Band 
Vierter Band. F bis G.
Seite
709
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Gilroy Ginguenö

lvenn es da- Beste der Gilde erfodert. Endlich -t) ei» gemeinschaftliches Vermö-gen zu besitzen nnd zur Bestreitung der Kosten, welche die Erhaltung und das Besteder Innung erfodern, Abgaben zu bestimmen, welche die Gilde-, oderZunftgenosscnentrichte» müssen, und die nebst andern Gildesachen in einer gemeinschaftlichen Lade,Gildelade, aufbewabrt zu wnden pflegen. An einigen Orten macht man einen Umlcrschied zwischen (äistde und Zunft, z. B. in der Mark Brandenburg scheint derAusdruck Gilde auflandiger zu sein als Zunft, Innung, Gcwerk, und eine geehrtereInnung oder Gesellschaft zu bedeuten. An andern Orten hüll man die BenennungGilde für gering, ertheilt sie den gemeinen Handwerkern, und belegt die übrigen mitdem Namen Amt oder Äimer. Über den Vortheil oder Nachtheil, den die Gilde»der gemeinen Wohlfahrt bringen sollen, s. Zunftwesen.

Gilray, s. Earicatur.

G i in l e, s.Nordische Mythologie.

Gi » gue n d- (Pierre Louis), Literator, geb. j» Reimes in der Bretagne 1748, stammte aus einer alten verarmten Familie. Früh eignete er sich ältereund lebende Sprachen mir Leichtigkeit an und zeigte lebhaften Ginn für Malerei,besonders für Dichtkunst und Musik. Zu PariS mußte er seine Zeit zwischen Arbeitten i» einem Bureau des ('.»»tröst« y«»,'w.-st und seine Studien theilen. Pünktlich»keit und Gewandtheit in der Geschäftsführung und eine ebenso geläufige als zier-liche Handschrift empfahlen ihn seinen Vorgesetzten ebenso sehr, als ein von ihm im„ülin-iuua st<-, älurcG anonym eingerücktes Gedicht: ,,0»>>lc»5><>» (Is lLuImv",Aufsehen erregte. Dessenungeachtet warf er sich gegen alle Erwartung in ganzfremdartige Studien. Er ergründete die Tiefen der stanz. Sprache in ihren Gram-matikern und ältern Dichtern, vorzüglich im Rabelais und Malherbe . BeideSchriftsteller — vorzüglich der letztere, den er in metrischer Hinsicht und als Sän-ger großer Männer und Thaten noch über Jean Baptiste Rousseau erhob — wur-den seine Lieblinge, und es war ihm ein vorzüglich angenehmes Geschäft, die ver-blichenen oder doch vergessenen Schönheiten beider Dichter in allem Reiz ihrer Ju-gend wieder vorzuführen. Bald darauf begannen die Kämpfe zwischen Gluck'S undPiccini's Anhängern. G. entschied sich bald für Piccini und die ital. Musik, undtrat mit desto größerer Festigkeit in den Kampf, da er Piccini's persönlicher Freundgeworden war. Auf ihm allein beruhten die ganzen Hoffnungen seiner Partei,während an der Spitze der ander» zwei nicht nur durch musikalische Bildung, son-dern auch als Denker und Schriftsteller ausgezeichnete Männer, Arnaud und Suard,standen. In einer kleinen Schrift (,Iicl»pst>ilc L l'liomnm st« ietlie», cl>-,g«st« la rcstiwtir», ste; orticl«» st« I'tkzicr.a stein» I« älcrcurs ste kVunce", Paris 1782) begegnete er dem Angriffe derGegner, und noch lange nachher schrieb er einenicht unbedeutende ,,X»i>c« l.i -in ci >«., ouvr.igcs st« Xic. piccini" (PariS 1800), in welcher er, bei aller Vorliebe für diesen Componisten, doch auch Gluckals ein Mann von Geschmack und Einsicht beurtheilte, wenn er ihm auch nicht im-mer volle Gerechtigkeit widerfahren ließ. Ein Gedicht auf den Tod des PicknicktLeopold von Braunfchweig und eine Denkschrift auf Ludwig Xl/., beide durchPreisaufgaben der stanz. Akademie veranlaßt, fanden bloß ehrenvolle Erwähnung.Größere Aufmerksamkeit erregten s. „I.cltees »nr ie» conkerzio», steck. ck.

»«!>»" (Paris 1781, engl. übers. London 1792, 12). Durch die strenge Unpar-teilichkeit, mit welcher er Rousseau '« Leben durchmusterte, trug er mehr zu seinerVertheidigung bei, als eö der entschiedenste Lobredner würde gethan haben. DieRevolution, an welcher er als Freund der Freiheit thätigen Antheil nahm, st'chrteihn in größere Kreise des literarischen und amtlichen Wirkens. Ohne seinen Stu-dien untreu zu werde», deren ununterbrochene Pflege seine literarischen Beiträge zum„st.stnicur" und „Uercuro st« b'i.-nwe" (1730 — 82), die Bearbeitung des zur„läivvclozicstio inctliostigue" gehörigen „1)lctionu!»ire stc mmiigne" (in Gesell-