Gonftrlvo Gonzaga (Familie) 1K3
Gonsalvo (Hernandez y Aquilar) von Cordova, mit dem Beinamm dergroke Feldherr (el gru» ('.-»pin,,,), geb. zu Montilla bei Cordova 1443, focht als15jähr. Jüngling unter s. Vater Don Diego gegen die Mauren von Granoda.König Heinrich IV. von Castilien vertraute ihm zum Lohne für f. Tapferkeit eineCompagnie Bewaffneter, mit welcher er big vor die Thore Malagas schrecken ver-breitete und 1460 den Sieg bei LaS Mguas entschied. Auf dem Scblachtfeldeward er von dem Könige selbst mit dem Rulerschwert umgürtet. Von 1458 — 67diente er mit Auszeichnung gegen die Mauren, bei der Einnahme von Gibraltar und im Kriege von Catalonien . Als nach Heinrichs Tode Ferdinand und Jsabelle1474 den Thron bestiegen hatten, der König von Portugal ihnen aber denselbenstreitig machte, half G. den Sieg bei Toro 1476 erkämpfen. In den» blutigenKriege mit Granada nahm er mit Sturm mehre Plätze, und besiegte die kühnstenMauren, die sich ihm zum Zweikampfe darstellten. Als endlich Granada sich aufBedingungen, die er abgeschlossen hatte, ergab, trug er beim Einzüge der Sieger dieFahne Castiliens. Darauf sandte ihn Ferdinand mit 5600 M. s. Vetter Friedrich,König von Neapel, gegen die Franzofen zu Hülfe. Nachdem er jenen Thron gesicherthatte, kehrte er nach Spanien zurück, wo er gegen die Mauren in den'Alpu.rarrasfocht, als Ludwig Xll. von Frankreich den Krieg um Neapel aufs Neue begann. G.ging 1500 abermals mit einem Corps von 4300 M. dahin ab. anscheinend zumBeistand der Denetianer gegen die Türken. Auch befreite er Zante und Cefalonienvon den Ungläubigen und gab sie den Venetiauern zurück. Dann aber landete eraufSicilien und erklärte dem Könige von Neapel , daß er gekommen sei. denjenigenTheil des Königreichs zu besetzen, der vermöge des mit Ludwig XII. geschlossenenVertrags an Spanien kommen solle. König Friedrich , der sich so plötzlich von 2Feinden bedrängt sah, fand endlich Schutz in Frankreich . Die Franzosen unterdem Herzoge v. Nemours zogen in Neapel ein, während G. Calabrien besetzte, undnach dem Vertrage auch Basilicata lind Capitanata verlangte. Die Franzosen ,welche diese Landschaften zu ihrem Antheil (Abruzzo ) rechneten weigerten sich, undso kam es zuin Kriege zwischen den Franzose» li. Spaniern, der init abwechselndemGlück geführt wurde, bis G. durch den Sieg bei Semiana 1502 beide Calabriengewann. Einen noch größer» Sieg erfocht er 1503 bei Cerignola, in dessen Folgesich Abruzzo und Apulien unterwarfen, und G. in die Hauptstadt Neapel einzog.Hierauf rückte er vor Gaeta . Da diese Belagerung langwierig war, übergab erden Befehl an Don Piedro Navarro und zog selbst dem Feinde entgegen. Er schlugden Marquis v. Mantua und erfocht ani Garigliano mit 8000 M. über 30,000Franzosen einen vollkommenen Sieg, der denFall vonGaeta zur Folge hatte. Jetztwar der Besitz Neapels gesichert. Ferdinand verlieh dem Sieger das HerzogthumSesa und ernannte ihn zum Vicekönige mit unbeschränkter Gewalt. Seine Leut-seligkeit, Gerechtigkeit und edelmüthige Gesinnung erwarben ihm bald dieLiebe desVolks. Aber durch sein Glück hatte er sich auch mächtige Feinde zugezogen, die esbei Ferdinand dahin brachten, daß er anfangs in s. Macht beschränkt, zuletzt abervon s. Posten abgerufen wurde. Ferdinand kam selbst nach Neapel und nahm ihnmit sich nach Spanien zurück, wo er ihn zum Großmeister des Ordens des heil. Ja-kob machte. G., mißvergnügt, s. Einfluß verloren zu haben, verband sich mit demConnctable von Castilien gegen den König, der jedock dem Ausbruch eines Ausstan-des durch kluge Maßregeln zuvorkam. G. begab sich auf s. Güter in Granada .Der Zwist mit dem Könige, der die größte Schonung gegen den alten Helden zeigte,dauerte eine Zeit lang fort. Endlich versöhnten sich Beide, und G. war im Begriff,wieder an d'e Spitze des Heeres zu treten, als er 1515 zu Granada starb.
Gonzaga. Bei dem Verfall der kaiserl. Macht in Italien im 11, Jahrh,bemächtigten sich in Mantua die ersten Familien der Regierung, unter denen dasHaus Bonacossi seit 40 Jahren das mächtigste war, bis sich das Haus G, erhob.