Band 
Vierter Band. F bis G.
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Gioja

schaft mit Framer y, Paris 1791 und 1815, 4.) und sein Antheil an der,,Xo„-vvllv !;>!,, nin-oer: iai8v»»üe" (Paris 1795) beurkundeten, gesellte er sich durchseine Theilnahme an der „beuiilc vill!,^e«i,r" (1791 und 1792 in GesellschaftniitGrouvelle, 1793—95 allein), und durch die Herausgabe der von ihm gestifte-ten „I)c<u,ü>- plnloüOpbchue, llUrr.vlr«: et >>olitiguo" (1791 — 1807, 54 Bde.,seit 1805 u. d. T. „Ilevuc") zu den verständigern und ruhigern Sprechern über dieEreignisse des Tags. Die „I1ce,-><Ic" welche früher ebenso wenig für Robespierre als später für Bonaparte in die Posaune stieß, war die einzige Zeitschrift, welchesich durch die ganze Revolution hindurch erhielt, ohne je ihren Charakter und Werthzu verläugnen. Nicht minder thätig zeigte er sich in seinen amtlichen Verhältnissenals Uirecwur ^eurr:>l <>' l'i»,<>Iruotittu piililiguc, und (nach Niederlegung dieserStelle im Febr. 1798) als Gesandter der Republik am Hofe zu Turin . Bei seinerRückkehr wurde er Mitglied des Tribunals. Da er es aber für seine Pflicht hielt,sich einigen Maßregeln der Regierung zu widersetzen , so war er einer von den Tri-dunen, die der Senat 1802 ausschloß. Jetzt unternahm er das verdienstvolle Werk,welchem er den größten Theil seines Ruhms verdankt: „Ui-mstir liii>-n>>rL iir"(Th. 1—6, Paris 1811 —13, Th. 7 — 9 nach seinem Tode 1819; vgl. Sa lfi).Wenn Tirabosch' bei seinen Forschungen mehr das Einzelne als das Allgemeine imAuge hatte, so suchte G. im Gegentheil darzustellen, welchen Gang die Literaturüberhaupt von deni Zeitalter Konstantin s an bis auf das 18. Jahrh, kerab in Ita-lien genommen habe. Er erzählt aus Quellen und urtheilt meist mit Unbefangen-heit. Weder die Gedanken noch der Styl haben etwas Blendendes; aber manwird angezogen durch den anspruchlosen, gesunden Verstand, der in dem ganzenWerke herrscht, durch die treffende Charakteristik des Einzelnen und durch eine edleSprache, welche, ungeachtet einer gewissen Eintönigkeit der Wendungen, sich denGegenständen gehörig anpaßt. Außer seinen Arbeiten als Mitglied des ZnstitutS,dessen Sitzungen er unausgesetzt besuchte, schrieb G. noch seine meist ital. Vorbil-dern nachgebildeten Fabeln (Paris 1810 u. 1814), übersetzte Catull's „Hochzeitder Thetis und desPeleus" in franz. Verse (Paris 1812) und nahm an der „I!st>-xraplÜL universeile" und am 13. und 14. Theil der „Ilistone iiUer-.nc <>e Inchrance" thätigen Antheil. Eine glückliche Unabhängigkeit, angenehme häuslicheVerhältnisse und die volle Achtung der Besten seiner Nation erheiterten den Abendseines Lebens. Er starb zu Paris am 16. Nov. 1816. 'Außer ten erwähnten Schrif-ten und einigen kleinern Brochüren hat er Chamfort's (Paris 1795, 4 Bde.) undLebrun's (Paris 1811, 4 Bde.) Werke herauSgeg., und den Text zur 14.—25.Lief. der IHüruux >-> revulutin» sr.vii^. verfertigt. Der Katalog seiner hinter-lassenen Bibliothek hat wegen der überreichen Sammlungen für die ital . Literatureinen bleibenden Werth. Diese Bibliothek ist an das britische Museuni in London im Ganzen verkauft worden. .1.-.

Gioja (Flavio), von Einigen auch Giro und Giri genannt, ein Seefah-rer aus Pasitano, eineni Dorfe in der Nähe von Ainalfi, lebte zu Ente des 13.und Anfange des 14. Jahrh. Er ward lange für denjenigen gehalten, welcher zuerstdie Eigenschaft des Magnets zur Bestimmung des Weges auf dem Meere anwandte,und somit Erfinder des Compasses wäre. Nähere Untersuchungen über diesen Ge-genstand ergaben jedoch, daß schon die europ. Seefahrer des 12. Jahrh, sich derMagnetnadel bedient hatten. Daher kann das Verdienst des amalfitanischen Schif-fers nur darin bestehen, die bereits vorhandene Erfindung vervollkommnet zu ha-ben, was ihm jedoch immer den Dank der Nachwelt sichert. Bis auf ihn hatteman nur eine höchst unvollkommene Einrichtung, zufolge welcher die wegweisendeNadel, auf ein paar Strohhälmchen oder dünne Holzsplitter gelegt, in einem Ge-fäß mit Wasser schwamm, und so durch ihre Richtung die Himmelsgegenden an-zeigte, natürlich dies aber nur dann vermochte, wenn die See ruh'g und dasSchiff