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Äiotto
Giro
und Dresden bewundert man einige seiner Bilder, auch ist in dem herzogl. Palast inBraunschweig und in der Galerie in Pommersfelden ein Gemälde von ihm vorhan-den. Er starb schon 1511 an den Folgen einer zu großen Neigung für das schoneGeschlecht. Seme Echule zeichnet sich in der Wahrheit des ColoritS aus.
Gi 0 tto. Dieser berühmte Maler und Petrarca '? Freund hieß eigentlichAmbrogiotto Burdone. Als der Sohn eines Bauern in dem fiorentinischenDorfe Vespignano (geb. 1276 nach Vasari, 1265 nach Baldinucci ) war er be-stimmt, das Vieh zu hüten. Da Cimabue ihn einst beobachtet hatte, wie er einsvon seinen Schafen mit einem spitzen Wtein auf ein Stück Schiefer zeichnete, bar erseinen Vater, ihm den Sohn zu überlassen, und nahm ihn mit nach Florenz , wo erihn in der Malerei unterrichtete. Seine glücklichen Anlagen, besonders die ihm ei-genthümliche Grazie, entwickelten sich so schnell, daß er in Kurzem seinen Meisterund all - mitlebcnde Maler übertraf. Er faßte m seinen Bildern die menschl. Dingewahrhaft und gemüthlich auf, zeichnete sich vor seinen Zeitgenossn durch edlere For-men, gefällige Vertheilung der Figuren, Beobachtung der Proportionen und natür-liche Behandlung der Gewänder aus. Seine Figuren haben mehr Leben und freieBewegung als die seines Vorgängers Cimabue , sowie er überhaupt den steifen Stylverließ. Zu s. vorzüglichsten Werken g> hört die berühmte V>, Weib, (Schifflein) inRom (die Darstellung des Apostels Petrus , der auf dem Wasser geht, in musivischerArbeit), in Florenz em'ge Frescogemälde (die Krönung der heil. Maria in der KircheSanta Croce und die von Michel Angela und Mengs so bewunderte Grablegung derJungfrau); ferner die Geschichte des heil. Franciscus in Nun» omnenw zuAssisiund mehre Miniaturen. Dieser außerordentliche Mann trieb mit gleichem Glückdie Bildhauer- und Baukunst. Er starb 1336 und hinterließ eine Menge Schüler,
Girardon (Fran,ois), Bildhauer und Architekt, geb. 1628 zu Troyes inChampagne , hatte Laurent Maznre zum Lehrer. Nachdem er sich unter Fram oisAnguier vervollkommnet hatte, erlangte er einen solchen Ruf, daßLudwig XlV.'ihnmit einer jährl. Unterstützung nach Rom schickte, um die Meisterwerke alter undneuer Zeit zu studiren. Nach seiner Rückkehr schmückte er die konigl. Schlosser mitseinen Arbeiten in Marmor undBrcnze. Nach Lebrun sTode erhielt er das Amt ei-nes Oberaufsehers aller Bilthauerwerke. Nur der berühmte Pujet war mit dieserW.bl unzufrieden, und ging, um nicht von ihm abhängig zu sei», nach Marseille .Beide Nebenbuhler waren einander würdig. Pujer gab seinen Figuren mehr Aus-druck, G. mehr Anmuth. Auch zeichnen sich seine Werke durch Reinheit der Zeich-nung und Schönheit in derAnordnung aus. Die vorzüglichsten sind: das prächtigeGrabmal desCartinals Richelieu, sonst in derKirche derLwrbonne, nachher in demjetzt wieder aufgehobenen Museum üo l'elils-Xugm5t,n<!; die Reiterstatue Lud-wigs XIV., welche sein Meisterstück war, und am 12. Aug. 1792 umgeworfenwurde; endlich in den Gärten von Versailles die Entführung der Proserpina vonPluto und die herrlichen Gruppen, welche die Boskette.der Apollobäder rc. zieren.Da G. zu sehr beschäftigt war, um seinen Marmor selbst bearbeiten zu können, über-ließ er diesen wesentlichen Theil der Bildhauerei Künstlern, die zwar geschickt, aberdoch nicht von den Talenten ihresMeisters waren. Er starb zu Paris 1715. SeineGattin, Katharina du Chemm, war Blumenmalerin.
Giro (Kreis, Kreislauf), die mehrmals geschehene Indossirung(Übertragung) eines Wechselbriefs; daher ein von einen» Inhaber auf einen andernindossirter Wechsel ein girirter Wechselbrief, die Handlung der Übertra-gung aber giriren heißt. Der, welcher einen girirtenWechselbriefan einen Andernindossirk hat, wird der Girant, Derjenige aber, an welchen ein solches Zndosse-ment gerichtet ist, der Girat genannt. Ein ausgefülltes Giro wird dadurch be-wirkt, daß der Girat in dem Giro mitBcisügung des Datums benannt ist, und derTrassat (dei Bezogene) um de: Bezahlung an ihn oder dessen Ordre angewiesen wird,