Gliedermann
Glimmer
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grenzenlose Ticke geben. Aber es schieben sich auch die großen Eisfelder, wenn imheißen Sommer ihre Ränder schmelzen, weiter in die Thäler hinunter, und erkältenauf eine Zeit lang die Luft in den letzter» außerordentlich, bis sie enbl j, zum Theilwenigstens du. cd die größere Lärme geschmolzen weiden. In Lapaland, wo dieSonne weniger Kraft Hut. bemerkt man jedoch in der Gegend des S r li reimn herab-geglirtene Gletscher, welche die Lust fortdauernd so sehr erkälten, d. ; die Schnee-grenze schon bis aufZIlw Fuß über derMeeresstächesteht. Dies che'abgleiten derGletscher, welches durch die Schneelawinen im L7vmmer befördert wird, muß na-türlich stärker oder schwächer sein, nachdem die Ebene des Eisfeldes einen stumpfernoder spitzen, Sinke! mit dem Horizonte macht. Man kann sich davon überzeugen,wenn man die veränderte Lage großer beweglicher Felsblocke um die ß Gletscher her be-merkt, denn diese werden von dem Eise sichtbar fortgeschoben, und mau hak amGrindelberg in der Schweiz gesehen, daß solche Steine in einem Jahr 2ä Fuß weitfortgeschoben wurden. So sieht man auch in den Moränen oft Rollsteine von be-deutendem Umfange, die von einer ganz ander» GebiraSart sind, als die in den Thä-lern. Sie mußten daher m den Hähern Regionen der Gebirge abgelöst unb herab-aedrängt sein. Man sieht also, daß, wie in manchen Gegenden und bei heißenSommern sich die Gletscher vermindern können, sie sich doch auch Jahre lang oft sovermehren, daß sie die Thäler unwirihbar machen. Zu ihrer Vei Mehrung trägthäufiger Wechsel von Thauwetter und Frost bei; zu ihrer Verminderung die Ge-birgssiröme, welche oft unter ihnen fortgehe», scdW, der Gletscher Eisgewölb? überden Strömen bildet. Diese Wtröme findet man auch in der Tiefe der großen Spal-ten, welche in den helvetischen Alpen größtentheils Staub- oder Pvirei lawinen ge-nannt werden, weil sie aus frisch gefallenem Schnee bestehen, den der Wind mir sichfortreißt, und stäubend in die Tiefe stürzt. Es kommen aber auch, best ndei s in bettnorwegischen Alpcnthälcrn, Grund- und Schlackenlawtnen vor, welche Steine undErde mit sich führen und die Moränen der Gletscher vei »lehren. F/n Tirol, inder Schweiz, in Piemont und '^avopen sind so viele Gletscher, daß :r an berechnethat. wenn sie alle verbunden würden, so würden sie ein Eisfeld von ','0 geograph.LüMeilen ausmachen. Es gibt einzelne Gletscher, vorzüglich in Eauopen, mehrals 3 deutsche Meilen lang, eine halbe Meile breit und -0 — 1 SO oUaftern dick.Einer der berühmtesten ist das Meer de Glace im Chamouuvthal, etwa 57t)0 Fußüber der Meeresfläche. 2» Frankreich , bei Bcaume, und in den Karpathen beiTselitz gibt es unterirdische Gletscher» die in großen Höhlen gebildet sind und nie-mals anschauen, weil die Sonne nicht auf sie wirken kann. Aus dieser Darstellungergibt sich, daß in der großen Andeskelte keine Gletscher vorkommen können, weilzwischen den Wendekreisen die Temperatur das ganze Zahr sich nicht verändert. —Gletschersalz ist ein säuerlich auflösendes Salz, das mir einem Theile alkali-schen Salzes verbunden ist. Es findet sich in schwarzsandiger Erde an Stellen imberner Gebiete, wo vormals Ebsgletscher standen. Es wird aus jener Erde ausge-laugt Und findet sich in der Nähe von «Schiefer, wo cS sich im weißen S taube an-legt und nach erlangter Masse abfällt. Auch findet man dies Salz in Klumpen amSchiefer, theils auf den Schichten derselben. Solches Klumpensalz bemerkt manauch imWalliserlande und benutzt es alsSedlitzer «atz.
G l i e d e r m a n n, Gliederpuppe (mniwgui»), die mit beweglichenGliedmaßen versehene Puppe, deren sich die Künstler als eines Modells bedienen,um das Gewand richtig anordnen und legen zu können. (V. Gewand.) Va-sari nennt als Erfinder derselben den Daccio della Porla, einen Maler, der im Or-den der Dominicaner den Name» Bartolomeo di ö^a» Marco erhielt. «Ick.
Glim m e r, ein Mineral, welck.es selten in sechsseitigen Tafeln k'hstallisirt,gewöhnlich derb und sehr leicht in zum Theil großen Blättern oder Tafeln theilbar,auch in Schuppen und Blnttchcn, — silberweiß, braun, schwarz, goldgelb, grün