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Genoveva
lebendige Darstellung im Einzelnen betrifft. Insbesondere hat Frau v. G. dieGattung des historischen Romans bearbeitet. Eine vortheilhafte Charakteristik vonihr gab Lady Morgan in ihrem Buche über Frankreich . Sie selbst hat sich überVieles und sehr breit ausgesprochen in den „äio»>oires inäüitr «le 51. o»>,i. cke
5ur le 18i>ie ricele et I« levoliiilo» li.iiie.ilse elepuis 1156
no; je»,is" (Paris 1825, 8 Bde., auch ins Deutsche übers.). Seitdem schriebdie 8ejährige Frau „I.es !<!»peis <le I.I miieekiile cle k.u.xenibolii 1828,worin sie die Philosophen mißhandelt, und die „Vnv.-^es <>v Idel^is" (Genlis).
Genoveva I. (8te.-Oei>evicv<), geb. zu Nanterre , 2 Stunden vonParis, 423, um die Zeit Pharamund's, des ersten Königs von Frankreich . Sk.-Germain, der Bischof von?luxerre, bemerkte an ihr einen besondern Beruf zurHeiligkeit, und rieth ihr, das Gelübde ewiger Jungfräulichkeit zu thun, wel-ches sie auch dem Bischof von Paris ablegte. Nach ihrer Ältern Tode begab siesich nach Paris. Jedermann wollte hier fluchten, als Attila mit seinen Hunnenin Frankreich einbrach; G. trat auf mit der Verkündigung völliger Sicherheit,wofern man sie durch eifriges Gebet ersiehe. Attila zog aus der Champagne nach-Orleans, ging von da noch Champagne zurück, ohne Paris zu berühren, undwurde 451 geschlagen; dies gründete den Ruf der heiligen Genoveva . Bei ei-ner Hungersnoth fuhr sie auf der Seine von Stadt zu Stadt, und brachte 12große Schiffe voll Korn zurück, das sie unentgeltlich unter die Notleidenden ver-theilte; dies befestigte ihr Ansehen, und sie wurde von MeroväuS und Chilperichsehr hoch gehalten. Zum Rufe ihrer Heiligkeit trug übrigens nicht wenig bei,daß sie von ihrem 15. bis zum 50. I. nichts alsGerstenbrot, und nur alle 2 —3 Wochen ein Mal Bohnen, nach ihrem 50. I. aber erst etwas Fisch und Milchgenoß. 460 erbaute sie über den Gräbern des heiligen DionysiuS RusticuS undEleurheriuS bei dem Dorfe Chastevil eine Kirche, und Dagobert stiftete nachherhier die Abtei St.-Denyg. 499 oder 501 starb sie und wurde in der unter-irdischen Capelle beigesetzt, welche St.-Denvs den Aposteln Paulus und Pe-trus geweiht hatte. Clodwig hatte auf ihre Bitte eine Kirche darüber erbaut,welche nachher, sowie die dabei gestiftete Abtei, nach ihr benannt wurde. Eineandre Kirche dieser Heiligen wurde an die Kirche Notre-Dame angebaut. IhreReliquien werden in der ersten verwahrt. Die Kirche feiert ihr zu Ehren den 3.Jan. als ihren Sterbetag. — II. Die heilige Pfalzgräfin Genove-va, geb. Herzogin von Brabant, wurde von ihrem Gemahle Siegfried, derzur Zeit Karl Martells um 730 lebte, angeschuldigten Ehebruchs halber zuniTode verurtheilt, aber durch den Schutz des HinuNels gerettet, worauf sie 6 I.in einer Höhle der Ardennen von Kräutern lebte und ihren Sohn von einer Reh-kuh nähren ließ, bis ihr Gemahl sie wieder fand und heimführte. Von ihr erzähltunser Volksbuch: Eine schöne anmuthige und lesenswürdige Historie von der un-schuldig bekreuzten heil. Pfalzgrüfin Genoveva , wie es ihr in Abwesenheit ihresHerzlieben Ehegemahls ergangen" (Köln und Nürnberg ). „Unter allen Bücherndieser Gattung", sagt Görres, „ist die Genoveva durchaus das geschlossenste undam meisten ausgerundete, stellenweise ganz vollendet und in s. anspruchslosen Natür-lichkeit unübertrefflich ausgeführt, im Ganzen in einem rührend unschuldigen Tonegehalten, kindlich, ungeschmückt und in sich selbst beschattet und erdunkelnd in hei-ligem Gefühl. Und so war es denn werth, 2 Dichter zu begeistern: Tieck , deruns in s. Gedichte die romantische Liebe in einem zarten Luft- und Gluth-Farben-gewebe aus einer lichtklaren Morgenröthe kunstreich Zur Gestalt gebildet zeigt, undden Maler Müller, in s. Fragmente, der die Heilige als eine Hünenjungfrau vornRiesengebirge malt". Das Volksbuch ist gearbeitet nach der Schrift des Pater Ceri-jiers: „l,'inno.:enee eeeonnne!" das in einem geschraubten Tone die Begebenhei-ten erzählt und sich dabei auf des Puteanus „8. Lenorevaeloonismus", Rader's