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Glasmalerei
gelmäßige Straßen und ist eine der schönsten Städte von ganz England. Dieprächtige Hauptkirche, vielleicht der einzige noch unversehrte Überrest gothischer Bau-kunst in Schottland , ist 1123 gebaut. Die Universität, deren Kanzler gegenwärtigBrougham ist, wurde 1450 vom König Jakob li. u. dem Bischof Tmnbull gestif-tet und ist mit Edinburg die einzige Hochschule in Großbritannien , deren Einrich-tung den deutschen Universitäten ähnlich ist. In neuern Zeiten ist sie durch die Ver-mächtnisse von John Andersen u. Will. Hunter sehr erweitert worden. Andersen sVermächtnis bezog sich aus die Unterstützung von 81 bedürftigen Jünglingen, dienicht allein auf seine Kosten zu Gelehrten, sondern auchzuKauft.ulen, Land Wirthen u.Künstlern gebildet werden sollten. W. Hunter, nicht weit von G. geb. und auf dieserUniversität erzogen, vermachte derselben sein Museum, das nicht allein alle Artenvon Naturalien, anatomische Präparate u. Münzen aller Art, sondern auch s. ganzeBücher - und Handschriftensammlung und eine Menge Origmalgemülde der erstenMeister enthält. Das Ganze wird auf 150,000 Pf. St. geschäht und ist in einemprächtigen u. geschmackvollen Gebäude, welches zu dem Ende errichtet worden, auf-gestellt. Merkwütdig ist die 1196 von Andersen, Pros. der Naturwiss, gegründeteäkadein. Anstalt, welcher der Stifter s. Bliche, sanimlung, s. Museum und s. ganzesVermögen vermachte. Hier werden für Diejenigen, die sich nicht zu Gelehrten bil-den wollen, sowie ftir Frauen, Vorlesungen über Naturwissenschaften gehalten, undin einer besondern Classe auch Handwerker in jenen Wiss'nschasten unterrichtet.Kenntnisse der Chemie u. Mechanik sind vielleicht in keiner Manufacturstadt Euro-pas so allgemein verbreitet als hier. Noch besitzt G. ein -Leminar, worin 520 jungeLeute unterwiesen werden, eine Kunstakademie u. eine große Bibeldruckerei. Daskönigl. Krankenhaus für 12 —1500 Kranke kostet jährl. über 3000 Pf. St. Ei»treffliches Irrenhaus ward 1810 von einem gewissen Stark erbaut. Auch die Bör-senhalle, das Theater, die Sternwarte, die Reitschule, das Magdalencnspital u. dasöffentliche Gefängniß sind prachtvolle Gebäude, alle von Stark nach großenMustern der Antike aufgeführt. U. a. ist das Gefängniß mit einer Säulenhalleverziert, die wie das Parthenon in Athen gebaut ist. Man findet in G. eine mar-morne Bildsäule von Pitt; eine bronzene des John Moore, der bei Coruüa in Spa-nien fiel und ein GlaSgower von Geburt war. Auch Nelson'S Andenken ehrten dieEinw. von G. durch Erricbtimg eines Obelisk von 142 Fuß Höhe. Die Stadt hateine dem Handel äußerst günstige Lage. In der Nähe der reichen Steinkohlengru-ben fleht es durch den Clyde mit dem arlant. Meere, und mit der Nordsee durch denClvtecanal und den Fluß Forlh in Verbindung. In der Mitte d. 18. Jahrh, warG. der vorzüglichste Stapelplatz für den amerikan. Taback, der von hier durch ganzEuropa verfahren wurde. Gegenwärtig befinden sich in der Stadt und m ihren Um-gebungen allein 52 Baumwollenmühlen, die zusammen ein Capital von einer Mill.Pf. St. gekostet haben. Hierzu kommen große Lpinnereieu und 18 Manufacturenfür Baumwollengewebe mit 2800 WeberstuhleN, 18 Calieodruckereien ». 39 Glätt-maschinen, die durch Dämpfe in Bewegung gesetzt werde» und an 130,000 Men-schen beschäftigen. Noch hat G. 9 Eisengießereien, eine Menge andrer Manufactu-ren und einen bedeutenden Zwischenhandel. >L. Jam. Cleland's „«Ltatistik vonSchottland, insbes. von Glasgow" (Glasgow 1823); „.4iin-ils ok(2. A. 1829) und „ilise sixl pi»^il>5>i »> (2. A. 1829).
Glasmalerei. Diese, wie Dior isoli aus einer Stelle des Seneca u. Vo-piscus FirmuS zu erweisen sucht, und wie ein aufgefundenes Bruchstück der Art,welches in Buvnarotti'S v-,7>Oi,i eopr.i alruiii IriiMiiienti ,li -mtiolu
<I i vetia k-tc-." beurtheilt wird, vielleicht wirklich beweist, schon den Alten bekanntge-wesene Kunst wurde im Mittelaltcr angewandt, um die Glasscheiben an Kirchen u.a. öffentlichen Gebäuden mit Malereien zu verzieren, welches in Vereinigung mitdem ganzen Style der gothischen Kirchen ein heiliges Halbdunkcl über sie verbreitete.