Gobelin
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Goez
Küsten von Indien und nach China ist bedeutend. Seit 1812 bringen 24 großeS chiffe jährlich die Waaren, ivelche die Portugiesen aus ihren übrigen Niederlassun-gen und durch die nach Canton fahrenden Schiffe erhalten, nach Europa . DieKrone hat den ausschließenden Handel mit Zucker, Schnupftaback, Pfeffer, Salpe-ter, Perle» und Sandelholz. Der Gewinn aber, den die Niederlassung brachte,überstieg nicht die Kosten der Verwaltung, Unterhaltung der Festungswerke und derBesatzung. Goa siel 1807 in die Gewalt der Engländer, ward aber nach dem all-gemeinen Frieden den Portugiesen zurückgegeben. Im I. 1828 erklärte sich dieColonie für die Königin Maria . ü.
Gobelin (Gilles), ein Färber zu Paris unter der Regierung Franz l. Erwohnte in der Vorstadt Sk.-Marceau, wo s. Haus und der kleine Fluß, welcher vor-beistießt, noch heute s. Namen führen, und erfand, wie man sagt, das Geheimniß,das schöne Scharlach zu färben, welches nach ihm Gobelinscharlach heißt.Don ihm haben auch die Gobelin tapeken ihren Namen. Diese Manufactur,welche Colbert 1667 anlegte unsern Maler Lcbrun zur Leitung übertrug, ist nochimmer eine der merkwürdigsten in Paris ; sie übertrifft in ihren Leistungen Alles,was in gleicher Art in Europa verfertigt wird. Es werden vorzüglich Gemälde ausder alten italienischen, franz. und spanischen Schule auf die kunstreichste Art in dieTeppiche übertragen; der Glanz der Farben und die Zartheit der Ausführung sindbewundernswürdig, und man begreift kaum, wie es möglich ist, mit den, der Haute-lissearbeit eigenthümlichen Mitteln den Wirkungen der Ölmalerei so nahe zu kom-men. Die Anstalt wird auf Rechnung der Regierung betrieben, und die gefertig-ten Tapeten werden meist zu Geschenken verwendet.
O <> ,1 ü -> v « t I> u Iv i u g! (Gott erhalte den König!) der Refrain und dieBenennung eines berühmten englischen Volksliedes. Wahrscheinlich ist HeinrichClarey, der um die Mitte des 18. Jahrh, lebte, Verf. des Gedichts und der Melo-die; er soll jedoch, bei aller Anlage zur Musik, der Regeln des Lehens so unkundiggewesen sein, daher, nach Einigen, sich an D.Harrington in Bath, nach A. an Chri-stoph Lmith, Händel'S Schreiber, wandte, um seinen rohen Entwurf verbessern undden Baß hinzufügen zu lassen. Vermuthlich ist aus dieser letzten Angabe die Sageentstanden, daß die Weise des Volksliedes von Händel herrühre. Es ward, wie esscheint, zum ersten Vtal in „lirutleui.iii'g ni.-^riue" (174,7), als bei der Lan-dung des jungen Stuart die Anhänglichkeit an den herrschenden Königsstamm zeit-gemäß war, mit derMelodie bekanntgemacht, und wuVde, als es i). Arne (derConi-ponist des andern Volksliedes: „llule liriianni-,") auf die Bühne brachte, ein be-liebtes Volkslied. Die Weise bildeten seitdem verschiedene Künstler aus; aber ob-gleich die Harmonie des Gesangs seitBach und Kotzwara unstreitig verbessert wurde,so ist doch der Rhythmus noch der ursprüngliche. Nach einer Nachricht m>»io»«l>H (Bd. I V, S. 389) gibt es einen, ohne Zeitangabe von Rtley
und Williams herauSgeg. Abdruck des Liedes, worin Anton Poung, Organist zuLondon , als Vers der Melodie genannt wird. Noch werde die Angabe erwähnt,daß dieses Volkslied, wie auch Bourney, der Verf. der „Geschichte der Musik", ein-mal behauptet haben soll, ursprünglich nicht auf einen König Georg gemacht wor-den sei, sondern in der älteste» Lesart gelautet habe: „0,,,I-mr« xroat.lainusKi„g" (Gott segne unsern großen König Jakob), und Burney setzte hinzu, es seiursprünglich für Jakobs I I. kachol. Capelle gedichtet und gesetzt worden.
Goez (Joseph Franz, Freiherr v.). Dieser ausgezeichnete Maler, aus einerursprünglich lüneburgischen grast. Familie, geb. den 28. Febr. 1754 zu Hermann-stadt in Liebe,ibürgen, wo s. Vater als Oberstlieutenant in Garnison stand, wardbeim Hofkriegsrats in Wien und später beim Iustizdepart. angestellt; doch s. Mutzegehörte der St.nist. die er unter Brands, Füger'S und Sehmuzer'S Anleitung stu-diere. Auch b,suchte er das anatomische Theater. Bald war er im Stande, s. BerufEorwersativns- Leisten. Bd. IV. ^8