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Vierter Band. F bis G.
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Förster (Johann Georg Adam)

er reiste ohne die geringste Belohnung im Aug. 1766 nach London . Hier erhielt ersich und s. Sohn Georg theils durch Verkauf mehrer von s. Reise mitgebrachtenSeltenheiten, theils durch Übersetzungen. Zwar wurden ihm mehre amerikanische Predigcrstcllen angetragen; allein er schlug sie aus, indessen sein Sohn Georg eineStelle auf einem Comptoir annehmen mußte. Er selbst ging als Pros. der Natur-,geschickte und der sranz. und deutschen Sprache nach Warringlon in Lancashire ,wohin auch s. Frau, Georg und s. übrigen 6 Kinder nachfolgten. Hier unterrichteteer, selbst als er die Professorstelle niederlegte, dieIugend, und lebte mehre Jahre innickt unangenehmen Verhältnissen. Endlich kam der Antrag an ihn, den CapitainCook bei s. zweiten Entdeckungsreise als Naturforscher zu begleiten. Er nahm ihngern an und ging mit seinem damals 17jährigen Sohne den 26. Juni 1772 vonLondon ab. Diese Reise, aus welcher sie volle 3 Jahre zubrachten, hat der Sohn,Georg F., in dem berühmten Werke (Lond. 1777, 2 Bde., 1., und deutsch Berl.1778 u. 1780) ausführlich beschrieben, da dies dem Vater, welchem es zur Be-dingung gemacht werte», Nichts für sich von dieser Reise drucken zu lassen, nichterlaubt war. Der Vater gab nachher s. reichen Bemerkungen über Gegenständeder phvsiscb.n Erdbeschreibung, Naturgeschichte unk Philosophie, die er aus die-ser Reise gesammelt hatte, zu London 1778 in 1. (verdeutscht von s. Sohne zuBerlin 1783) heraus. Die Welicharte, welche die berühmten Weltumsegler aufihrer Reise mit hatte», befindet sich in der Galerie zu Wörlitz . Belohnungen wur-den übrigens Reinhold F. so wenig tu Theil, daß er vielmehr bei s. zahlreichenFamilie i» Schulden aerietb und deßwegen verhaftet wurde, bis ihn der HerzogFerdinand v. Braunschweig befreite. Endlich ging er 1780 als Pros. der Natur-geschichte nach Halle, wo er 18 I., bis an seine» Tod, eine Zierde dieser Akademiewar. Auch hier schrieb er fleißig und war mit Übersetzung der neuesten Reisen ausmehren Sprachen, unter welche vorzüglich die von Cook'S dritter Reise gehört, be-schäftigt. Dabei fehlte es nicht an Verdrießlichkeiten, welche ihm s. Heftigkeit,s. Geradheit und s. offenes Herz zuzogen ; auch sein Hang zum Spiel und die Be-gierde, seine Sammlungen um jeden Preis zu vermehren , setzten ihn oft in großeVerlegenheit. Der Verlust s. trefflichen Sohnes Georg vermehrte diese Leiden noch.Er starb den 9.Dec. 1798. Seine Tochter Wilhelmine wurde Sprengel'S Gattin.Scharfsinn und schnelle Fassungskraft waren bei diesem merkwürdigen Manne zu-gleich mit dem bewundernswürdigsten Gedächtniß verbunden. 17 lebendige undtodte Sprachen redete oder schrieb er. Er besaß eine höchst seltene Kenntniß der Li-teratur in jedem Fache; in der Geschichte, der Botanik und Zoologie wieder immermit s.Sohne als einer der ersten Entdecker des verflossenen Jahrh, glänzen. Ob-gleich von heftigem, aufbrausendem Temperamente, hatte er dennoch so viel Gut-müthigkeit, daß er nicht leicht beleidigte. Er war ausnehmend gefällig unk dienst-fertig; auch fremden Verdiensten ließ er volle Gerechtigkeit widerfahren. Eine un-erschütterlich frohe Laune gab s. Umgänge ein eignes Interesse. In s. zahlreichenSchriften, unter denen s. oben erwähnten „Beobachtungen auf einer Reise um dieWelt", s. „Geschichte der Schifffahrten und Entdeckungen im Norden", sowie s.„Antiquarischer Versuch über den ByssuS der Alten" die erste» Stellen einnehmen,war sein Styl zwar kräftig und lebhaft, aber nicht ganz rein.

Förster (Johann Georg Adam ), der älteste Svhn des Vorhergehenden, geb.den 26. Nov. 1754 zu Nassenhuben bei Danzig , folgte s. Vater. 11 I. clt, nachSaratow, und sehte IN Petersburg s. unter des Vaters Leitung begonnenen Studienfort. Als dieser sich nach England begab, wurde er bei einem Kaufmann in London in die Lehre gegeben; indeß nöthigte ihn seine schwache Gesundheit bald, dw Hand-lung zu entsagen. Er kehrte zu s. Vater nach Warrington zurück, setzte seine Stu-dien fort, übersetzte mehre Werke inS Englische, und gab in einer benachbartenSchule Unterricht un Deutschen und Französischen. Dann ».achte er, nebst s.