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als Maler durch gelungene Arbeiten, wie z.B. die nach dem Leben entworfene Ab-,bildungen des Feldmarschalls Haddick und dessen Familie, u. A. darzulegen. Durchden Tod s. DaterS in den Besitz eines kleinen Vermögens gesetzt, verließ er denStaatsdienst, um ganz s. Kunst zu leben. I» dieser Absicht begab er sich nach Mün-chen , wohin ihn die Galerie zog. Hier gab er 1784 s. mimischen Cyklus von Abbil-dungen der Leidenschaften, für Kunst- und Schauspielfreunde, nach der von ihm zuememMelodrama umgewandeltenBürgcr'schenBallade: „Lenardo und Blankine",in 160 radirien Blattern heraus. Auch malte er das Bildniß des Kurfürsten vonBaiern, Karl Theodor , wofür ihm die Münchner Akademie eine goldene Preisme-daille zuerkannte, und den berühmten Schauspieler Schröder als Hamlet. Zu glei-cher Zeit erschienen s. „Ilxei oices ü'inmgiu Nun <>,- dilleren!, <un.-n:t>'ic!s et ior->>x , ü nin.-nwelche meist ländliche und charakteristische Scenen darstellen, dieG. so meisterhaft aufzufassen verstand, daß Nicolai in Berlin in ihm einen deutschen Hogarth prophezeite. Auch malte er Piu« VI., als dieser kurze Zeit in Augsburg verweilte; dasmitBeifall aufgenommene Bildniß ätzte er nachher in Kupfer. 1787erhielt G. von der Kaiserin Katharina li. die Auffoterung, FörsteralsZeichncraufeiner Reise um die Welt zu begleiten. Da jedoch dies Unternehmen wegen des Krie-ges mir den Türken nicht zu Stande kani, so blieb er in München , mußte aber imJan. 1701, auf den Verdacht, als stehe er mit dem Illuminatenorden im Verbände,die Hauptstadt verlassen. Ä. war Freimaurer und halte bloß mit einigen Gliederndes IlluminatenordensBekannlschaft. Er begab sich nach Regensburg , wo er s. Un-schuld in einer kleinen Schrift darthat. Bald nachher erhielt er von München , woman den Ungruud ftner Beschuldigung, die aufeinerNamensverwechselung beruhte,eingesehen hatte, eine Einladung zur Rückkehr, die er jedoch ablehnte. Er blieb seit-dem in Regensburg , wo„er am 16. Sept. 1815 gestorben ist. Die Arbeiten diesesKünstlers, sowol die in Pl als die in Gouache (in welcher Manier er das Meiste lei-stete) haben einen allgemein anerkannten Werth. Seine reiche Hinterlassenschaftvon Zeichnungen und Skizzen ist zum Theil ms Ausland gekommen.
Gö ck in g k (Leopold FriedrichGüntherv.), geb. den 13. Juli 1718 zu Grü-ningen im Halberstädtischen, besuchte um 1760 das königl. Pädagogium zu Halle,wo er sich mit s. Freunde und Landsmann, G. A. Bürger, gemeinschaftlich in derDichlkunst versuchte, und studirte auf der dortigen Universität die Rechte. Dannwurde er Referendar bei der Kriegs- undDomainenkammer in Halberstadt , Kanzlei-dwector zu Ellrich im Hohenstemischen, 1786 Kriegs- und Domainenraih bei derKammer zu Magdeburg , 1788 königl. Commissair und Land -und Steuerrath zuWermgerodc, 1703 Geh. Finanzrath im südpreuß.Deport, des Generaldircctoriumszu Berlin, darauf Geheimerralh des Fürjlen von -Oranien-Fulda zu Fulda. Fried-rich Wilhelm I !. hakte ihn 1789 in den Adelstand erhoben, und seit der Zeit schreibter sich von Göckingk auf Daldorfund Günthersdorf. Auch war er herzogl. kurlän-dsschm Legationsrath. In den letzten Jahren entsagte er dem Gescbäsisleben undhielt sich bis 1826 in Berlin auf. Er starb im Kreise s. Familie, zu Wartenberg inSchlesien den 18. Febr. 1828. Wir haben von ihm vorzügliche Arbenen inden mei-sten Gattungen der Poesie, z. B. in Liedern, Sinngedichten und der Epistel, welckeletztem besonders der allgemeine Beifall gekrönt hat. Man bemerkt fast überalleinen vielseitig reflectirenden Geist, der indessen bei aller Welterfahrenheit der Em-pfindung, Naivetät und Zartheit keineswegs abhold geworden. Außer manchenandern tiefempfundenen und in gewandter Sprache abgefaßten Gedichten erwarbenihni doch wol s. „Liederzweier Liebenden" (zuerst 1777, dann 1779) den meistenRuhm, sodaß selbst der strengrichtende Wieland die poetische Briesstelleri», die hieru. d. N. Nantchen erscheint, die deutsche Sappho nannte. Seine Gedichte sind zuFrankfurt voa 1780 — 82 in 3 Bdn. (neue verm. AuSg. in 4 Bdn. fsalyr. Ver-suches, 1818), und ebeudas. 1781 der 1. Bd. s. prosaischen Schriften erschienen.S. G.'s Leben, von Tiedge, im 4. H. der „Zeitgen." (1829).