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Flüchier
Xli>ss>i>'i , 1193, 4.; „(Inrnpnü. krom tl><! r>k Xesclirlii^, engn', bv
I'liiül", 1194.) Alle diese Umrisse sind, außer in Deutschland, auch in Frankreich «Pari?, Nik 0 t-D»fresne, -ni XI) wiederholt worden, und der Eifer, mildem dies ge-schah, beweist dafür, daß F. die Art traf, wie die Meisten das Antike gern sehenmöchten. Man kann nicht behaupten, daß er immer den prägnantesten Momentgewählt, daß er diesen Moment auf eine Art dargestellt habe, die nach keiner SeiteErweiterungen zuließe; Bilder sind sie selten, organisch geschlossen fast nie; docherschien seine Form zu einer Zeit, wo Angelica's Verflossenheir und David'S Kälteüberall wiederkehrten, neu, kühn, und darum ansprechend. „Unläugbar findet sichin Flaxman'S erwähnten Skizzen", sagt Gökhe („Winckelmann und s. Jahrh."),„mancher glückliche (bedanke; er hat in den (Gegenständen aus den gricch. Dichternden Gescbmack antiker Vasengemälde und Basreliefs nachzuahmen getrachtet, inden Darstellungen aus Dante hingegen die dem (leiste derselben so passende Einfaltder alten florentin. Bilder benutzt; dessenungeachtet ist selbst das gelungenste dieserStücke immer bloß als ein leicht hingeworfener Gedanke zu betrachten, und nur insolcher Hinsicht schätzbar. Sie für wirkliche, Prüfung ertragende Kunstwerke erklä-ren, heißt die wabre Kunst, die Vollendetes fodert, verkennen; diese Manier nach-ahmen, ist verderblich". Während seines Aufenthalts in Rom beschäftigte sich F.viel mit dem Belvedereschen Torso. Aucher, wieTischbein, dachte an eine Gruppe,wo Hebe dem von allen Mühen des Lebens geprüften Sieger den Labebecher derewigen Götterjugend darreicht. Außerdem bewunderte man sein Talent, charakte-ristische Gruppen aus dem Volksleben gleichsam im Fluge aufzufassen, wofür seineSkizzenbücherBeweis gaben. Don seinen plastischen Werken war stets weniger dieRede. Mehre derselben befinden sich inEngland (wohin er 1194 zurückkehrte), undnamentlich rühmt Dallaway, der Flapman den Poussin der Skulptur nennt, seinBasrelief zum Andenken des Dichters Collin in der Kirche zu ThicH ster. Bekanntsind außerdem s. Denkmäler des Lords Manssield, Lord Howe'S , Abcrcrombie's, dieBüste Washington '- und die Statue Repnold'S. F.'S Geschmack liebt bei öffentli-chen Monumenten das Kolossale. Statt des Hauses des Gouverneurs zu Green-wich, das den Platz nicht gehört r schließt, hatte er eine Statue der Siegesgöttin, ausSchiffSschnäbeln stehend, von 230 Fuß Höhe, vorgeschlagen. Zur Empfehlung s.Angabe findet man die Gründe in einer „kotier «i ibe oonnnl tt<e k»r ruliüi,^ l!>«Iiuvul ,'ilüirm Niniiniiit-iil" (Lond. 1199, 4.). Auch Nelsons Andenken trug er andurch ein ähnliches Standbild zu ehren. Durch einen erleuchteten Stern auf derBrust sollte es den Schiffen zur Nachtzeit als Richtpunkt dienen. Sein Urtheil überden Werth der Elgin-Marmor trug vorzüglich dazu bei, ihren Ankauf dem Parla-mente zu empfehlen. F. starb zu London den 1. Dec. 1826 im 12.1. S. s. Lebenin: „Zeitgenossen", 1828, H. 1 (wo aber s. Todestag nicht richtig angegeben ist).
Flüchier (Esprit), ein ehrwürdiger Geistlicher, dem seine salbungsvollenund geistreiche» Schriften ebenso sehr die Achtung der Nachwelt erworben haben,als seine HcrzenSgüte und Wohlthätigkeit ihm die Liebe seiner Zeitgenossen gewann.Geb. den 1. Juni 1632 zu Pernes, einer kleinen Stadt in der Grafschaft Venaissin ,und bei s. Oheim, dem P. Hercule Audiffret, in dem Schoße der Wissenschaftenund der Tugend erzogen, trat er in den Jesuitenorden, den er jedoch nach s. OheimsTode verließ, um in Paris als Kanzelredner aufzutreten. Er erwarb sich einen gro-ßen Ruf und wurde von Ludwig X I V. mit Wohlthaten überhäuft. Aufgemunterthierdurch, strebte F. nach immer höherer Vollkommenheit und lieferte in seinenLeichenreden aufBossuet und Turenne 2 Meisterwerke, welche noch jetzt mit Theil-nahme gelesen werden. Der Hos belohnte seine Talente 1685 mit dem BiSthumevon Lavaux und 1681 mit dem BiSthume von Nismes, und Ludwig XIV. beglei-tete die Ernennung zu dem erster» mit den schmeichelhaften Worten: „Sein Sienicht verwundert, daß ich Ihr Verdienst so spät belohne; ich fürchtete des Ver-