Band 
Vierter Band. F bis G.
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Germanien

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koren 21 nach Chr. mit ihrem großen Feldherrn Hermann (s. d.) ebenfalls ihrAnsehe»; durch Zwiespalt unter sich geschwächt, nahmen sie endlich von Rom einenKönig, Italiens mit Namen, an, den letzten Sprößling Hermanns. Unter die-sem zerfielen sie mit ihren Bundesgenossen, den Langobarden, und sanken zu einemunbedeutenden Volke, die Südseite des Harzes bewohnend, herab. Dagegen erho-ben sich im Westen Deutschlands die Katten. Während einerseits die Friesen sichwegen des ihnen auferlegten Tributs gegen die Römer empörten und nur mit An-strengung zurückgeschlagen wurden, griffen am Oberrhein die Katten die ihnen ge-genüber gelegenen römischen Festungen an. Galba aber demüthigte sie und bewogsie, das Land zwischen der Lahn, dem Maln und Rhein zu verlassen, welches daraufdie Römer verdienten Kriegern zutheilten. 18 Jahre darauf (58 n. Chr.) gcriclhendie Hermunduren und Katten in Streit über die Salzquellen der fränkischen Saale.Des MaroboduuS und Catualda zahlreiche Begleiter hatte» sich indeß jenseits derDonau zwischen den Flüssen Gran und Morava angesiedelt und dort unter Van-nius, den ihnen die Römer zum Könige gegeben, ein neues Reich begründet, das denbenachbarten Völkern durch Bedrückungen lästig zu werden anfing. Obgleich Dan-nius sich mit den sarmatischen Iazygen verbunden hatte, erlag er doch der vereintenMacht der Hermunduren, Lygier und westlichen O.uaden (50 n. Chr.), und mußtesich zu den Römern flüchten. An der Spitze des Reichs aber stand sein Schwester-sohn Sido, der, ein Freund der Römer, dem Vespasian wichtige Dienste leistete.Im Westen erschütterten die Bataver durch einen hartnäckigen Krieg die Macht derRömer, welche nur mit äußerster Anstrengung sich behaupteten. Jetzt aber entzün-dete sich ein Krieg, der erst mit dem Untergänge Roms endigte. Die Sueven, vonden Lygiern angefallen, baten den Domüian um Beistand, welcher ihnen lOORebter schickte. Eine so armselige Macht beleidigte die Wueven. Wie verbanden sichmit den Iazygen in Dacien und bedrohten Pannonien. Domitian ward geschlagen,Nerva zügelie sie, und Trojan schlug sie aufs Haupt; allein seitAntoninus Philoso-phuS loderte der Krieg in diesen Gegenden auf. Auf zwei Seiten beunruhigten dieBarbaren unaufhörlich das römische Reich; von der einen Seite die durch die Go-then verdrängten kleinen Stämme, welche gezwungen in Dreien einfielen, neueWohnsitze suchend. Man befriedigte sie, als man ihnen die südlichen Gegendenanwies. Aber wichtiger war der sogen, markomannische Krieg, welchen von deran-dern Seite die Markomannen, Hermunduren und O.uadcn vereint mit aller Kraftgegen Rom führten. Marc Aurel kämpfte sein ganzes Leben gegen sie, und Com-moduS erkaufte (180 n. Chr.) den Frieden. Indeß verwüsteten die Katten Gallien und Rhätien , die Cherusker drängten die Langobarden an die Elbe zurück und tra-ten jetzt u. d. N. Franken auf. Neue Barbaren erschienen 220 n. Chr. in Daeien,die Visigothen, Gepiden und Hcruler, und bekämpften die Römer. Zu eben derZeit, unter Caracalla, trat ein neues Volk in Süddeutschland hervor, die Alemannen,ein Gemisch istävonischer Stämme. Gegen sie erbaute Rom das berühmte,Hominxu um (römische Landwehr), dessen Überreste von Iapthausen bis Ohringen sichtbar sind. Aber die Macht der Römer sank immer mehr, theils durch unaufhör-lichen Kampfmit den Barbaren, theils durch innere Unruhen verzehrt. Als die Rö-mer durch bürgerliche Kriege unter den häufigen Milikairrevolutionen während derRegierung der Kaiser geschwächt worden waren, drangen die Franken bis Spanien vor, und unter Kaiser Probus eroberten sie auch die Bataverinsel. So waren jetztFranken und Alemannen die mächtigsten deutschen Völker. Erstere verloren unterJulian die Bataverinsel an die Sapen, und Letztere wurden von Roms Heeren ge-demüthigt. Aber das war Roms letzter Sieg. Mit dem Anfange des 5. Jahrh,stürmten Barbaren von allen Seiten auf das römische Kaiserlhum an. Die Van-dalen, Sueven und Alanen bemächtigten sich Galliens und Spaniens ; ihnen folg-ten die Durgundier nach Gallien, die Westgothen nach Italien und Spanien ; denEonversattons-Leric»». Bd. IV. 41