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Vierter Band. F bis G.
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Nach Bonaparte's Rückkehr aus Ägypten wirkte er mit zur Aufrichtung der Ton-,sularregierung am 18. Brumaire. Er ward deßwegen als Polizeiminister bestä-kigt. Die Partei Beauharnais und Iosephine, welche mit Lucian gespannt war,schloß sich an ihn an. Er entdeckte den Briefwechsel einiger königl. Agenten undmachte ihn bekannt. Er vereitelte die Verschwörung Arena's, Ceracchi's und To-.pine Lebrun's, und zog die Urheber der Höllenmaschine vor Gericht. Doch war erweniger geneigt zu gewaltsamen Maßregeln, und bewirkte das Meiste durch Kund-schafter, Bestechung und Verführung. Indem er viele Royalisten vor Bona-parte's Rache schützte, diesen aber mit der Furcht vor Verschwörungen ängstigte,suchte er sich selbst allen Parteien nothwendig zu machen. Wie er über die Grund-sätze seiner Amtsführung dachte, sieht man aus den Umschreiben, die er erließ.Allein Napoleon war damit nicht einverstanden, sondern errichtete eine besondere,geheime Polizei. F. fiel in Ungnade und wurde den 15. Sept. 1802 in den Se-nat versetzt. Er lebte 21 Monate von Geschäften entfernt. Damals vereinigteNapoleon , auf Luc,ans und Josephs Roch, die Poche,/»,, der Justiz, unter demGroßrichter Regnier. Doch die Gährung, welche über die kais. Polizeimaßregeln,besonders zur Zeit des Processes von Moreau, entstanden war, nöthigte den Kaiser,F. im Juli 1804 wieder an die Spitze des Polizeiministeriums zu stellen. Savaryblieb jedoch Chefvon Napoleons besonderer Polizei; F.aber hatte die Gefängnissedes Temple unter seiner Verwaltung. Darum wurde ihm die angebliche Ermor-dung des engl. Tapitains Wrightss. d.) Schuld gegeben; allein dieses Gerüchtist hinlänglich widerlegt. Jener Staatsgefangene hatte sich selbst am 21. Oct.1805 mit einem Rasirmesser die Kehle abgeschnitten. Während Bonaparte durchseinen Eroberungsgeist im Auslande beschäftigt wurde, erhielt F. die Ruhe im In-nern. Vergebens suchte er die Thätigkeit des Kaisers auf die innere Verwaltunghinzulenken und ihn von dem, Entwürfe gegen Spanien abzuhalten. Als Napo-leon 1809 an der Donau mit Östreich Krieg führte, und die Engländer Walcherenbeseht hatten, bot F., der zugleich Minister des Innern und in dems. Jahre zumHerzog von Otranto ernannt war, allenthalben die Nationalgarden auf; allein dieWorte seines Aufrufs: „Beweisen wir, daß Bonaparte's Gegenwart nicht noth-wendig ist, um unsere Feinde zurückzuschlagen", bewirkten seine abermalige Un-gnade. Doch ward er im Juni 1810 zum Gouverneur von Rom ernannt, sollteaber dem Kaiser seine Briefschaften zustellen. Da er dies standhaft verweigerte, soward er in seine Senarorie Aix verwiesen. Doch rief ihn Bonaparte bald zurück;allein F. konnte nicht mit den Ansichten des Kaisers übereinstimmen und ging aufseine Güter. In der Folge berief ihn Napoleon nach Dresden und ernannte ihnim Juli 1813 zum Statthalter von Illyrien ; der Krieg nöthigte ihn aber bald,nach Frankreich zurückzugehen; Napoleon schickte ihn hierauf nach Neapel . End-lich kam F. nach Paris zurück, als Jener abgedankt hatte. Er schlug dem Exkaiservor, statt nach Elba, nach Amerika zu gehen. Ebenso vernünftig waren die Vor-schläge, die er den Ministern Ludwigs XVIII. mittheilte. Hätte man auf ihn ge-hört, so würde die Katastrophe im März 1815 wahrscheinlich nicht stattgefundenhaben. Da F. sah, daß neue Leidenschaften an die Stelle der alten getreten waren,so ging er aufs Land. Unzufriedene suchten vergebens, ihn in ihre Verbindung zuziehen. Sein Brief, den ervon seinem Schlosse Ferrü reö bei Paris , den25.Sept.1814, an ein Mitglied deö CongresseS zu Wien schrieb, enthält gewissermaßen seinpolitisches Glaubensbekenntniß. Bei der Landung Bonaparte's sollte der Herzogvon Orranto, weil er zu einem Prinzen bei der Prinzessin von Vaudemont gesagthatte: <>>,'/! ewit trup tarcl jiour gu i! >>üt üer-ii >2 L2U?e ,1» rc>i. verhaftet wer-den; allein er entkam durch einen geheimen AuSgang. Bonaparte berief ihn sofortzu sich; doch F. nahm von ihm nicht eher das Polizeiministerium an, als aufseine Versicherung, daß Östreich und England die Rückkehr Napoleons insgeheim