Ie Vienne" (3 Bde.) ist noch nicht gedruckt.
Flau, im Niedersachsischen : 1) lau, schal (auch als mercantilischer Aus-druck) ; 2) ohnmächtig, kraftlos. Alis der niederländischen Schule haben die Ma-ler das Wort beibehalten, und es ist selbst zu den Franzosen übergegangen (llon).Dennoch ist kein völlig bestimmter Begriff damit verknüpft, und es ist am besten,sich des Ausdrucks nicht zu bedienen, da er im Grunde dock kaum etwas Andres be-zeichnen dürfte, als das Verblasene, il -ckuinat». Es soll das sanfte odermatte Verschmelzen der Farben damit angedeutet werten.
Flaxman (John), neben Chankrey und Westmacot der ausgezeichnetsteBildhauer Englands, Professor an der konigl. Akademie zu London , geb. zu 2)orkden 6. Juli 1)55, wurde in Europa vorzüglich bekannt durch mehre Kunstwerke,in denen er als ein geistreicher Manierist, die Antike ziemlich modern auffassend,Homer's Werke, dann Äschrlus, Hesiodus und Dante erläutert hat. („'DieOilv-isee okIInin., eng,'. 1^-'I'li. ?irol>". Rom 1)93, 4.; in Deutschland zu-erst nachgestochen von Riepenhausen, Gottingen 1803, dann von Schnorr u. A.;„1l>o Iliack, enAr. Llroli", London 1)95; „1-s ckivina eonirneckia cli Dante