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Geseurg Gesangbücher
schichte würde eine Geschickte des Gesandtschaftwesens seit dieses Zeit ein sehr wich-,riges Werk sein, an, dem es bis jetzt noch mangelt. Flassan liefert dazu trefflicheBeitrage. Ein nützliches Werk, das über alle gesandtschaskliche Verhältnisse undGeschäfte Belehrung gibt und Muster aufstellt, ist das „»»»uel d>,dom»t»,»c-, ou
z,rr<n5 des droil« et <Ioü s»nelir>i>5 du, diploiiiatigucx, üuivl d u» r«-
cüeil d'uclrs rt d'okiiac?. pour nervir clr^niclo onx pen-r>»,»"i. czui derti-»>>»1 ü I/, rarrlürr s>olit>ssiie", von Karl von MartenS (Leipzig 1822). Das eu-ropäische GeftmdtschastSrccht hat insbesondere Franz v. Moshamm behandelt(Landshut 1806). dd.
Gesang ist Vortrag poetischer Worte in abgemessenen und ihrer Höhenach bestimmten Tönen unsrer stimme, oder Anwendung der Stimme zu musika-lischem Zweck. Warum jene Töne abgemessen und ihrer Höhe nach bestimmt seien,wird der Artikel Musi k zeigen. Fragen wir hier bloß: Wie kam der Menschdarauf, sich seiner Stimme auf diese besondere Weise zu bedienen? Da er es im ge-wöbnlichen Leben, im alltäglichen Verkehr nicht thut, so läßt sich daraus auf eine be-sondere Stimmung schließen, die so etwas veranlaßt. Und so ist es. Wenn derMenkch singt, so will er musikalisch den Ausdruck eines innern Gefühls darstellen.Gesang iü also musikalische Sprache des Gefühls. Bei dieser hat man zwei Punktewohl zu unterscheiden, den Inhalt und den Vortrag. Jener bezieht sich aus die un-mittelbare Darstellung innerer Zustände, dieser auf die stimme. Der Gesangvereinigt demnach in s. Vollkommenheit aufs innigste die lyrische Poesie und die Mu-sik. D ieselbe Ursache also, welche zur lyrischen Poesie und zur musikalischen Darstel-lung begeistert, wird auch veranlassen, daß sich die Wtimme des Menschen in Gesangergießt und nach Melodie und Harmonie strebt. Man unterscheidet aber den na-türlichen und künstlichen Gesang. Jener bezeichnet einen musikalischen Stimmeu-vortrag ohne Kunstübung; dieser ist ausgebildet durch die Kunst, der Sänger übtihn nach Anleitung der Tonschrift (Noten). Zum künstlichen Gesänge wird erfo-dert: 1) eine schöne und biegsame stimme von ansehnlichem Umfange; 2) Fertig-keit, die Tonschrift richtig zu lesen und die Töne nach derselben rein zu treffen oderanmgeben (intonircn); 3) deutliche Aussprache der Sylben und Wörter; und4) Angemeffenheit des Vertrags zum Inhalt, der Punkt, tvobci der Sänger Ge-schmack und sein Gefühl allein bewähren kann. Nur wo diese Angemeffenheit sichfindet, sagt der Deutsche, der Sänger habe mit Gefühl, mit Ausdruck gesungen.Über den Gesang sind zu empfehlen: „Nakaliens Briefe über den Gesang" (2.Anst., Leipzig 1825); und „Die Kunst des Gesanges theoretisch und praktisch", vonA. B. Mary (Berlin 1826, 4.), ein wissenschaftlicher Grundriß der Gesanglehre.
Gesangbücher, seit drei Jahrh, eines der wichtigsten Mittel zur Beför-derung der sittlich-religiösen Bildung des Volks. Bekanntlich heißen Sammlun-gen von religiösen Liedern oder vonKiichengesingcn, öffentliche Gesangbücher, wennvon denselben in einer oder mehren Kirchen Gebrauch gemacht wird; im entgegen-gesetzten Falle Privakgesangbucher oder zur häuslichen Andacht bestimmte. Derdeutsche Kirckengesang (s. Kirchengesang) ward vorzüglich durch die Reforma-tion zu einem der wirksamsten Mittel der Dolkserziehung erhoben. Schon Hußharte unter den Böhmischen Brudern (s. d.) den Kirchengesang in böhmi-scher Sprache eingeführt. Es entstand daher eine Sammlung böhmischer geistli-cher Lieder, welche Mich. Weiß, Pfarrer zu Landskrone in Böhmen , 1535 insTeutsche ubers. herausgab. Zwei von diesen 400 Gesängen nahm man in spätereGesangbücher auf, und von dem einen ist noch der erste Vers unter den Nachtwäch-tern beim Abgehen von der Nachtwache hier und da in Gebrauch geblieben: „DerTag vertreibt die finstre Nacht :c." Außer dieser Sammlung soll es (nach Schell-hoiii's „Ergötzlickkeiten", B. 1, §. 55) schon vor der Reformation ein deutsches Ge-sangbuch gegeben haben. Peter von Dresden (batrus OraidonsiH dichtete einige