Gleditsch 121
rungsbezirk Breslan. von hohen Gebirgen eingeschlossen, 8 Meilen lang und 5M. breit, sehr fruchtbar mir reiner Luft und mehren Heilquellen zu Eudowa,Neurode und Remerz. 2000 Fuß hoch liegen die sogen. Seefelder, die beständigunter Wasser steh. ru das niemals friert und niemals zu-, oder abnimmt. Zm Wolfs-grunde ist de, LLassevfal!, im Gebirge sind die Höhlen merkwürdig. Die Hauptst.gl. N. (mit 8200 E.) ist eine wichtige Festung und erlitt Belagerungen in d. I.1712, 1150 und 1807. Au der ehemal. Grafsch. Glaz gehörte auch der jetzi-ge Habelschwerdter Kreis (IlsWd., 39,000 E.), mit Landeck , das warmeBäder, und Niederlangenau, das einen Sauerbrunnen hat.
Gleditsch (Johann TheophiluS), Pros. der Naturwiss. und Botanik,Mitgl. der)lkad. derZbissensch. in Berlin, geb. zu Leipzig d. b.Febr. 1714, hattedaselbst ftudirt und erhielt nach des Pros. Hebenstreit'S )tbgange, der eine wissen-schaftliche Reise nachAftika unternahm, die Aussicht sowol über den botanischen alsüber den damals durch s. Anlagen und seltenen Gewächse berühmten Groß-Bose'-sehen Garten. Botanische Excursionen durch Sachsen , nach dem Harz und demThürmgerwalde, welche G. machte, sowie s. Aufenthalt zu Annaberg , wo l). Hä-nel (ein bekannter ft-aturforscher)s. Lehrer wurde, dann zu Berlin , wo er der Schü-ler von Buddäus Lchaarschmidt, Senff und Ncumann ward, erweitertens.Kennt-nisse und setzten ihn in den Stand, sowol die I lo> > 10 I,i!,»ens>5 als die von Leip-zig zu bereichern, sjn Berlin ward G. durch den König Friedrich Wilhelm !. demHrn. v. Ziethen , einem Freunde der Pflanzenkunde, empfohlen, was zur Folgehatte, daß der junge Naturforscher 1730 eine svsiemat. Beschreib, der seltenen Ge-wächse in Druck gab, die in Ziethcn's Garten zu Trebnitz gezogen wurden. G.ließ sich hierauf als Arzt zu LebuS nieder; dann zu Franks a. d. -O., wo er ll. wardund als Lehrer der Physiologie, der Botanik und Miti-rst, iinAia-, auftrat. Zumordenrl. Mitgl. der eben errichteten Akad. derWissensch. in Berlin und zumDirec-tor des botanischen Gartens ernannt, erhielt er auch die Stelle eines zweiten Pros.der Anatomie. Aus Verlangen Friedrichs >l- hielt er öffentliche Vorlesungen überdie Forstwissenschaft und war der Erste, welcher ein geordnetes System über diesenZweig aufstellte. Seine zahlreichen Schriften und die nichtigen Schüler, welcheer zog, beweise» die äüeimtmsse und die verdienstvolle Thätigkeit dieftsGelehrten, derim !?ct. 1756 stark. Z» beklagen ist, daß mehre treffliche Lehren und Erfahrungenvon G. in den verschiedensten Zweigen der administrativen Ökonomie nicht immerund übel all so-beherzigt worden sind, wie sie es verdienten. Übrigens war G. einMann von ebenso großer Bescheidenheit als Gelehrsamkeit. Mehre s. noch jetzt inEhren gehaltenen Werke wurden erst nach s. Tode von s. Schwiegersöhne, demGeh.Fmanzralh Gerhard in Berlin , herausgegeben. Zu den vorzüglichsten gehören s.„lGu-M- ni jstnnun nn," (über denZielhen'schen Garten zu Trebnitz), s.
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von eine deutsche sjbers. im 3.Bde. s. Dissertationen über Botanik sich findet); s.,,>!Lvstemak. Einleir. zum Studium der Forstwissenschaft"; s. „Tyeoietisch-prakti-sche Geschichte der Medicinalpflanzen"; s. „Iiaturgeschichte der nützlichsten einhei-mischen Gewächse"; s. „l'>> 0 nni<'!> nwilie.n" (von F. W. 2l. Lüders, einem der aus-gezeichnetsten Schüler von G., herausgegeben); und s. „Bemerkungen in Bezug aufBetan k und Medicin". Seine Dissertationen sind zum Theil in den Memoiren derFreunde der Naturwissenschaft in Berlin , zum Theil in den Annalen der berlinerAkademie, zum Theil auch in den Mannigfaltigkeiten von ll. Martini, abgedruckt,'sowie mehre die Pflanzenkunde betreffende svstematisehe Ka.'ologc; auch besorgte erdie 2.AuSa. der LinnL'sch.-n „pl.ilo«»,i»c>t-»,wi>". Seine Lebensbeschreibtingvon v. Willdenow und llsteri kam 1790 in Zürich heraus. Der NaturforscherCateübv hat ein exotisches bohnenartigesGewachs älecli^i.-, benannt,