Band 
Vierter Band. F bis G.
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741
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Glühen Glühwurm 741

lind die Tieft lind Wahrheit des Ausdrucks, welchen er sowol in die erschütterndstenals in die faustest,'» Scenen, ohne alle vulgaire Verzierungen vonCadenzen, Tril-lern, Läufern u. dgl. zu legen wusste, lässt sich nicht mit Worten darlegen. G. bandsich ganz gegen die Sitte der mehrsten andern Tondichter streng an den Genius derSpräche, und nie sucht inan ihn zu Nuntien irgend einer Passage dieWor'e unge-büb,, lieb dehnen oder kürzen. DasDedicationgschreiben, mit welchem er s. „Alceste "dem Giosshcrz. Leopold von Toocana übergab, spricht seine trefflichen Ansichten überdie dramat. Musik einfach aus. Die Trompete ward durch ihn zuerst in die franz.Drchester eingeführt, und ihr sparsamer und zweckmässiger Gebrauch erhöhte damalsebenso die Wirkung feiner grossen Musiken, wie jetzt ihr lächerlicher Mißbrauch beimanchen Composilionen den beabsichtigten Effect imponirender Größe zerstört.

G lühe n bezeichnet den Anstand gewisser Körper, in welchem sie mittelsteiner starken Erbihuna leuchten. Es lassen sich zwei Arten glühender Körper unter-scheiden, nämlich solche, die durch das Glühen förmlich zersetzt werden, wie Holz-kohle», Schwamm u. s. w., und solche, die ihre vorige Beschaffenheit beibehalten,wie z. B. das Eisen. Die erste Art ist ein förmliches Verbrennen, wobei jedoch keinGas in Flammengestalk aus dem Körper aufsteigt, die zweite hingegen ist eine blosseErhitzung. Von den Metalle» gelangen viele eher zum Schmelzen als zum Glühen,z.B.Blei, Zinn; hingegen das Eisen glüht lange, bevor es schmilzt. Es lassen sichsehr deutlich 3 Perioden des Glühens unterscheiden. Eisen wird ungefähr beim770. Grade der Hitze nach Fahrenheit braunroth, welches der Anfang des Glühensist, bei verstärktem Feuer wird es rothglühend oder feuerfarbig, und bei ungefähr1000 Gr. Fahrenden weißglühend, wobei es ein Helles, fast weißes Licht verbreitet.Beim nllmäligen Ei kalten geht das Glühen in derselben Stufenfolge rückwärts.Man nimmt bei diesen stufenweise» Übergängen alle Lichtfarben wahr. DieDunamistcn schliefen hieraus, daß die Wärmematerie beim Glühen die Kör-per wirklich angreiü, und nicht bloß ihre Poren durchdringe, wie die Atomi-sten lehren. — Glühe heisst der Herd in einer Schmelzkütte.

Glühwurm. In Deutschland ist nur ein Infekt, das Johanniswürm-chen, I,.->,NI>>>i-i imetüuo!,, wegen des phosphorischen Lichtes bekannt, das es imDunkeln verbreitet; im Ganzen aber kennt man 8 Arren Insekten, welche dieseEigenschaft haben. Don den Johanniswürmchen sehen die "Weibchen den Männ-chen so wenig gleich, daß man mir durch die Begattung erkannt hat, wie sie zu einerArt gehören. Ist der Glühwurm vollkommen ausgewachsen, so hat er eine Längevon ungefähr ? Zoll; oben ist er dunkelbraun, und unken gelblich weiss, Ruht dasThier, so ist der kleine schwarze Kopf unter dem Brustkasten verborgen. Die Glie-der sind fadenförmig und bestehen aus 11 Glieder». Das Männchen sieht man sel-ten, das Weibchen oft genug, vornehmlich an schattigen, feuchten und graöreiche»Deren. Das schöne, bläuliche Licht kommt aus den 3 letzten Ringen des Bauchs.Hier strömt es aus einer gelblichen Substanz hervor, welche l» zwei kleinen Säckenunter den Ringen eingeschlossen ist. Man nstll auch bemerkt haben, daß eine merk-liche Vermehrung der Wärme mit dem Leuchte^ verbunden ist, den» das Thermo-meter, an diese leuchtenden Punkte gehalten, stieg um 6—8 Grad Fahr. Bringtman jene Säckchen unter Wasser, so leuchten sie wol 48 Stunden lang ununterbro-chen fort. Nur zur Zeit der Begattung findet man diese Erscheinung, die fowolnach dieser Zeit als auch mit dem Tode sogleich aufhört. In Südamerika gibt egeinen Käfer, bsslulor noiüilnou-;, der so stärkst»Finstern leuchtet, dass die Karaibensich desselben stakt der Laternen bedienen. Das Licht kommt auch hier aus einerteiganigen Mass', die in zwei Säckchen unter deni Brustschilde enthalte» ist. Nochberühmter haben sich die Laternenträqer gemacht, von denen die surinamsche Art,1G ch>>-!, I-stl-rn-n i.-i, eine grosse hornige Blase vor der Süirn trägt, die einen starkenSchein im Finstern verbreitet. Auch die Feuerasscl, 8coIo;,'-u>lia elt-oli n a, gehört