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Flechsen Fleck
gnügens beraubt zu werden, Sie zu hören". Außer seinen geistlichen Reden hatF. sich auch in s. „lI>!,to>ic >!e l'k.nipcrcnl 'I'I>äi»l>>,<w le Oiiuiil" und der „Viu»I» tAnOln-il Xiioenö!-" als einen beredten historischen und biographischenSchriftsteller gezeigt. Er starb den 18. Febr. 1110 zu Montpellier .
Flechsen, die weißen, zähen, faserigen Adern der Muskeln, welche sichendlich in dem sogenannten Haarwachs vereinigen. (S. Muskeln.) DieFlechsen enthalten materiell viel Leim, mit Spuren phssphorsauren Kalks.Durch Kochen geben sie daher Gallerte.
Flechten, eine chronische Hautkrankheit (iinpeti^n IlorpeH, welche zu-weilen abheilt und dem Anscheine nach ganz verschwindet, aber bald von Neuemausbricht. Man unterscheidet mehre Arten derselben, wovon immer eine beschwer-licher und hartnäckiger ist als die andre. Bei der ersten ist die Haut sehr wenig ge-rathet, und wie mit Mehl bestreut, gewöhnlich fühlt man einiges Jucken; hier hei-ßen sie auch gemeiniglich Schwinden. Bei einer andern Art sind die röthern Stel-len mit einer gelben Borke bedeckt, unter welcher sich eine scharfe, nach Katzenurinriechende Feuchtigkeit absondert. In einer dritten ist eine freie schwärende Stellewahrzunehmen, die immer größer wird, ein fressendes Geschwür. — Flechtennennt man auch ein kriechendes, wirrigeS Moos, welches gewöhnlich an Steinen,Bäumen, z. B. der Birke, vorkommt. Etwas Andres ist eine Korb- oderWagenflechte. Auch wird der Name Flechte von einer weichen saftigenRuthe und andern zum Verflechten tauglichen Sachen gebraucht, dann vongroßen geflochtene» Körben.
Fleck (Johann Friedrich Ferdinand), Schauspieler, geb. in BreSlau am12. Han. 1751, studirte nach dem Willen s. Vaters, eines Rathsherrn zu BreS-lau, seit 1118 in Halle Theologie. Allein er konnte nicht auf dieser Bahn an eingünstiges Fortkomme» glauben, nachdem er bemerken mußte, daß die kühnen Ideen,die in ihm lebten, hier in mancher Hinsiebt gebunden, zum Theil gar nicht anwend-bar waren. Als nun noch während der Univcrsitätsjahre, durch den Tod seinesVaters, alle Unterstützung von Hause aufhörte, beschloß er Sckauspieler zu werde».Schon früher hatte er in Privatcirkeln zuweilen Rollen spielen müssen, und na-mentlich fast immer Mädchenrollen, weil man dazu seine hübschen Gesichrszuge inihrer Jugendlichkeit sehr passend fand. Er ging von Halle nach Dresden , ließ sichbei der dortigen Hosschauspielergcsellschaft engagiern und trat zuerst in Leipzig auf,kam aber bald nach Hamburg , wo er, neben Schröder, seinen Ruf begründete,sodaß 1183, wo er, 26 I. alt, nach Berlin kam, sein erstes Erscheinen (am 12.Mai d. I.) als Graf Horazio Capacelli, dann sein Lpiel in einem längst vergesse-nen Schauspiele: „Natur und Liebe im Streit", von d'Arien, ihm, wie in jederfolgenden Rolle, so ausgezeichneten Beifall erwarb, daß man ihn nicht wieder fort-ließ. Er blieb nun bei der Döbbelin'schen Gesellschaft, bis 1188 (vom I.Oct. an)der König Friedrich Wilhelm II. die berliner Bühne zum Nationaltheater erhob,und F. bei diesem angestellt wurde. Vier Jahre darauf (1190) ernannte ihn derKönig zuM Regisseur, und später, als der Pros. Engel an fortwährender Kränk-lichkeit litt, wurden ihm auch mehre DirectionSgeschäfte übertragen. Sein Rufals Schauspieler war indeß so hoch gestiegen, daß die Berliner seinen Namen nurmit Enthusiasmus nannten, und die allgemeine Stimme ihn zu den berühmtestenDarstellern der Vorzeit und Gegenwart zählt:. Als Künstler bezeichnet ihn Tieck (im „PhantasuS", Bd. 3): „Fleck war schlank, nickt groß, aber vom schönstenEbenmaße, hatte braune Augen, deren Feuer durch Sanftheit gemildert war, feingezogene Brauen, edle Stirn und Nase; sein Kopf hatte in der Jugend Ähnlich-keit mit dem Apollo. In den Rollen eines Essep, Tancred (nach der alten Über-setzung), Ethelwolf (nach Fletcher), war er bezaubernd, ani meisten als InfantPedro in „Ineü de Castro", der, wie das ganze Stück, sehr schwach und schlecht