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Geheime Gesellschaften
»,n, dafi die meisten nicht von den untern Classen der bürgerlichen Gesellschaft,sondern gerade von den höher» Stünden in dem Interesse der Regierungen gesns.tet worden sind, obgleich sie nachher oft einen Charakter angenommen haben, wel-cher nicht in der Absiebt ihrer Stifter lag. So die Carbonari und der Tu-gendverein, so die Hetairia (s. d.) und mancbe andre ähnliche Verbindung.Auch diejenigen, welche gegenwärtig vielleicht von obenher begünstigt werden,weil man sie für Anhänger der absoluten Staatoherrsebast und eines blinden Ge-horsams in Glaubenssachen hält, die 8oeicsi> <Ie! NIIIN llo, stelln snnin löste, stei«iimxi-ilen'i.iN werden sich bald genug, wenn sie ihres Sieges gewiß zu sein glauben,als ein spröder und schwer zu behandelnder Stoff beweisen. Denn einer reinenAufopferung für das Allgemeine der Menschheit sind nur Wenige fähig, und allediese Verbrüderungen wollen die Früchte ihrer Arbeit selbst genießen. Ein allge-meines politisches oder rechtliches Urtheil über geheime Gesellschaft läßt sich daheraar nicht fällen. In Zeilen allgemeinen Elends — denn welches Elend kann fürein Volk größer sein, als wenn Wahrheit und Gerechtigkeit von der Erde verbanntzu werden scheinen — sind sie allein oft stille Bewabrer des heiligen Feuers, die Er-bauerinnen einer reinen Religion und der ewigen Wabrheiten des Rechts gewesen.Selbst die christliche Religion hat sich geraume Zeit nur in der Hülle einer geheimenBrüderschaft den Verfolgungen eines Nero und andrer Ungeheuer einigermaßenentziehen können. Allein ebenso oft ist auch das Geheimniß nur für wahre Werkeder Finsterniß in Anspruch genommen worden, und sehr unheilige Absichten, Ver-keüerungSsucht, Fanatismus, Rache, Herrschbegierde, haben noch überdies, wiedie beilige Feme in Deutschland und die fast gleichzeitige 8,-,nln Ilerimimlnst (hei-lige Brüderschaft) in Spanien den Namen des Heiligen dabei gemißbraucht. Ge-walt ist selten gegen diese Verbrüderungen sehr wirksam gewesen : je strenger dieVerfolgung ist, desto mehr Künste erfindet man, um ihr auszuweichen. Das ein-zige, aber auch entscheidende Mittel gegen sie ist, sie unnölhig zu niacben. Je grö-ßer der Spielraum ist, welcher dem Menschen zu einem selbsigewählten Wirkenöffentlich verstattet wird, desto weniger Anlaß bleibt ihm zum geheimen. Es ist,als ob die Menschen im Ganzen ein gewisses Maß von Kräften verbrauchen müß-ten, welches sich am meisten nach klimatischen Verhältnissen zu richten scheint. Diegemäßigten Zonen bedürfen davon das Meiste z läßt man sie dies nicht im freienöffentlichen Wirken, im Gemeindewesen, und in öffentlicher Verbindung zu jedemerlaubten Zweck ungestört verbrauchen, so wendet sich dieser Trieb der Thätigkeitsogleich dem Geheimen zu. Der Staat verliert aber dabei nicht nur den großenVortheil, welchen er von dem Gemeinsinne der Bürger ziehen kann, wenn er ihnendas Wirken für das Allgemeine möglichst frei gibt; sondern er stört auch selbst dasVertrauen und gewöhnt die Bürger zum Ungehorsam. Auch der Forschungstriebder Menschen läßt sich Wahrheiten, welche er einmal gefunden hat, nicht wiedernehmen, und zieht sich, wenn die Lehrfreiheit öffentlich genommen wird, nur in dieVerborgenheit damit zurück, wo sie ebenso gewaltig fortwirken, und sich vielleichtnur noch weiter verbreiten, noch tiefer mit deni Gemüthe der Menschen zusammen-wachsen. Denn dann verstärken sich gegenseitig die beiden Reize des Verbotenenund des Geheimen, und Mancher hält nur darum an ihnen fest, weil er durchsie sich und seinem Thun eine Wichtigkeit zu geben glaubt, nach welcher erohne sie vergebens strebte. Wie nur Licht und Luft der Pflanzenwelt ein ge-sundes, kräftiges Leben verleiben. Giftpflanzen aber im Schatten aufwachsen,so ist auch Öffentlichkeit und Freiheit dem Volksleben am heilsamsten, und esist schon ein schlimmes Zeichen, wenn ein geheimes Treiben überband nimmt.Aber auch dagegen sind Gerechtigkeit und Wahrheit und eine für Alle gleicheGerechtigkeit die besten, ja ^ie einzigen Gegenmittel, 37.