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auch ätherischen Körper pachte, war man genöthigt, dasselbe in einen bestimmten,von diesem Leben geschiedenen Raum zu versetzen. Da« Unsichtbare aber wird zu-nächst als unterirdisch vorgestellt. Daher der Glaube an eine Unterwelt (s. d.),oder ein Todtenreich, mit dem Glauben an die Fortdauer in der engsten Ver-bindung steht. Zudem die Phantasie nun den Wechsel der Zustände auch auf einandres Leben überträgt und ein ununterbrochenes Fortbilden der Natur in verschie-denen Formen, was auch der Erhaltung des todten Körpers widerstrebte, oder einFortschreiten des Geistes auf verschiedenen Stufen annimmt, entwickelt sich dieLehre von einer Metensomatose oder Metempsychose. (Dgl. Seelenwande-ru ng.) Ferner hängt mit dem Glauben an eine Unterwelt wiederum der Glaube anErscheinungen (Gespenster ), Todtenbeschwörungen mit Einwirkung der Verstorbe-nen auf die Lebenden zusammen, die sich in spätern Zeiten bei den Völkern entwickeln.Nach den Bedürfnissen und der Bildung gestaltete man sich den Zustand nach demTode früher auf eine sinnlichere Art, und zwar so, daß Das, was man hienieden fürVorzug und Verdienst hielt, auch dort als Solches sich geltend machen sollte, aberAlles, wag alsSchwäche und Unvollkommenheit verachtet wurde, auch jenseits einenunvollkommenen Zustand bewirkte. Natürlich war es ferner, daß die Fortdauernach dem Tode mit dem Leben auf dieser Erde in Verbindung gebracht wurde, undso trat der Zustand nach dem Tode in Beziehung auf Das, was nian für Bestim-mung des Menschen hielt, mit dem Begriffe der Vergeltung, welcher moralischenUrsprunges ist, in Verbindung. Daraus entwickelten sich die Vorstellungen vonBelohnungen und Strafen nach dem Tode, und von besondern Arten für dieselben(Hölle und Himmel), welche die Phantasie der Völker mannigfaltig ausschmückte.Erst unter Voraussetzung der Vorstellung von einem vergeltenden Zustande scheintsich die Lehre von einer Auferstehung oder Wiederbelebung der Grundstoffe) desmenschlichen Körpers entwickelt zu haben. Mit dieser und mit der Seelenwande-rung scheint die Lehre von einem dem Seelenschlafe entgegengesetzten Reinigungszu-stande (,>»i !;.-,t<» in,n) zusammenzuhängen, sowie die Annahme eines Gerichts nachdem Tode in der Unterwelt (wie das des Osiris, der drei Richter in der griechischenMythologie), oder eines Gerichts am Ende der Welt oder einer Wiederkehr in dieOberwelt. So war die Unsterblichkeit theils beschränkter und roher, theils umfas-sender und geistiger. Spuren von dem Glauben an die Fortdauer des Geistigennach dem Tode liegen schon in der frühe» religiösen Verehrung verstorbener Perso-nen. Der reinere Glaube an die Unsterblichkeit ist erst durch die christliche Religionherrschend geworden. Dieser christliche Glaube an tue Unsterblichkeit zeichnet sichaus theils durch die Zuversicht und Gewißheit, mit welcher er sich ausspricht, theilsdurch die Beziehung auf das Religiöse und Sittliche in, Menschen. Nur der edlereund wesentlichere Theil des Menschen soll nach ihm leben. Wir wandern »ach ihmaus diesem Vorbereitungsleben in ei» andres, wir lasten an der Schwelle desselbendie Hülle, aber nehmen das tröstende oder quälende Bewußtsein unserer freienHandlungen mir hinüber zu Segen oder Strafe. Man hat über diese für dasmenschliche Herz so anziehende» Gegenstände zwei sehr lesenswerthe Schriften vonEintenis: „Elpizon, oder über meine Fortdauer im Tode", und „Pistevon, oderüber das Dasein Gottes" (auch als Anhang zum „Elpizon" betrachtet).
F o r t i f i c a t i o n , Befestigungskunst, s. Kriegsbaukunst.
Fortinguerra (Niccolo), geb. zu Pistoja 1674, Prälat an dem HofePapst Clemens XI. , einer der besten italienischen Dichter aus der ersten Hälfte des18. Jahrh., welcher die verwandten Manieren Ariostv's, Berni's und Taffoni'üglücklich zu vereinigen wußte. In seinem »ach einem Paladin Karls d. Gr. genann-ten epischen Gedichte: „Richarde!" („Ilwcüuiletto"), wollte er zeigen, daß Ariosto nachahmlich sei. Den ersten Gesang desselben soll er in einer Nacht angefangen