Band 
Vierter Band. F bis G.
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Forbii, Forcellini

Seine Neider klagten ihn eines schändlichen Verbrechens an; der Kummer darüberverursachte ihm eine vorübergehende Gliederlähmung, und er faßte den Entschluß,sich »ach dem südlichen Frankreich ;u begeben, überlief, s. Theater an Colman, wardaber schon zu Dover 1777 vorn Tode ereilt. Er hinterließ einen natürl.Svhn alsErbe» s. Vermögens. F. war ein Mann von unerschöpflichem Witz, sowol auf deinTheater als im Umgang; aber er verschonte Niemand, und keines s. Bonmots gingverloren. Die Tugend indes; war ihm heilig, nur das Laster und die Thorheit gei-ßelte er ohne Rücksicht und Schonung. 'Als eine Probe s. stets fertigen Witzes wirdfolgende Anekdote erzählt. F. harke den Grafen Sandwich lächerlich gemacht; die-ser eifuhr es, und als er mit ihm zusammenkam, sagte er: „Ich möchte doch wissen,Foote, ob Sie einmal an den Fr... oder an dem Galgen sterben werden". , My-lord" antwortete dieser sogleich, „das würde nur davon abhängen, ob ich es mitIhren Maitressen oder mit Ihren Grundsätzen hielte". Diele komische Anekdotenenthält: Cooke's„>1, 1 ,-ni," -London l805). F. war schon auf den

ersten Anblick eine lächerliche, drollige und burleske Figur, kurz lind untersetzt, mitvollen Backen und großen, muthwilligen, geistvollen Augen; dabei wußte er aus s.hölzernen Beine sich mit einer seltenen Gewandtheit fortzubewegen. Seine samiml.dramat. Werke, meist Farce», erschienen 1783 in 4 Bdn. unter Colman's Aussicht.

F o r b i n (Louis Nicolas Philipp August , Graf v.), Generallieut. und Ober-aufseher der Kunstsammlungen in Frankreich , geb. 1779 zu Rogue im Depart. derRhonemündungen. Als Flüchtling in Lyon zur Zeit der Belagerung sah er s. Oheimund s. Vater vor s. Augen umkommen und fand eine Zuflucht in dem Hause desZeichners Boissieu, dem er die erste Anleitung zur Kunst verdankte. Als er späterhinmit einem gegen Nizza und Toulon bestimmten Bataillon der Nationalgarte aus-ziehen mußte, schloß er in Toulon mit dem Maler Granet eine Freundschaft für dasganze Leben. Nach dem Ende des Feldzugs ging er nach Paris und arbeitete in Da-vid'S Schule mit dem angestrengtesten Fleiße, bis er das Alter der Kriegspflichrig-keit erreicht hatte. Er mußte zum zweiten Mal von der Kunst Abschied nehmen,und als er einige Zeit bei der Reiterei, wo ihm der General Sebastiani die Beschäf-tigungen mit der Kunst erleichterte, gedient hatte, erhielt er seinen '.Abschied und be-gab sich nach Italien. Zur Zeit der Kaiserkrönung kam er nach Paris zurück undward Kammerherr der Prinzessin Pauline Borghese . Er trat wieder in Kriegsdiensteund machte mehre Feldzüge in Deutschland, Portugal und Spanien , nakm abernach dem wiener Frieden, durch einige Hofränke unmuthig gemacht, s. Abschiedund ging nach Rom . Hier widmete er sich der Kunst, bis er 1814, nach der Wie-derherstellung des Königthums, nach Pari? zurückkehrte, wo er s. Arbeiten fortsetzte.Zum Mitglied„der Akademie und Oberaufseher der königl. Kunstsammlung ernannt,ordnete er die Überreste des von den Verbündeten geleerten Museums. Er machte1817 eine Reise nach Griechenland, Sorien und Ägypten , die er beschrieben undmit schonen Zeichnungen begleitet hat. 1821 ward ihm die Oberaufsicht über dieKünste, Kunstdenkmale und die Kunstsachen in den Departements aufgetragen.Die neue Einrichtung des Museums, das aus einer Galerie und 20 großen <M>lenbesteht, ist s. Werk. Ihm verdankt man auch die Stiftung desNationalmuseumS(Arbeiten franz. Künstler) im Palast Lurembourg und des Museums in Versailles .Seine Reise nach Sicilien gab seiner Sammlung von Handzeichnungen einen Zu-wachs. den Osterwald u. d. T.: „Erinnerungen aus Sicilien", herausgegeben hat.Au s. geschätztesten Gemälden gehören: IneS de Castro , der Tod des PliniuS,Gonsalvo von Cordova, ein pestkranker Araber. In s Jugend schrieb er einigeTheaterstücke, u. A. gemeinschaftlich mit Revoil in Lyon ein artiges Vaudeville:„Sterne, oder die empfindsame Reise", und einen Roman: „Karl Barrunore".

Forcellini (Egidio), ein italienischerPhilolog, berühmt als Lexikograph,geb. 1688 in einem Dorfe unweit Felire, im ehemaligen venckianischen Gebiete.Die Armuth seiner Ältern hinderte ihn, eine Schule zu besuchen, und er war schon