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Vierter Band. F bis G.
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17V Föderativstem

stimmten Zwecke der Politik eingegangen, durch die Erreichung oder Dauer diesesZweckes bedingt, und unter gegenseitigen Leistungen, bei der vollkommensten Gleich-,heil aller Theilnehmer, ohne eine oberste Leikungemachk, geschlossen, und oft einseitig,selbst gegen die Bestimmung des Vertrags wieder aufgehoben wurden. Der natür-liche Gegensatz zwischen Großbritannien und Frankreich bildete diese Allianzpolitikimmer mehr aus. Da aber Allianzen keinen festen Bestand haben, so fiel die revo-lutionnaire Politik Napoleons auf das Continentalsystem, durch welches er das bri--tische Continentalsystem vernichten wollte. Au klug, um eine Universalmonarchie fürmöglich zu halten, wählte er das Föderativsystem als ein Ersatzmittel, um Frankreich zum CentralpuNkte der polit. Kräfte des festen Landes, und dadurch über England zuerheben. Nun zeigten sich alle Erscheinungen, welche aus der Natur eines Föderativ-systems, wie wir oben dargethan haben, nothwendig folgen müssen. Der franzöf.Kaiser täuschte jeden einzelnen Staat mit dem Worte Souverainelät, die er in dievolle innere freie Staatsgewalt desselben sehte, indem er keffenäußere: Krieg,Friede,Bündnisse. Handel, dem Staatszwecke Frankreichs unterordnete. Aber auch jene in-nere Selbständigkeit konnte nichts Andres als ein Blendwerk sein, da sich da« Han-dels- und Finanzsystem jede« Verbündeten zuletzt doch, wenigstens mittelbar, nachNapoleons Kriegssystem oder nach seiner Staatskunst fügen mußte, und die franz.Derwaltungsformen inehr oder weniger in den Staaten derBundeSgenossen Eingangfanden. Diese selbst hingen unter sich nicht zusammen; denn Napoleon kettete jedenStaat auf verschiedene Weise an sein System: die einen enger, wie die Faniilien-staaten; die andern, dem Anscheine nach, weniger enge, wie dieRhcinstaaten, welcheer mit dem Worte Bund bloß hinhielt, damit sie glauben sollt n, sie hätten, an derEinheit nichts verloren, an Sicherheit aber nur gewonnen, indem sie sich von Östreichweg unter Frankreichs oberste Leitung begaben. Noch andre benutzte er ganzmilitai-risch-politisch, wie die Schweiz, Warschau und Danzig , oder machte sie unmittelbarvon seiner Willkür abhängig, wie Illyrien und die ionischen Inseln. Die übrigenMächte hielt er als Bundesglieder unter dem Namen von Allurten fest; sie mußtensein Continentalsystem annehmen und dadurch sich an sein Föderativsvstem anschlie-ßen, oder sie hatten von ihm Krieg und Unterjochung zu fürchten. Vorgeblich warder natürliche Zweck jeder polir. Verbindung auch der Zweck dieses Systems: Sicher-heit und Schutz;' aber nur Furcht oder Zwang, dann auch die Hoffnung, an Machtzu gewinnen, schloffen jenen Verein, durch welchen zuletzt Keiner gewann als Frank-reich. Übrigens hatte in Napoleons Föderativsystem kein Staat eine polit. Stimme;der Rheinbund insbesondere hatte keine Bundesform, keine Vertreter und keine rich-terliche Behörde. Hatten Herrschsucht und Vergrößerungstrieb dieses System her-vorgebracht, so bildeten dagegen gemeinschaftlicher Widerstand und Volkskraft denBund der europ. Hauptmächte, in welchem die Formen einer durch Erreichung undSicherstellung des Zivecks bedingten Allianz oder Coalition wieder auflebten, jedochso, daß die Hauptmächte die Leitung der Streitkräfte der hinzutretenden Mächte vomzweiten und drittenRange sich vorbehielten. (W. Chaumont, Vertrag von.) Alsman hierauf die deutschen Staaten durch ein Föderativsystem wieder vereinigte, sowollte man die Souverainctäl der einzelnen durch eine Dundcsform (in der Aere deswiener Congresses, Art. 32 u. 43, die Föderativ-Constirution Deutschlands genannt) sicherstellen, in welcher der Grundsatz politischer Gleichheit nach demMachtverhälknisse obwaltete. Der deutsche Bund ist daher kein Bundesstaat, son-dern ein Staaten-, oder nach der Zusatzacte vom 15. Mai 1820, ein Fürstenbund.Dagegen waren die Vereinigten Niederlande ein Bundesstaat (Union). SolcherStaaten, wo jedes Bundesglied im Innern seine Selbständigkeit ausübt, m> Äu-ßern aber dem Gesammtwillen des Ganzen folgt, — dieser werde nun monarchischerblich oder durch Repräsentanten, mit oder ohneDirectorialvorrechteEinzclner, aus-gesprochen und vollzogen, — gibt es gegenwärtig folgende: 1) die Verein. Staate»