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Vierter Band. F bis G.
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590 Gciltt'alfrcmteii Genesung

det. Deni bloßen Geldreichthume, welcher ohne vorzüglichen Verstand, durch dieunbedeutende Kunst des Geldmaklers im Großen und dadurch «worden wird, daßdie Staaten es begueM finden, ihre Geldangelegenheiten gewißeliuasse» zu verpacb-ten, kaun die Welt nie wahre Achtung zollen, sowie der Einfluß, w-lchen er aufdiePolitik gewinnt, immer höchst einseitig, engherzig und schädlich bl->'oen wird.Hierzu kam dann bei den franz. Generalpachkern noch die Härte und Rohheit, mitwelcher sie die Gefalle von den untern Classen des Volks ohne die geringste Scho-nung und gewöhnlich zur unbeguemsten Zeit für den Landmann durch Auspfändun-gen und Subhastationen beitreiden ließen. Es war dies nichts Zufälliges, sondernSystem. Denn durch die Furcht vor den unausbleiblichen Zwangsmitteln unddurch dasSchrecken, welches dieNatur derselben erregte, wollte man das schnellereEntrichten der befalle bewirken. Diese schonungslosen Auspfändungen, diese zahl-reichen militairisehen Besetzungen, diese widerwärtigen Executione» zeigten demVolke täglich das Bild eines von feindlichen Kriegern geplünderten Landes. Dieswaren wol reellere Ursachen der allgemeinen klnzufriedenheit und der Revolution alsdie vorgeblichen Aufwiegelungen der philosophischen Schriftsteller. 37.

G e n e r a l sta a te n, s. Niederlande .

Generation, Geschlechtsalter, Menschenalter, In der alten Chrono-logie bestimmt man nach dem Alter derMenschen im Durchschnitt die Zeiten. He-rodot rechnet auf drei Menschengeschlechter 100 I., andre Schriftsteller rechnenauf ein Menschengeschlecht 30, 28, 22, Dionyg von Halikarnaß 27 I. Gewöhn-lich rechnet man 30 Jahre. 0-1.

Genesis (griech.: Zeugung, Geburt, Entstehung) ward von den ale.ran-drinischen Dolmetschern darum das erste Buch Mosis genannt, weil in demselbenvon der Entstehung der Dinge die Rede ist. d>.

Genesuug, der Übergang von Krankheit ZurGesundheit. Die krankhafteThätigkeit eines einzelnen Organs oder Systems im Körper hat ihr Ziel gefunden,die unterdrückt gewesenen heben sich wieder. Die Disharmonie der verschiedenenVerrichtungen des Körpers löst sich allmälig wieder in die vorigeHarmonie auf, dieüberspannten Thätigkeiten lassen, durch Erschöpfung ihrer Kraft oder durch Arznei-mittel beschränkt, allmälig nach, die schadhaften, dem organischen Körper fremd-artig gewordenen Stoffe werden ausgeschieden und fortgeschafft; Ruhe und Har-monie der Verrichtungen des Organismus mit dem Zwecke desselben kehren wiederzurück. Dieser Zustand fängt folglich sogleich nach der heilsamen Krisis (s. d.)der Krankheit an, und endigt da, wü völlige Gesundheit wieder eingetreten ist. DieKrankheit verschwindet nur allmälig aus dem Körper. Sowie im Innern des Or-ganismus^ewisse Veränderungen vorgingen, mittelst welcher die Krankheit vonStufe zu Ltufe bis zu ihrer Höhe stieg, ebenso ist ihr Gang auch stufenweise wie-der rückwärts oft durch die nämlichen innern Vorgänge, daher die Krankheitszeichennur eins nach dein andern abnehmen, und zwar in umgekehrter Ordnung ihres Ein-tretens, sodaß die zuletzt erschienenen zuerst verschwinden. Dieser Rückgang vondem krankenZustande zum gesunden geschieht bald in langsamern, bald in schnellernSchritten, je nachdem die Krankheit schwer oder nur leicht, ihr Verlauf langsamoder schnell, die Lebenskraft des Kranken stark oder schwach war, die Hülfe derKunst weniger oder mehr unpassend oder zweckmäßig angewendet wurde u. s. w.Der Genesungszustaiid selbst ist auch verschieden nach dem Charakter und der Formder Krankheit. So ist er z. B. anders nach einem EntzündungS-, anders nacheinem Faul- oderNervensieber, anders »ach einem Katarrh, anders »ach einer Lun-genentzündung u. s. w. Es erhellt aus allem Diesen, daß Genesung noch nichtGesundheit selbst ist; es ist ei» -ugner zur Gesundheit hinführender Zustand, derjedoch ebenso leicht theils zur vorigen, theils zu einer andern Krankheit wieder ül er-gehen kann. In die vorige Krankheit kann er zurückfallen (Recidiv), wenn die