Band 
Vierter Band. F bis G.
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796
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7i16 Gourgaud

die traßartige Thonerde, woraus man die Pfeifen brennt, nicht im Lande gefunden,sondern aus der legend von Luttich, Kokn und Koblenz hergeführt wird. Der ge-genwärtige Verbrauch beklagt ungefähr 12,000 Tonnen Erde, die etwas über100.000 (dulden kosten. Die Nernliuderung des Absatzes an Pfeifen hat ihrenGrund darin, das; man auch in andern Ländern Fabriken der Art angelegt hat, derenErzeugnisse zwar den bolländischen an Güte nachstehen, wegen ihres geringe» Prei-ses aber doch immer Abnahme finden,

Gourgand (Gaspard, Baron de), Generaladjukant des Kaisers Napoleon und einer von dessen Gefährten aufSt.-Helena, geb. 1783 zu Versailles von bür-gerlichen Ältern, lam aus der polvrechnischen schule als Lehrer der Fomfieatiou andie Mllirai, schule zu Shartreo, und später an die zu Metz . 1801 trat er m das li.reitende Artillerieregiment und ward dem Artilleriegene-al Foucber zugeordnet. Indem Feldzuge von 1805 zeichnete er sich unter Lannes, bei der Einnahme der Do-naubrücke in Wien , und beiAusterlitz, woselbst er verwundet ward, aus. Auch thater sich hervor bei Jena 1806, dann 1807 in Polen , hierauf 1808 bei der Bela-gerung von Saragossa , und 1809 in den Schlachten von Abcnsberg, Eckmühl,Regenoburg, Ebersberg , Eßlingcn und Wagram. Nach dem Frieden führte er alsDn ecior der Gewehrfabrik zu Versailles einige Verbessenmgen in der Anfertigungder Lanzen lind Gewehre ein. Darauf ward er nach Danzig gesendet, die Stärkedieses Platzes im Fall eines Krieges mit Rußland zu untersuchen und in der Stilleeine Menge Belagerungs- und Brückengeräthe anfertigen zu lassen. Sein Berichthierüber erwarb ihm die besondere Zuneigung des Kaisers, der ihn in die Zahl derOrdonnanzofficicre aufnahm. Spätere Verdienste erwarben ihm 1812 den Adels-stand und ein Majorat von 2000 Fr. jährl. Eink. Nach dem Feldzuge in Ruß-land, wo G. fast allen Treffen und Schlachten beigewohnt hatte, erhob ihn Napo-leon zum Baron. Auf dem Rückzüge durchschwamm G. mit s. Pferde zwei Mal dieBerestna, um die Errichtung der Brücke zu leiten. 1813 »ahm er als des Kaiserserster Ordonnanzvfsicier an den Ldchlachten von Lützen und Bautzen Theil und er-hielt während des Waffenstillstandes die Oberleitung desArtillei iewesens. SeinBe-rieht an den Kaiser über die Haltbarkeit von Dresden , voni 2!. Aug., ward dieVeranlassung, daß Napoleon , statt überKönigstei» in den Rücken der Verbündetenvorzudringen, selbst nach Sachsens Hauptstadt eilte, um diesen Waffeuplatz zu be-haupten. Eine abermalige Dotation von 6000Fr. und die Ernennung zum Pfficierder Ehrenlegion belohnte» G.'S einsichtsvolle Thätigkeit. Nach der Schlackt vonLeipzig beauftragte ihn derKaiser, dieBrücke von Freiburg beim Einbruch der Nachtabzubrechen; G. zögerte damit bis zu Anbruch des Tages, und rettete hierdurch dasCorps des Marschalls Oudinot. Bei der Rückkehr nach Frankreich wandle Napo-leon ihn besonders mit hei der Wiederherstellung der Armee an. Nach der Schlachtvon Brienne rettete G. dem Kaiser dadurch das Leben, daß er einen Kosacken, dersich mit einigen Kameraden in den Rucke» der Armee geschlichen hatte und eben imBegriffe stand, Napoleon niederzustoßen , mit einem Pistolenschüsse lodtete. Für dieseThat schenkte ihm der Kaiser den Degen, den er auf seinen Feldzügen in Italien ge-tragen hatte. Später zeichnete sich G. i» den Schlachten von Nangis, Laon undRheimS aus, wo ihn Napoleon zum Obristen und Commandanten der Ehrenlegionernannte. Als der Kaiser abdankte, setzte er dem ihm bis zum letzten Augenblicketreu bleibenden Obristen G. eine Summe von 50,000 Fr. aus s, Privatvermogenaus, die dieser jedoch so wenig wie die Andern, welche Napoleon auf gleiche Art be-dacht hatte, erhielt, obschon die Lluszahliiiig derselbe» in derEnt^agungsaete festgesetztworden war. Als Napoleon nach Elba sich begab, kehrte G. »ach Paris zurück, woer zum Vorsitzer einer Commission zur Untersuchung einer neuen Art Gewehre er-nannt wurde, und von dem Herzoge von Angoub nie das Lutwiqskreuz erhielt; aucherhob man ihn zum Chef des Etatmajors der 1. Militairdivision. Bei den Ereig-