Band 
Vierter Band. F bis G.
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Gletscher

Halla'oat folgte eine kleine Sammlung Episteln, welche in ihre,-Art gleich originellund trefflich sind. Nach Friedrichs l I. Tode ward G.'ö Enthusiasmus für den gro-ßen König zu glühender Vaterlandsliebe. Die sranz. Revolution erfüllte ihn mit(Nansen. Er sah >m Geiste die Stürme derselben auch über das theure deutscheVaterland hereinbrechen. Unaufhörlich predigte er den Deutschen Einigkeit,Kampf ausgeben und Tod für Unabhängigkeit des Vaterlandes; er gab Soldaten:,Marsch: und neue Kriegslieder heraus, Zeitgedichte, politische Fabeln u. s. w., umrichtige Begriffe von Freiheit und Gleichheit, Fürst und Volk und echter Vaterlands-liebe zu verbreiten. Als sein politischer Eifer nirgends Eingang fand, suchte er Ruhevor der gräuclreicben Gegenwart. Die leidenschwere Zeit scheuchte ihn aber nichtin eilte Tnuonshöhle, sondern er baute sich ein Hüttchen, mitten unter da? jüngere,s. Überzeugung nach m unglücklichem Wahne verirrte Geschlecht. Auster den jährl.Besuchender ältern Freunde Herder, Stolberg , Eschenbm g, I. H. Dost mit ihrenFamilien, erheiterte» die letzter» Jahre des Greises auch noch die öfter» Besuche derjünaer» Freunde: Baggesin, Jean Paul , Seunie, Falk und vieler'Andrer, denener kulfreich und väterlich zugetba» war. Zwei I. vor s. Ende erblindete G. aufbeide» Augen; eine Operation blieb ohne Erfolg. In der Dunkel.heit s. Tage bliebsein Geist noch mekr wie zuvor aus die großen Begebenheiten hingerichtet. Im 84.Icbre s. Lebens nahm G. Abschied von s. Freunden, starb gottergeben und wardbegrabe» in s. Garte» vor Halberstadt ; s. Anordnung gemäß stehen einfache Ur-nen, mir den Namen s. ihm vorangegangenen ältesten Freunde, um die Stätte s.Rehe her. Klopstock'S Ode, die s. Namen trägt, hat ihn, seiner Persönlichkeitnach, treu und unvergeßlich gezeichnet; s. Geistes Bild, s. Herzens Spräche lebtin s. kleinsten Sprüchen und Gedichten. Hagedorn und er gaben uns das leichte,fröhliche, naive Lied; cr früher als Hagedorn und Andre die wahre Kindesfabel,die spielende Romanze, das tyrtaische Kriegslied. Als eines Vaters der Jünglinge,als eines Freundes der Menschen lebt sei» Andenken in den Herzen aller Guten undEdlen, welche ihm den schönste» aller Ehrenname» gegeben haben: Vater Gleit».S. „G'eim's Leben, aus s. Bnefeit und Schriften", von Wilh. Körte (Halbe, statt18! 1); „Gleini's sminitl. Werke, erste Originalausgabe aus des Dichters Hand-schriften durch W. Körte" sii Bdche»., Halb.rstadt 1811 —13).

Gletscher. Wo sich die Gebirge über die Schneelinie (s. d.) erheben,sind ihre Gipfel u.Seitenflächen mit ewigemSchnee bedeckr. Hier bildn derSchneeeinen Überzug, der fester als der gewöhnliche Schnee ist, ohne eigentltchesEiS zu sein.An den Seite» der Berge ist mehr Eis als auf den Gipfeln; doch nennt man dies nochnicht Gletscher, sondern diese dehnen sich von den Abbänzen der Berge bis i» dieThäler und weit über die Schneelinie hinunter. Sie sind also große Eisfelder zwi-schen den Bergen selbst, oft von ganz horizontaler Ausdehnung, gewöhnlich aber et-was scbi äge. Das Gletschereis ist gänzlich von dem Meer- und FlußeiS nute, schie-den. Es legt sich nickt schichten weise an, sondern besteht aus lauter kleinen infam.m 'ngcfrki'encn Schneekörmrn. und ist daher bei aller s. Klarheit und bei seiner oftspiegelglatten Oberfläche, dennoch völlig undurchsichtig, zerspringt anch nicht strah-let f rniig, wie das Meereis. sondern hat eine» körnigen Bruch. Dabei sind dieGlersther voll Spalten und Schrunden, und in diese» Riffen sieht das Gletschereisoben grünlich und in der Tiefe bläulich aus., Wesentlich gehören zu der Natur derGl sicher ihre Ränder, die man in Suvoyen äsiunue«. -logl-wier-,, in Island Jä-kel- giärde nennt. Diese Ränder bestehen aus schlammiger Erde, welche oft schich-teuweift mehre Klafter über einander liegt, im Sommer einem unergründlichenSumpfe gleicht, und durchaus keine Vegetation zeigt. Es ist heckt? wahrscheinlich,daß diese scheußlichcnMoränen durch das Schmelzen des niedern Gletschereises ent-stehen. Offenbar erfolgt dies im Sommer, und wenn es nicht geschähe, so müßtendie jährlichen Anhäufungen des ün Winter frierenden Schnees diesem endlich eine