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Gothen
lassend, zogen sie in die Gegenden des schwarzen Meeres; andreSlämmeverschmol-zen m dem ihrigen, und so entstand durch fortgesetzte Zuge und Eroberungen, unterErmanarik, um 850 das große gothische Reich, dasvomTon, der Europa von Asien trennte, bis zur Theis, die sich in die Donau ergießt, vem schwarzen Meer bis zurWeichsel und-Ostsee sieb erstreckte, also Thrazien, Mcsien (Servicn und Bulgarien ),Dunen (einen Theil von Ungarn, den Banal, dieDukowina, Siebenbürgen , Wala-chei, Nloldau bis an den Priilh), großeSlrecken vonPolen, Rußland , Preußen um-faßte, und ini tN.slawische, finnischeundlettischeStämme in sich aufgenonimen hatte.Hierbei kamen dieGolhenvonW.her mit den> röm. Reiche, von D. her mit dem by-zaniin.Kaiserlhume invielfacheBerührung, und dieGeschichte ist voll von Kämpfen,welche dies Volk nach der einen wie nach der andern Seite hin zu bestehen halte.Zwei Kaiser fielen in den Schlachten mit ihnen, und Rom und Buzanz wurden gend-ihigk, ihnen Tribut zu zahlen. Sie waren das erste Volk, zu welchem über die Do-nau das Christenthum drang; Ulfilas , derBischof terMöso-Gothen (des inMösienwohnenden goth. Stammes), ward um 360 Erfinder einer deutschen Schreibkunstund UbersctzerdesN.T. in die goih. Sprache. )lber freilich glichen nicht alleGoihcnden me fischen, bei denen durch die Ruhe und den Verkehr mit Griechenland die Bil-dung einen großen Vorsprang gewonnen hatte. Durch innere Unruhen theilte sichgegen 36!- das goth. Reich in da? Reich dcrDstgothen (Austrogoihen) am schwarzenMeer, vom Don bis zum Dniper, und in das Reich der Wcstgochen (Staat derThe-riünger) in Daeien, vom Dniper bis zur Donau ; den innern Stürmen folgte ein äu-ßerer, welcher die Macht der Gothen in diesen Gegenden stürzte. Um 375 drangenSchwärme derHvnnen und der von ihnen bezwungenen Alanen aus Asien herüber,und drängten die Osigolhe» nach denWestgothen hin, die von dem Kaiser Balcns dieErlaubniß erhielten, sich in dem verödeten Thrazien niederzulassen, sich aber durchden Druck der kaiserl. Statthalter bald zur Empörung genöthigt sahen. Valens wurde 378 von ihnen bei Adrianopel geschlagen und verbrannte auf der Flucht in ei-ner von ihnen angezündeten Bauerhütte. Bedeutende Rollen spielten sie von da anin Konstantinopel . Nach mancherlei Schicksalen erlangten auch die Dstgochen einenneuen Wohnsitz in Pannonien und Slawonten, jedoch erst nach der Zerstörung deshunnischen Reichs (-55). Während terAeik hatten dieWesigothen sich in Griechen-land und Italien furchtbar gemacht. Alarich brach596 m Griechenland ein, verheerteden Peloponne? und ward PräfeciuS von Zllyran und König der Westgoihen. Alssolcher zog er zu Anfang des 5. Jahrh, nach Italien , wo er den Untergang des röm.Reichs mii herbeiführte, denn um den Sieg uberAlarich bei Verona (403) zu erfech-ten, hatte Skilico, der röm. Feldherr, alle röm. Truppen vom Rhe»ie wegziehen müs-sen. Alarich kehrte bald nach Italien zurück, eroberte Rom 409 und zrm zweitenMal 410. Nach s. Tode (410) gelang es den Westgoihen, in dem sudl. Gallien und Spanien ein neues westgoth. Reich zu gründen (>> pti>,u>uu>. tUnum), wovongegen das Ende des 5. Jahrh, die Provence, Languedoc und Catalonien die Haupt-theile waren, Toulouse die Residenz. Ihr letzter König, Roderich, blieb (711) in derSchlacht gegen die von Afrika herübergekonmiene» Araber, die das Reich eroberten.—Nachdem Falle des westrom. Reichs (dtiichDdoaker-t76) bewog der oström.KaiserZeno den König derDstgoihen Theodorich, 489 nach Italien zu ziehen. 493 wurdedieserDstgokhezuRavennaKönig von Italien und legte d>n Grund zu einem neuenostgothischen Reiche, welches nebst Ital-en auch Rhänen (einen Theil der Schweiz und Tirols), Vindelicie» (einen Theil von Baiern und »Lchwaben), Norieum(Salzburg, Steiermark , Kärnihe», Dstreicb), Talniaiien, Pannonien (Vorderun-garn, Slawonien), Dacien jenseits derDonau (Siebenbürgen , 8i?alachei) umfaßte,55t aber sein Ende erreichte. Dieses welthistorische Volk war nicht ohne Kunst undKenntnisse, da sie mit dem ost- und weströmischen Reiche lange vor ihrenEinbrüchenin Italien in Verbindung gestanden hatten, Lheodonch, an dem Hofe zu Konstan-