Band 
Vierter Band. F bis G.
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Gnosis

solche Äonen od. Welrschöpfer, unter deren Herrschaft die Menschen immer schlech-ter und unglücklicher wurden. Um das Reich der Weltschöpfer zu zerstören und dieMenschen ron der Macht der Marerie zu befreie», sandle Gott den erhabensten allerÄonen, für den erst Snuon, und nach ihm der berühmteste unter s. Schülern, Me-»andcr, e n Sair.anter, welcher gegen das Ente t. ersten Jahrh. Anriochien inSyrien eine eigne Seile stiftete, sich selbst ausgab. Simon und Menander warenFeinte des Christenthums; der Jute Cerinthus , den der Evangel st Johannes nochgekannt zu haben sch.int, veim.ngte diessPhamasien mit den Lehren des Christen-thums, und behauptete, jener erhabenste Äon, den Gott zur Rettung der Menschengesandt habe, sei Christus, der sich in Gestalt einer Taube auf den Juten Jesus her-abgelassen, turch ihn tie christliche Lehre verküntigt, jedoch noch vor derKreuzigungJesu wieder von ihm getrennt habe, und erst vor der Ausersshung der Todten zurGründung eines tausendjährigen Reichs der vollkommensten irdischen Glückseligkeitaufs Neue mit Jesu vereinigen werde. Diese Grundideen desGnosticismus wur-den im 2. Jahrh, unter der Regierung HadrianS und der beiden Antonine von denchristlichen ReligionSphtlosophen, die vorzugsweise u. d. N. Gnostiker bekanntsind, noch mehr geläuiert, erweitert und ausgeführt. SaturninuS, ein Syrer,redet von einem unbekannten höchsten Gott, der viele Enge! und Kräfte erzeugthabe; sieben dieser Äonen wären die Wcltschöpftr gewesen, und bald von Gott abgefallen; einer derselbe», der Judengott, habe tie Menschen zum Bösen ver-führt, daher der Unterschied zwischen guten und bösen Menschen entstanden sei.Auch SarurninuS nennt Christum den von Gott gesandten Retter und den SohnGottes, eigenthümlich ist ihm aber die Behauptung, daß Christus nicht wirklich ge-boren worden sei, auch kei.nen wahrhaften, menschlichen, sondern nur einen Schein-kol per an sich gehabt habe, weshalb s. Anhänger und andre spätere gnostische Par-teien, die hierin mit ihm übereinstimmten, Doketcn und Phantasiasten genannt wur-den. Übrigens läugnete SaturninuS ganz folgerichtig die Auferstehung der Leiberund nahm nur eine Rückkehr der «eelen guter Menschen in das Wesen der Gott-heit an. Seine Sekte zeichnete sich durch Strenge der Sitten aus, verwarf dasFleischessen und den Ehestand. Sein Zeitgenosse Basilideg, ein Alepandimner, unterlcheidet sich von ihm durch eine den ägyptischen Priester» nachgebildete, nochgeheimnisvollere Sprache. Nach ihm sind die Zeugungen der verschiedenen (Him-mel-.) Stufen von je 7 Äonen, aus denen s. Lichtreich besteht, Emanationen, Zufolgederen jede niedere Familie oder Ordnung dieses Reichs ein Nachbild der höher» wird.Die innere Harmonie der untersten Ordnung des Lichrreichs wurde dadurch gestört»daß das Reich der Finsterniß Lichtstrahlen aus derselben wahrnahm und nun nachVermischung mit ihr strebte. Lw wurden reine Naturen aus jenem Reiche in tietodte Masse hinabgezogen, und im läuternden Kampfe mit derselben selbständig.Dadurch entstand die sichtbare Welt, deren Zweck die endliche Lwnderiing des Gu-ten und dem Lichtreich Verwandten von den materiellen Schlacken ist. Die See-len oder gefallenen Lichtnaturen wandern zu ihrer Läuterung in dieser Welt durchverschiedene Körper und Zustände, was B. aus den verschiedenen Stufen desGlücksund der Bildung der Menschen beweisen will. Das höchste Ziel dieser Läuterungder Seelen war aber dem obersten Äon der untersten Ordnung, den B. als Welt-schöpfer betrachtet, unbekannt. Darum verband sich der Erstgeborene des höchstenUrwesens bei der Taufe im Jordan mit den» Menschen Jesus , um die Seelen zu er-lösen, d. h. über jenen Weltlauf zu erheben und zur höchsten Ordnung des Licht-reichs zu führen. Seine Leiden waren nur die eines unschuldigen Kindes, das dasLoos der Menschlichkeit theilt, aber ohne Bedeutung für sein Werk. Dieses wirdvollbracht durch den Glauben der Seelen an das Christenthum, den B. eine Erhe-bung des zum Bewußtsein seiner Bestimmung gebrachten Menschengeistes in dasLichtreich nennt. So sehr diese poetische Ansicht von der einfachen LhristuSreiigion