Band 
Vierter Band. F bis G.
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Gossec Gotha

selbst, zu Nute gemacht werden. Außerdem geben die großen Schiefer-brüche in derNühe derLtadt, welcbe schon seit viele» Jahrh, ganz Norddeutschland mit Dach-,schiefer versorgt haben, Hagel-, und Rollenbleigießereien, der Stadt .Otahilnig.

G o sse c (Franrois Zoseph), Compoiusi, geb. den 17. Za». 1733 zu Lerg-nies, D. im Hennegau , war 3 I. lang Chorknabe an der Domkirche zu Llmweipeit.Er hat keinen anderis Lehrer gehabt als die Natur und die Partituren großer Mei-ster. Gleich Haydn , beklagte er, daß er Ztalien und die Lchulen dieses Landes nichthabe besuchen kennen. 1751 kam er nach Paris , wo er das Orchester des Herrn dela Popelin» re unter dem großen Rameau leitete. Nachher trat er in derselbenEigenschaft in das Orchester des Prinzen Conti-, für den er mehre Opern ccmpv-nirtc. 1770 stiftete er ein berühmt gewordenes Liebhaberconccrt. 1773 übernahmer das (lourril gemeinschaftlich imi Gavnn g ,,»d Le Duc, bis es ihm

1777 durch eine Zu'rigue entzogen ward. 1781 wurde er Vorsteher der Gesang-schule, welche der Baron v. Brcteuil errichtet hatte. Zur Zelt der Revolutionwurde er Musikmeister der Nationalgarde, und 1705 bei der Stiftung des Con-servakoriumS, nebst M-hul und Cherubim, Oberaufscher dieser Llnstalt und Pros.der Composition. Catel, s. vorzüglichster Schüler, ward zu gleicher Zeit alsPros. der Harmonie angestellt. G. hat unter mehren patriotischen Gegenständendie Hymne der Vernunft und die zum Feste des höchsten Wesens, die ApotheoseVoltaire'S und die Todtenfeier Mirabeau's , componirt. Bonapane gab ihm dasKreuz der Ehrenlegion. Für die Oper hak G. Vieles componirt. Sein bestesWerk isi„Sabinus", 1773. Zm Kirchenstyl hat er vorzüglich viel geleistet. Manschätzt noch s. Todtenmesse 1760, s. Oratorium N, b, ,»>l>e lrö (s. Snrgstück: (>Iiil-iiiH. Er schrieb 1801 die „1!e-ibc»io >!rrl»->nt ein coiircieatoii , "; und Bei-träge mit D bezeichnet zu Catel s „II inc-i>»'!i rlemi Iii.-iiik5 ,I„ N>u5ig„>-. z,ii, i^ <l(-»ollrgr," (1800), ein Werk, an dem auch Cherubim, M<hul, Lang! ' lind Le-sueur Theil haben. I,och im hohen Alter zeigte er eine jugendliche Liebe für dieKunst. Er starb 86 A alt in Passy bei Paris den 17. Febr. 1829.

Gotha , ein sächsisches Herzogthum auf der Ilordseite des Thüringerwaldes,von der Gera, Nessa, Werra , Ilnstrutund Zlm durchströmt. Der ^nselberg undSchneekopf sind s. bedcutendsten Berge. Die Besitzungen des Herzogs v. Sacbscn-Gclha bestunden iir dem Herzogthum Gotha und dem größten Theile des Fürstentb.Altcnburg und betrugen 55 OM. mit 185,000 E., wovon auf Gotha 20 IHM.Mtt 84,000 E. kanicn. Die Eint. betrugen 1,500,000, die Staatsschuld 3 Mill.Gldn. Die Einw. verdankten unter einer väterlichen Regierung ihren Wohlstandbesonders deni Acki l bau, der Viehzucht und den Holznuhungen ini Thüringerwalte.Jiachdem Kurfürst Zfoh. Fl irdrich aus der Ernestinischen Linie in Folge der Schlachtbei Mühlberg die Kur undsimLaud verloren harte, welche Kaiser Karl V. der Al-berlinischen Linie gab, erhielt er, vermöge der wnrenberger Capitulation von 1547und des Vertrags zu Nauinbtirg von 1554, mehre Ämter, Schlösser und Städte,größtenrheils im südlichen Thüringen , zum Erbtheil. Er hinterließ 3 Lehne, vondenen der mittlere, ebenfalls Zoh. Friedrich mit Namen, der erste war, der s. Sitzin Gotha nahm. Hier auf dem Schlosse Grimmenstein entwarfen, verleitet durchWilh. v. Grumbach (vgl. d.) die zunächst auf die Wiedererlangung der Kurwürdegerichteten Plane, welche die Vollziehung der ReichSepecution gegen den Herzogund dessen lebenslängliche Gefangenschaft in den östr. Staaten zur Folge halten.Dieses unglücklichen Fürsten Söhne, Zoh. Kasimir und Zoh, Ernst, bekamen zuihrem Ländcrantheile Koburg, Hildburghausen, Eiscnach und Gotha , die übrigenLande sielen an s. Bruder Ioh. Wilhelm, welcher s. Hause in Gemeinschaft mit s.Brüdcrn durch Erbverbrüderung die Erbfolge in die gräsl. hennebergischcn Landeeröffnet hatte, und dessen Söhne, Friedrich Wilhelm und Johann, die L nien Al-tenburg und Weimar stifteten. Zoh. Kasimir und Ernst von Koburg starben kin-