Band 
Vierter Band. F bis G.
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Geschichte

politischen Wissenschaften (das Staatsrecht, wegen der StaatSverfassimgen, dieNationalökonomie, die Polizei- nnd Finanzwissenschaft wegen der Staatsverwal-tungen; die Politik überhaupt für die Entwickelung der Bedingung des innern undäußern Lebens der Staaten): 3) das positive oder praktische europäische Völkerrecht(für das unter den einzelnen Staaten bestehende Herkommen, für die Verträge, aufwelchen ihre gegenseitigen Verhältnisse beruken u. s. w.); und 4) die Diplomatie,als wissenschaftliche Vorbereitung zu dem höhern Staatsdienste in den inner» undäußern Angelegenheiten, westentl.ch verschieden von der Dipkomatik, und gegründetauf die zu einem organsschen Ganzen gestalteten Ergebnisse derPolitik, der Geschichte,der Statistik und des positiven europ. Völkerrechts, wodurch der höhere Staatsdie-ner das gegenwärtige innere und äußere Leben der europäischen Reiche und -Ltaatcnin einem vollständigen Bilde und nach seinen nothwendigen Bedingungen kennenund umschließen lernt. Da allen einzelnen historischen Wissenschaften in diesemWerke bcs. Art. bestimmt sind, so kann hier nur noch der Begriff und die verschieden-artige Darstellung der Weltgeschichte näher bestimmt werden. Diese ist dieDarstellung der beglaubigten und merkwürdigen Begebenheiten, welche den äußerngesellschaftlichen Zustand des menschlichen Geschlechts nach ihrem nothwendigen Zu-sammenhange gebildet und verändert haben. Zn der Weltgeschichte ist daher nur derMensch der einzig würdige Gegenstand der Darstellung, inwiefern er Freiheit besitztund durch diese Freiheit seine» äußern gesellschaftlichen Zustand bildet und verändert.Aus der uneimeßlichen Reihe der Begebenheiten aber, welche die gesammten Einzel-wesen lind Völker des Erdbodens verlebt haben, hebt die Universalgeschichte nurdiejenigen aus, welche in Hinsicht des äußern gesellschaftlichen Zustandes des mensch-lichen Geschlechts beglaubigt und merkwürdig sind. Beglaubigt sind diejenigen Be-gebenheiten, welche in reinen und sichern Quellen aufbewahrt werden; merkwürdigaber ist jede Begebenheit, welche einen wesentliche» Einfluß auf die Bildung undVeränderung des äußern gesellschaftlichen Zustandes des menschlichen Geschlechtsbewirkt hat. Soll nun die Weltgeschichte diese beglaubigten und merkwürdigenBe-gebenheiten nach ihrem nothwendigen Zusammenhange darstellen, so muß die Dar-stellung die innere nothwendige Folge der Begebenheiten, wie eine aus der andernhervorging und die Grundlage neuerer Ereignisse wurde, lebhaft versinnlichen, undzugleich muß, vermittelst t>r Darstellung, sowol von den einzelnen zusamm.n-bängenden Theilen der Geschichte als von dem Gange derselben ei» vollständigesBild für die Anschauung bewirkt werden. Der Historiker erscheint daher als Ge-schichtforscher und als Geschichtschreiber (s. d.). Obgleich nun die That-sachen der Geschichte bei jeder Behandlung derselben immer dieselben bleiben, so istes doch nicht gleichgültig, wie sie dargestellt werden. Die historische Methode ent-scheidet daher über die Art und Weise der Anordnung, Stellung, Vergleichung undVerbindung der dargestellten Begebenheiten. Sie ist: ->) Geographisch, wenn manentweder von der vormaligen alten oder von der gegenwärtigen politischen Eimhei-lung der Erde in Reiche und Staaten ausgeht, und daran die Darstellung der That-sache» anknüpft, durch welche der Zustand derselben in frühcin Zeitabschnitten ge-bildet wurde. Dieser Unterricht muß für die ältere und mittlere Geschichte durchzweckmäßige Charten vcrsinnsicht werden (d'Anville, Funke, Kruste, Reichard).b) Chronologisch oder annalistiscb, ivenn die unmitielbareFolgederZahi eundftjahr-hunderre, nach einer mittelst der historischen Kritik festigest tzten Zeitrechnung, alsleitender Grundsatz für die Darstellt.ng der Begebenbeüen der einzelnen VölkerundReiche angenoimmn wird (Büsch, Bredew, Hegewisch). >) Eihnog, aphisch, wennman, nach Festsetzung der allgemeinen Penode» für die Behandlung der Universal-geschichte, in den einzelnen Perioden jedes Volk selbständig und nach dem Gangeseiner besondern Gesteh.elfte wahrend dieser Periode darstellt, sotaß nach dieser Me-thode in der Darstellung ein Volk auf das andre folgt (Gatterer, Beck, Schlosser,