Band 
Vierter Band. F bis G.
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Georg U. Georg 111.

erbte von seinem Vater, Ernst August, dem ersten Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg, 1698 dieses Land, und von seiner Gemahlin, Sophie Dorothea , Toch-ter des letzten Herzogs von Teile (Wilhelm), die lüneburg . und celleschen Lande.(Diese Fürstin, Mutter Georgs II., starb geschieden, als Gefangene zu Ahlen ,1726. S. ,,Fredegunde , oder Denkwürdigkeiten zur geh. Geschichte des hanöv.Hofes" (Berlin 1825). Wenige Jahre nach dem Tode seines Vaters (1701)empfing s. Mutter, die fast 73jähr. Kurfürstin Sophia (eine Enkelin Konig Jakobsvon England) die Aete, welche ihr und ihrem Hause die Nachfolge auf dem engl.Throne verlieh. Doch erlebte sie ihre Thronbesteigung nicht, denn sie starb 9 Wo-chen früher als Anna, die letzte Königin aus dem Hause Stuart . So ward nunKurfürst Georg Ludwig (8. Juni 1714) ». d. N. Georg I. König von Großbritan-nien und Irland . Kraftvoll wußte er sein neuerworbenes Recht gegen die Angriffedes Prätendenten (Jakob iil.) und dessen Anhänger zu behaupten, wie denn über-haupt Kraft, weise Politik und hohes Interesse für die Nation, die sich ihm anver-traut hatte, jeden seiner Lrchritte bezeichnen, wiewol die Engländer ihn nie liebte»,w.:l sein Wesen nicht volksthümlich war. Seine Verbindung gegen Karl X II. vonSchweden erwarb ihm zu seinen hanöv. Landen die Herzoqthü »er Bremen und Vor-dem In dem Frieden, der den, im Verein mit Frankreich gegen Spanien vonGeorg I. geführten, Krieg beendigte (1720), ward hauptsächlich von ihm die Ent-lassung des spanischen Munsters Alberoni zur Bedingung gemacht, nachdem er dasschlauverstrickte Gewebe dieses herrschsüchtigen Mannes zerrissen hatte. Durch s.Marine, besonders seit der Vernichtung der spanischen Flotte im mittelländischenMeere, hob er zuerst den Einfluß des engl. CabinetS auf die Entschließungen desübrigen Europa , 1727 unternahm er eine Reise in seine Erbländer; da ereilte ihnam 22. Juni der Tod in Osnabrück . L>ein Nachfolger I.

Georg II. (August), geb. als Kurprinz von Hanover 1683, begleitetes.Vater 171t nach England, wo er zum Prinzen von Wales und Grafen von Ehe-ster ernannt wurde. Er erwarb sich in den Herzen der Engländer ein Vertrauenund eine'Achtung, die noch jetzt von ihm rühmt, daß er der edelste Mann im ganzenKönigreiche gewesen sei. Veinc Gemahlin, Taroline, des Markgrafen Ioh. Fried-rich zu Anspach Tochter, starb 1737. Georg entwickelte früh eine» kriegerischenGeist, von dem, sowie von seiner Tapferkeit, er zuerst in dem Kriege gegen die Nie-derlande (1708) glänzende Proben ablegte. Die ersten ruhigen Jahre s. Regierungwidmete er den Beschäftigungen des Friedens; die Universität Gbtlingen, nach ihmGeorgia Augusta genannt, ward in jener Zeit von ihm gestiftet. Aber seine Liebezu den Waffen rief ihn im auSgebrochenen östreich. Erbfolgekriege zu Thaten aufdem Schlachtsslde. Der L»eg bei Dettingen, am 27. Juni 1713, schmückte seinHaupt mit einem Lorberkranze, und ohne seinen Beistand hätte vielleicht MariaTheresia ihren zahlreichen Feinden unterliegen müssen. Der aachner Friede gab ihmwieder Muße zu der Fürsorge für die innere Wohlfahrt seines Reiches. Der überdie amerikanischen Angelegenheiten entzündete Krieg zwischen Großbritannien undFrankreich entriß ihm zwar auf eine Zeit lang Minorca, allein die Kraft, welcheEngland im Laufe jener großen Begebenheiten, unter denen der siebenjährige Kriegund Georgs Antheil an demselben im Bunde mir Friedrich II. am wichtigsten sind,immer sichtbarer entwickelte, führte dies Reich zu desto großen» Glänze. Da ent-riß der Tod Georg II. s. Unterthanen am 25. Qct. 1760.

Georg III. (Wilhelm Friedrich), König von Großbritannien und Irland,und bis 1815 Kurfürst, seitdem König von Hanover , geb. 1738, Sohn von dein9 Jahre vorGeorg I I. verstarb. Friedrich Ludwig , Prinzen von Wales, und'.Auguste,T. Herzogs Friedrich II. von «eachsen.Gorha, folgte s. Großvater, Georg II. , den25. Oct. 1760, und vermählte sich, d. 8. >Sept. 1761, mitSophie Charlotte, T. desHer ogs Karl zu Mecklenburg Streich, geb. >711. Er setzte den siebenjähr. Krieg