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Fronde
nmg seines lieben Meisters und Herrn, des Mestire Robert de Namur, eine (be-schichte der Kriege seiner Zeit zu schreiben, ivelcheBeschäftigung, da er zugleich mehreReisen unternahm, um den Schauplatz der zu beschreibenden Begebenheiten zu un-tersuchen, auch mit dazu diente, ihn in etwas von einer Neigung zu heilen, die erzu einer jungen und reitenden, aber weit über seinen Stand erhabenen Dame ge-faßt hatte, mit weicherer durch gemeinschafil, Lesen von Dichtungen und Romanenvertraut worden war. Die später erfolgte Vermählung dieser Dame machte ibn sounglücklich, daß er nach England ging, wo man ihn günstig aufnahm, und Phi-lippe de Hainaut , K. Eduards III. Gemahlin, sich zu seiner Beschützerin erklärte.Diese verschaffte ihm auch die Mittel, einige Zeit wieder in Frankreich in der Näheseiner vornehmen Angebeteten leben zu können. Bald aber kehrte er an den Hof vonEngland zurück, wo man den fröhlichen Dichter und Sänger edler Ritterthaten sogern hatte. Von hier aus iLchoitland bereisend, folgte er dem schwarzen Prinzennach Aguitanien und Bordeaux, und wollte ihn sogar aufs. Zuge nach Spanien ge-gen Heinrich Trastamare begleiten. Später ging er mit dem Herzog von Clarencenach Italien , als dieser die Tochter Galeazzo Disconki's heirathete, und ordnete dieFestlichkeiten an, welche der sogen, grüne Graf, AmadeuS V I. von Savohen, seinemHerrn zu Ehren gab. .Nach dem Tode seiner Gönnerin Philippe gab F. alleVerbindung mit England auf und trat, nach manchen Abentheuern als Diplomatund Krieger, wozu er sich übrigens, wie er selbst erzählt, gar nicht schickte, alsHauS-kaplan in die Dienste des Herzogs Wenzel v. Brabant, der selbst Dichter war, undvon dessen Poesien, die er mit den seinigen vermischte, er eine Ausgabe veranstal-tete, die eine Art von Roman : „Meliador", bildet. Nach Wenzel'-? Tode ging erin die Dienste des Grafen Gui de Blois, der ihn ermunterte, s. Chronik fortzusetzen,weshalb er eine Reise zu dem Grafen Gaston Phöbus de Foy unternahm, um ausdem Munde der an dessen Hofe lebenden bearnischen und gasconischen Ritter dieThaten zu hören, welche sie verrichtet hatten. Auf diesem Wege ward er mit demRitter Messire Espaing du Lion bekannt, der alle Kriegszüge mitgemacht hakteund ihm die Data davon so offen und naiv ertheilte, daß der aus diesen Berichtenentstandene Theil der Froissai t'schen Chronik, in Betreff des Tons und Stpls, zudem Besten gehört, was der Dichter lieferte. Nachdem er viele Abenteuer bestan-den, ging er noch ein Mal nach England, wo Richard II. , ein Sohn des schwarzenPrinzen, herrschte, Als dieser Fürst den Thron verlor, ging er nach Flandern , woer 1401 starb. Seine GeschichkSerzählungen, die bis 1400 reichen, kl agen in Co-lorit und Stvl ganz das Gepräae seines bewegten Lebens. Sie sind köstliche Docu-mente des Charakters und der Sitten seiner Zeit. Von den Copien s. Geschjchrs-werke, die man in verschiedenen Bibliotheken findet,stst die alif der breslauei Biblio-thek die beste und vollständigste, die deßhalb auch so hoch gehalten wird, daß man,als 1806 die Franzosen diese Stadt durch Capitulatian einnahmen, in einem Artikeldieses Vertrags ausbedung, daß dies Manuseript der «Ltatk verbliebe. Froissai t'SPoesien aber werden ün Manuseript in der königl. Bibliothek in Paris aufbewahrt.Von s. Chronik von Frankreich, England, Schottland, Spanien und Bretagne von15Ü6 — 1400 (durch einen Unbekannten bis 1498 fortges.) erschien früh in Paris eine Ausg. in 4,, in 4 Bdn., die 1503, 1514, 1518 und 1530 neu gedruckt wor-den ist. Andre Ausgaben sind später zu Paris und London , eine Übersetzung vonTh. Iones ist in England 1803, mit einem Suppl. 1810 erschienen. Auch hat maneine Übersetzung ins Flamändische von G. P. van der Loo. Die von Dacier begon-nene neue Ausg. der Froissart'sche» Schriften blieb durch dieRevolution unvollendet.
Fronde, eine Partei, welche sich während der Minderjährigkeit Lud-wigs XN . dem Hofe und dem Cardinal Mazarin widersetzte, den nach Ludwigs X II I.Tode (1643 die Regentin Mutter zum ersten Minister erklärt hatte. Richelieu'S Despotismus schien unter der Verwaltung dieses Ausländers unter andern Formen