Band 
Vierter Band. F bis G.
Seite
610
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kill) Geographie

Geognosie ist A. v, Humbokdt's groxnostiezne «ur I« ^isernent kle,

roclirr cl-i»>i i,'5 (le»x Ilömixplieie;" (deutsch v. C. v. Leonhard, Strasburg 1823).?luch gehöre» hierher die „--»lin,,.-:" der geologischen Gesellschaft, die in Lon-don 1801 errichtet wurde und 1821 den 6. Bd. ihrerAbhandl. in 4. mit Kpf. her-ausgab; v. Leonhard's „Charakteristik der Felsarten" (Heidelberg 1823); K.F. )l.Hartmann s „Handwörterbuch der Mineralogie und Geognosie", mit 10 likhogr.Taf. (Leipz. 1828) u. 1). Ure's „>ew 8>rit->>> „ktieolopiv" (Lond. 1829). 1i.

Geographie (griech.), Erdkunde, Erdbeschreibung, die Darstellung desZustandes und der Beschaffenheit unsers Weltkörpers, im engern Sinne auch dieDarstellung von dem Zustande und der Beschaffenheit eines Theils unserer Erde,z. B. Geographie von Europa, Rußland, Preußen, Sachsen u. s. w. Da nun dieErde betrachtet werken kann: entweder als ein Weltkörper im Verhältniß zu andernWeltköipern, oder als ein Körper von eigenthümlichen Bestandtheilen, Beschaffen-heiten und Erscheinungen, der zugleich ein Wohnplah von Wesen verschiedener Ai rist. oder als ein Wohnplah freier Vernunftwesen, die sich in seine Oberfläche getheilthaben, und durch deren Kraftwirkung er mannigfaltige Veränderungen erleidet:so geht daraus eine dreifache Einiheilung der Geographie hervor: die mathema-tische, physikalische und politische. Die beiden ersten zusammen nenntman auch die allgemeine Geographie. Die mathematische Geogra-phie (s. d.) ist ein Tbeil der angewandten Mathematik. Die physikalische Geo-graphie befaßt unter sich 1) die Gcistik (s. d.); 2) die hydroi slische Geogra-phie, welche handelt -,) von den Meeren (Tiefe, Farbe, Temperatur, Bewegungen,Boden, Dünen, Klippen, Untiefen. Sandbänke, Barren), und l>) von deni Land-gewässer, den Quellen (Ausfluß, Gehalt, Temperatur), Strömen, Flüssen (Ur-sprung, Richtung, Wasserfälle, Mündungey u. s. w.), Landseen; 8) meteoro-logische Geographie, .->) vorn Luft- und Aihermeere, l>) von den Regionen derAtmosphäre, u) von der Lufttemperatur (Abweichungen von derSckneegrenzlinie inverschiedenen Klimate»), ü) von den Luftbewegungen, Winden, Passat-, Strich-winden, e) von den Lufterscheinungen; 4) Pro ducken-Geographie, H zoo-logische, I,) botanische, c) mineralogische; 5) anthropologische Geographie.In der politischen Geographie betrachtet man die Erde als einen Inbegriff vonWchnplätzen vernünftiger Wesen, nach den verschiedenen Verhälmissen und Be-dingungen ihrer Ausbreitung über den Erdboden und ihres Nebeneinanderseinsauf demselben, in einzelnen größer» oder kleinern gesellschaftlichen Verbindungen.So gründlich nun auch besonders seit Büsching diese politische Geographie behan-delt worden war, so hatte sie doch zu Vieles in ihre Mitte gezogen, was ausschlie-ßend der Ltatistik angehört, die freilich erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh, ineiner selbständigen wissenschaftlichen Form ausgearbeitet wurde. Da nun dieStatistik als Wissenschaft, welche die gegenwärtige innere und äußere Form derStaaten nach ihrem nothwendigen Zusammenhange darstellt, genau von der Geo-graphie, welche ihr voranlritt, unterschieden werden muß, so war es allerdings wich-tig, die Grenzlinie zwischen der politischen Geographie und der Statistik genau zuZiehen, und aus der Geographie Alles zu entfernen, was bloß der Statistik ange-hört. Denn wenn die Statistik den einzelnen Staat als ein in sich zusammen-hängendes Ganzes mit steter Hinsicht auf SraatSrecht, Staatswissenschaft und Po-litik schildert, weil nur nach dem Maßstabe dieser Wissenschaften die Verfassung,die Verwaltung und das politische Verhältniß des einen Staats zu den übrigenStaaten mirSicherheit entwickelt werden kann, so hängt die Geographie ausschlie-ßend am Örtlichen. Sie stellt das Einzelne dar, wo sie es findet; sie durchgehtdie einzelnen Departemente, Kreise und Provinzen der Staaten und Reiche, undchai akterisirt die natürlichen Verhältnisse des Bodens, die Berge, die Flüsse, dieStädte, die wichtigsten (oder sämmtliche) Dorfschaften, die verschiedenen Nah-