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bei Marburg, Albrechtsberger , Dach, Türk und Müller findet. Diese Bezifferungerfand Viadana, zu Anfang des 17. Jahrh. Capellmeister an der Domkirche zuMantua . Deßhalb nennt man sie öfters auch die italienische Tabulatur. 00.
Generalpachter in Frankreich , eine Gesellschaft von Unternehrmern, welche gewisse Gefalle, besonders das Salz - und Tabacksmonopol, die Bin-nenzölle ( I'niiie-), die Eingangszblle von Paris , den Gold- und Silbcrstcmpel u.a.m. für eigne Rechnung erhoben und dem Staate ein jährliches Quantum zahl-ten. Unter Franz I. wurde zuerst 1518 die Salzstcuer mittelst Verpachtung desausschließliche» Salzhandcls in jeder Stadt erhoben. Zn derFolge nöthigte Sully1599 die Generalpachter, ihreConkracte niit den Unterpachtern vorzulegen, wodurchmau zuerst erfuhr, welchen Gewinn sie bisher eigentlich gehabt hatten. Er ver-pachtete sodann das Salzmonopol an die Meistbietenden, wodurch der Ertrag bei-nahe aus das Doppelte stieg, und zog nun alle Gefalle wieder dazu, welche die Gro-ßen des Reichs unk die Günstlinge der vorigen Regenten theils Pacht - oder pfand-weise, theils durch Kauf oder Schenkung an sich gebracht hatten, wodurch er diekönigl. Einkünfte um 600,000 Thlr. jährlich erhöhte. 1728 vereinigte die Regie-rung mehre einzelne Pachtungen in die ierme gcü,<ra/e, welche alle 6 Hahre durchöffentliche Versteigerung mit einer Gesellschaft von 60 Mitgliedern erneuert wurde.1789 waren 14 Generalpachter, deren Pacht 186 Mill. betrug. Sie bildeten eineArt von Finanzcollegium, welches die verschiedenen Gegenstände ihres PachlS, dieAnstellung der Beamten, das Rechnungswesen, die Herbeischaffung des Salzes undTabacks, die Beitreibung der Gefalle, die gerichtl. Angelegenheiten, in 11 ver-schiedenen Deputationen verwaltete und ein Heer von Unterbeamten hatte. DieseArt der Verwaltung war nicht die vortheilhafteste und kostete dem Unterthan weitmehr, als sie dem Könige einbrachte. Man hatte daher den Gewinn der General-pachter schon von Heinrich I V. an zu beschränken gesucht, und Nccker gibt solchen,doch augenscheinlich zu niedrig, auf 2 Mill. jährl. an. Dies wäre sehr mäßig ge-gen die Mißbrauche der ältern Verwaltung gewesen, von welcher Sully sagt, daß,als er die Finanzen übernommen, das Volk 150 Mill. bezahlt habe, wenn derStaat 30 Mill. habe erhalten sollen. Es wäre auch, indem auf jeden einzelnenGeneralpachter jährlich nur ein Überschuß von 15,000 Livr. gekommen wäre, nichthinreichend gewesen, den Haß zu erklären, mit welchem die Generalpachter beladenwaren. Doch muß ein sehr großer Theil dieses Nationalgefühls, welches zu denAusbrüchen der Revolution so Vieles beitrug, der Beschaffenheit der Abgaben zuge-schrieben werden, welche auf diese Weise erhoben wurden, wie schon im Art. Frank-reich auseinandergesetzt worden ist. Wenn alles Zollwesen wegen der damit ver-knüpfte» Unbequemlichkeiten für den Verkehr, wegen der Strafen und der den Zoll-beamten einzuräumenden Gewalt den Völkern verhaßt ist, so war es in Frankreich dieSalzsteuer und das Tabacksmonopol doppelt, wegen ihrer Ungleichheit und ihrerHöhe. Schon Necker bemerkte, in dem Capitel über das Reichwertcn der Finanz-männer („lw !'->(>i»i„>i,ii-.>ii>ui <l,'i tiiu>»<',!>", ill. cd. 12), daß hierein richtigesmoralisches Gefühl zum Grunde liege, obgleich er sich mit großer Schonung undVorsicht darüber ausspricht. Das Volk sah nämlich sehr wohl, daß die Reichthü-mer derFinanciers (wozu außer den Generaleinnchmern, die Directoren der von derRegierung selbst verwalteten Einkünfte, die Trcsoriers und Hofbanquiers, vornehm-lich die Generalpachter gehörten) ohne alles Verdienst, ja ohne besondere Thätigkeiterworben wurden, sodaß die meisten nicht einmal verstanden, dieselben mit erträgli-cher Würde zu genießen, sondern sie in geschmackloser und beleidigender Üppigkeitverschwendeten. Mensche» ohne alles Talent, unwissend und dumm, erlangtennur durch die Gunst irgend eines Großen oder einer einflußreichen Frau einen Platzim Finanzwesen, um in einen Überfluß versetzt zu werden, welchen man nur dannohne Neid gewahr wird, wenn er sich auf Verdienst oder alten Familienbcsitz grün-