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Fossile Knochen Fouchs
Napoleons. Mit großem Eifer sprach er damals für die Unabhängigkeit Italiens und machte sich, als Murat s. Kriegszug unternahm, den Anreichern so verdächtig,daß er e? gerathen fand, Italien zu verlassen. Er ging nach der Schweiz , und lebteseit 1815 in London , wo s. treffl. „Iti^coica 5»l le^io üi Il.nite" 1826 erschien.F. starb in London den 11. Scpt. 1821. Sein größeres Werk über Dante, dener als Apostel einer verbesserten Religion darstellt, erschien nach s. Tode.
Fossile Knochen, s. Urwelt.
Fossilien, 1) svnon. mit Mineralien; 2) mit Versteinerungen.
Forhergill (John), engl. Arzt, Sohn eines Brauers, geb. am 8. März1112 zu Earrend bei Richmond in der Grafsch. Port und erzogen in einer Erzie-hungsanstalt der Quäcker zu Richmond, bekannte sich s. ganzes Leben hindurch zudieser Sekte. Er studirte Medicin zu Edinburg , ward an dem St.-Thomashospitalin London angestellt, machte dann 1110 eine gelehrte Reise durch Holland, Deutsch-land und Frankreich, und ließ sich in London nieder, wo er 30 I. hindurch, als derberühmteste der damaligen Ärzte, eine ausgebreitete Praxis trieb. «Leine Geschick-lichkeit und sein Fleiß, sowie seine Wohlthätigkeit gegen die Armen, denen er fort-während große Summen austheilte, erwarben ihm allgemeine Achtung. Als 1146die häutige Bräune in London epidemisch wurde, befolgte F. in der Behandlungderselben eine neue Methode, gebrauchte Brechmittel und Mineralsäuren, und brachteseine Kranken fast alle glücklich durch. 1148 gab er eine Schrift: „Über dieNaturund Behandlung der Brandbräune", heraus, die in verschiedene Sprachen übersetztwurde. Noch beschäftigte sich F. eifrig mit der Kräuterkunde. Er kaufte 1162zu Upton ein großes Stück Feld und legte da einen botanischen Garten an. Durchdie besten Künstler in London ließ er die Pflanzen s. Gartens abzeichnen; nach s. Todekamen 1200 solcher Zeichnungen in das kais. Eabinet zu Petersburg . Sein zoologi-sches und mineralogisches Eabinet gehörte zu den vorzüglichsten in England. Er er-richtete auf s. Kosten eine große Erziehungsanstalt für arme O.uäkerkinder. Zu s.Liebling-entwürfen gehörte die Abschaffung des Negcrhandels. Er starb am 16.Dec. 1180. Nach s. Tode gab Elsiot eine vollst. Samml. s. Medicin, lind Philosoph.Werke, mit s.Lebensbeschreib. (Lond. 1181 heraus (deutsch,Altenb . 1185, 2Bde.).
Fötus heißt der tlsierische Keim (Embrpo) dann, wenn eine der Gattungentsprechende Gestalt aus ihm sich entwickelt hat. Nach den verschiedenen Thier-gattungen geschieht dies zu Verschiedenen Zeiten, je nachdem die Geburt früher oderspäter eintritt. Bei Kaninchen z. B., die alle 4 Wochen Junge zur Welt bringenkönnen, muß dies früher geschehen als bei den Katzen, Hunden u. s. w. BeimMenschen hebt es gewöhnlich von der 3. und 4. Woche an, im 6. und 1. Mo-nate heißt er Frucht, bis zum 10. Kind. Mit der Unterscheidung dieserBegriffe wird es jedoch nicht so genau genommen; einmal ist der BegriffEmbryo, ein andres Mal Fötus oder Frucht für alle, und Kind heißt der Fö-tus dann erst, wenn er zur Welt gekommen ist. Frucht scheint der passendsteName zu sein.
F o u ch (Joseph), Herzog von Otranto . Wenn die Geschichte überhauptdie denkwürdigen Männer eines Zeitalters nicht nach einem frühern oder spätern be-urtheilen und würdigen darf, sondern allein nach dem Charakter der Zeit, in der sielebten, so gilt dies noch weit mehr von den Männern eines Zeitalters, dessen Jahr-bücher noch nicht geschlossen sind. F. gehört ganz dem Zeitalter der franz. Re-volution an. Die innere Nothwendigkeit dieser großen Begebenheit und der Artihrer Entwickelung hat die Geschichtsforschung insoweit wenigstens erklärt, daß maneinsieht, der Maßstab der Geschichte für diese Begebenheit darf nicht derselbe sein,nach welchem sie ein Volk und Menschen richtet, deren Leben in eine Zeit fällt, inwelcher die moralisch-politische Entwickelung der gesellschaftlichen Ordnung gesetzlichfortschreitet. F. darf daher so wenig als das franz. Volk, dessen böser Genius