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Geschichtschreiber
leiste als Scblözer, und zwar mit Vorliebe für die ältern, besonders theologischenAnsichten, aberncht ohneRücksicht ausdic Verbesserungen des historischen Studiumszu seiner Zeit, gingSchröckh den Weg seiner Vorgänger in s. Bearbeitung des Hil-mar Curas , in s. (ethnographischen) „Weltgesch. für Kinder" und in s. neuen Be-arbeitung und Ergänzung des am Faden der Jahrhunderte hinlaufenden slat. ge-schriebenen) „Compcndiums der Weltgesch." von Dsserbaus. Jener Hilmar Curas ei schien 1816 in der 6. Aust. Verb. und ergänzt von Pölitz, sowie derselbe auchSchröckh's „LLeltgesch. für Kinder" in der neuen Ausg. bearbeitete und von 1189—1818 in 2 Bdn. ergänzte, welche zugleich u. d. best Titel erschienen: „Die europ.Völker u. Staaten am Ende d. 18. u. am Anfange d. 19. Jahrh." (Leipz. 1813 u,1816). Fast ganz in demselben (leiste wie Schröckh, doch Heller in den Ansichtender ältern Zeiträume und durchgchends mit vieler Einmischung von literar., archäo-log. und gcograpb. Nachweisungen, schrieb Renicr in Helmstädt s. universalhistor.Handbücher und Compendien. Sie sind treu, sorgfältig und fleißig zusammeiige-stei'i'i t es fehlt ihnen aber der Meist des Hähern Lebens. (Remer'ö „Handb. der äl-tern Gesch. von der Schöpfung der Welt bis auf die große Völkerwanderung", 1.Aufl., Braunschw. 1802; , Handb. der mittlern Gesch."; „Darstellung der Gestaltder histor. Welt in jedem Zeiträume", Berlin 1191; „Lehrbuch der allgem.Gcstb.",Halle 1800.) Nach einem eigenthümlichen Plane behandelte Beck die Gcsch. in s.,,Anl. zur Kenntniß der allgem. Csselt- und Völkergesch. für Studirende", welcheaber in den seit 1181 herausgekommenen 1 Tb. (von welchen die erste Abrh. des 1.Th. 1813 in einer neuen, mit Literatur reich ausgestattete» Ausg. erschien), nochnicht beendigt ist. Nach der annalisiischen Methode, mitWahrheitsliebe und Gi ünd-lichkeit, doch nicht ohne eine gewisse Trockenheit und mit zu weniger Berücksichtigungder Foderunge» an einen guten Swlisten, schrieb Büstch s. „Grundriß einer Gesch.der incrkwurdigste» Welthändel neuerer Zeit, seit 1110". Die 4. Anst. ergänzte(1810) von 1196 an, »ach Büsch'S Tote, der geistvolle Bredow, und Hegewstchschrieb, um Büsch'S Werk vollständig zu machen, auch die Gesch. des Alterthumsund des Mittclalrers, in s. „Gruntzügen der Weltgesch. in terManier des sel. Bi os.Büsch" (1801). Als trefstiche Übersicht über die große Masse von Personen undThatsachen, die zu dem Umkreise der Üniversalgesch. gehören, mit weiser Auswahldes 'Wichtigern, mit sicherm polst. Takle und in einer lebensvollen, kräftigen S prache,schrieb Eichhorn eine „Weltgeschichte" in 2 Bdn., die er seit der 2. Anst., 1801(3. Aust. 1818—20, 1 Th. in 5 Btn.), auch in literarischcr Hinsicht reichlich aus-stattete. Ausführlicher und beredter gab er in 6 Th. die „Geschichte der 5 letztenJahrh.", von welcher die 3. Verb. Aust. 1818 erschienen ist. Doch näher kani demIdeale einer polst. Behandlung der Geschichte, das Schlözer aufgestellt halle, Kei-ner als Heeren in s. „Handbuche der Geschichte der Staaten des Alterthums" (4.Aust. 1821) und in s. „Handb. der Gesch. des europ. Staalenspstems und s. Colo-nien von der Entdeckung beider Indien bis zur Errichtung des sranz. Kaiserrhums"(4. Aust. 1822). Von s. „Histor. Werken" waren (1821—26) 15 Th. erschienen.Gefeiert wegen s. „Gesch. der Schweiz " wird Ioh. v. Müller nicht bloß im Mundeder Gegenwart leben; die Nachwelt wird ihn hoch unter Denen stellen, welche dieSpccialgcschichte bei den Deutschen mit sicherm Takte behandelten; ei . unparteii-sches Urtheil wird aber s. „Vier und zwanzig Bücher allgemeiner Gesch., besondersdereurop. Menschheit", hinter jene Geschichte der Schweiz stellen, obgleich auch indieser Behandlung der Universalgeschichte (bis 1183) s. geistvolle Eigenthümlichkeit,besonders in vielen gelungenen einzelnen Partien, hervorleuchtet. Könnte eine an-genehme Form der Darstellung das nur zu oft vermißte Quellenstudium und die zuhäufigen Lücken in der Erzählung ersetzen, und das Urtheil der Nachwelt mit den ab-sichtlich eingewebten Rücksichten aus eine augenblickliche Modephilosophie und aufdie Weltgeschichte nur gewaltsam übertragenen Lehre eines blinden Schicksals ver-