Band 
Vierter Band. F bis G.
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Galiläa

Galilei

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Batteux, Arnauld, Barthelemy, Mad. d'Epinay u.A., deren Briese an ihn mehrals 20 Bde. ausmachen. Mit s. seltene» Einsichten diente er dem Staar in denwichtigsten Angelegenheiten bis an s. Tod, den 30. Oct. 1186, während er in meh-ren Fächern der Wissenschaften unermüdet fortarbeiteke. Die ungemeine Schnell-kraft s. Geistes machte ihm leicht, was Andern schwer fällt. Vieles, was er nie stu-dirt hatte, ergründete er so schnell, daß er vortrefflich darüber sprechen und schreibenkonnte; er schrieb aber am liebsten über neue, wenig bearbeitete Gegenstände undsolche, die den Nutzen und Ruhm s. Vaterlandes zum Zwecke hatten. In einemBriefe vorn 13. Dec. 1110 an Frau v. Epinay sagte er über sich und s. Schriften:„Wenn Jemand über mein literarischeS Leben Etwas sagen will, so wisse er, daßich 1128 den 2. Dec. (zuChieti in Abruzro) geboren bin, daß ich 1118 durch einenpoetischen Scherz und eine Leichenrede auf unsern ehemaligen Henkersknecht Domi-nico Iannoccone, ruhmwürdigen Andenkens, bekannt wurde, daß ich 1119 meinBuch über das Geld und 1154 meine Gespräche über das Getreide herausgegeben,1155 aber meine Abhandlung über die Naturgeschichte des Vesuvs geschrieben habe.Sie ist nebst einer Sammlung vesuvischer Steine dem Papste Benedick XI>. über-schickt und nie gedruckt worden. Ferner soll man wissen, daß ich 1156 zum Mit-gliede der Akademie von Herculanum ernannt wurde, und daß ich viel an dem erstenBande der Kupfer gearbeitet habe; daß ich sogar eine große Abhandlung über dieMalerei der Alten geschrieben; daß ich 1158 die Leichenrede auf Papst Bene-dicl X I V. (welche mir von meinen Werken am besten gefällt) herausgegeben habe;daß ich in der Folge Politiker geworden und in Frankreich nur Bücher gemacht habe,welche das Tageslicht nicht gesehen" ic. Die Schreibart der „Db-login!> -x,, 1,-onnnx'ecL >>05. klcil-," bewundert selbst Voltaire ; sie bekämpfen mit treffendemWitze die damals herrschende Partei der Ökonomisten und sind, obgleich nur Bruch-stück, das ausgezeichnetste der bis jetzt bekanntgewordenen Werke ihres VfS., ausdessen ansehnlichem literarischen Nachlasse 1818 zu Paris eine „(sone.-.;»,,,>!.->,>>winäüitc »ven XI. ck'lIünuv, lo 8. cle I kolkaeli. le ii, kle tlriniin et aulies per-zonnapie» celekre; ein 18me slccle eto." in 2 Bdn. erschienen ist, XI.

Galiläa, zu den Zeiten Jesu, die nördlichste Provinz von Palästina,welche gegen Morgen von dem Jordan, gegen Mittag von Samaria , gegen Abendvon dem mittelländ. Meere und Phönizie» und gegenMitfernacht von Syrien unddem Gebirge Libanon begrenzt, meist von armen Fischern bewohnt war. Als dieWiege des Christenthums hat dies kleine Land allgemeines Interesse. Hier lag Na-zareth, in dem Jesus aufwuchs; hier floß der Jordan, an dessen Ufer» er sein Lehr-amt begann und seine Jünger sammelte; Kana, wo er sein erstes Wunder verrich-tete, Kapernaum , am See TibwiaS, das ihn oft in seinen Mauern sah, Nain,wo er den Jüngling vom Tode erweckte, waren galiläisebe Städte; hier lag derHügel, auf dem er seine Bergpredigt hielt (jetzt der Berg Christi genannt), hier derBerg Tabor, wo ihn die Jünger in seiner Verklärung sahen. Die Bewohner tiefesLandes wurden wegen ihrer geringen Bildung undeinfachen Sitte von den Iudaernverachtet, und daher auch die Christen anfangs, weil ihre Religion vorzüglich in Ga-liläa entstanden war, spoktweise Galiläer genannt. Jetzt schmücktet Galiläa mit denübrigen Provinzen Palästinas als ein Theil der Statthalterschaft Damask in Sy-rien oder Soristan unter dem Drucke der türkischen Oberherrschaft, Beduinen, undRäuberhorden schwärmen in verödeten Thälern umher, und nur jene heiligen Örterwerden noch von wenigen, hart bedrängten Christen bewohnt. I,'.

Galilei (Galileo), um die Naturlehre durch Entdeckungen unsterblich ver-dient, wurde 1564 zu Pisa gebore». Sein Vater, Vicenzo G., ein florentinifcherEdelmann, ließ ihn in den alten Sprachen, im Zeichnen und in der Musik unter-richten, wobei er schon früh eine lebhafte Neigung zu mechanischen Arbeiten reigte.1581 besuchte G. die Universität Pisa, um die Ärzneiwissenschaft und die Aristote -