Gold
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Gold. Dies edelste unter den Metallen hat eine eigenthümliche hellgelb«Farbe und einen starken Glanz. Auf dem Bruche zeigt es kein bestimmt zackiges,sondern ein dichtes fadigesGefüge. Das specifische Gewicht ist von 19, 3 —19,65, indem es durch Schlagen u. Pressen eine etwas größere Dichtigkeit erhält. DieHärre des reinen Goldes ist nicht viel größer als die des Bleies, weßhalb es der Ab-nutzung sehr unterworfen ist und zur Verhinderung derselben mit andern Metallenversetzt oder legirt wird. An Biegsamkeit steht es dem Silber nach, dagegen über-trifft es alle bekannte Metalle an Dehnbarkeit und Geschmeidigkeit. (S. Gold-schläger.) An der Luft erleidet das Gold gar keine Veränderung und behält auchan der feuchten Luft seinen Glanz. Reines Gold kommt etwas früher als Kupfer inFluß; auf der Oberfläche zeigt das geschmolzene Gold eine lichtgrüne Farbe, es ver-ändert sich dabei nicht und krystalstsirt beim Erkalten zu kurzen vierseitigen Pyrami-den. Nächst dem Platin gehört es zu den feuerbeständigsten und unzerstörbarstenMetallen, auch wird es durch flüchtige Körper kaum verflüchtigt, wodurch es einengroßen Vorzug vor dem Silber besitzt. Z» der heftigsten, durch Brenngläser undBrennspiegek hervorgebrachten Hitze, vorder Flamme deümitSauerstoffgas genähr-ten LöthrohrS und in dem heftigsten Feuer einer Dolta'schen Batterie verflüchtigt sichdas Gold wirklich und verbrennt zum Theil zu einem purpurroihen Kalk. DieGolt-kalke sind noch wenig bekannt; es soll 2 Arten derselben geben. Zn den Alkalien undim Ammoniak ist das reine Gold unauflöslich, der Goltkalk löst sich aber in demletzter» sehr bald auf. Obgleich das Gold von der Schwefelleber beimWchmelzenso vollkommen aufgelöst wird, daß es mit dem Wasser eine ganz klare Auflösung bil-det. so läßt es sich mit dem Schwefel im Flusse nicht vereinigen, Welkst die Nie-derschlüge des in Säuren aufgelösten Goldes durch Schwefelwasserstoffgas sind nurGemenge von regulinischem Gold und von Schwefel. Unter allen Säuren ist dasGold nur im Königswasser auflösbar, und das Ammoniak gibt durch Niederschlagdas Knallgvld. (S. Knall.) Eine Auflösung des Zinnes in dem Königswas-ser gibt, zu der Goldauflösung gegossen, einen schönen dunkel purpurfarbenen Nie-derschlag, den sogenannten mineralischen Purpur oder den Goldpurpur deö TaffiuS.Mit andern Metallen verbindet sich das Gold sehr leicht, alle vermindern aber seineDehnbarkeit, sodaß nur zwei Metalle, dasSilber und das Kupfer, zur Legirung an-gewendet werten, um ihm mehr Härte zu geben. Bei den Müntzen setzt man lie-ber Kupfer zu, zu manchen andern Arbeiten lieber Silber, zuweilen auch beides zugleicher Zeit; daraus entspringe» die rothe, die weiße und die gemischteKaratirung.Man muß daher beim Probiren deöGoldeS auf einem Probirstcine eigentlich Pro-birnadeln von dreierlei verschiedener Zusammensetzung, auö Gold und Silber^ ausGold und Kupfer, und aus Gold, Silber und Kupfer haben, Um das Gold vondem Silber, mit dem es in allen Verhältnissen verbunden vorkommt, zu scheiden,gibt es niehre, sehr verschiedene Verfahrungsarten; gewöhnlich bedient man sich derreinen, nicht zu sehr verdünnten Salpetersäure, indem diese das Gold unauflöslichzurückläßt. Es muß jedoch die Mischung aus wenigstens drei Theilen Silber undeinen, Theil Gold bestehen, wenn alles Silber aufgelöst werden soll, weßhalb auchdie Scheidungsmethode Quartation (das Q.üarriren oder die Scheidung Lurch dieQuart) genannt wird. Das zurückbleibende Gold wird abgewaschen und mit Wal-peter zusammengeschmolzen, das ausgelöste Silber aber gewöhnlich durch Kupferniedergeschlagen und nach dem Auesüßen zusammengeschmolzen. — Das Gold istbis jetzt nur gediegen, entweder im reinen Zustande oder in Verbindung mit andernMetallen und in Vereinigung mit geschwefelten Metallen gesunden worden. — DieGewinnung des Goldes kommt mit der des Silbers fast gänzlich überein, indembeide Metalle fast immer gleichzeitig ausgebracht werden. Der fast 13 Mal größereWerth des Goldes macht es indessen möglich, noch weit ärmere Golderze alsSillvr-erze in die Arbeit zu nehmen. Derbes Gold, Waschgold u. s. f. schmelzt man un-
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