797
Gozji (Carlo, Graf)
Nissen im März 1815 folgte er der Stimme der Pflicht, bis die BourbonS floben,wo ihn dann Napoleon zu sich berief, den er nun nicht mehr verließ. Nach dem glück:lieben Tage bei Flennn? ernannte ihn derKaiser zum Generaladjutanke», und aufdenFeldern von Wuterloo war G. der lebten Einer, welche wichen. Hierauf folgte er f.Herrn nach Malmasson, dann nach Rocbefort, von wo au? ihn der Keüü-r mit jenembekannten Briefe voni 11. Juli an den Prinzregenten von England send'te. Alsletzte Gunst erbat sich G. das Glück, s. Kaiser begleiten tu dürfen. Drei I. lebte erauf dem öden Eilande, als eine langwieriae Krankheit f Entfet Ntmg von St.- Helena nothwendig machte, indem die Arze erklärten, er kenne nur in Europa hergestelltwerden. So kam er nach England, von wo aus er an die in Aachen versammeltenMonarchen und den 25. Aug. 1818 an die Kaiserin Maria Louise schrieb, lind dietraurige Lage darstellte, in welcher sich der Kaiser befand. Darauf gab er einenBericht über die Schlacht bei Waterloo heraus, wodurch sieb sowol der Herzog vonWellington als das engl. Ministerium beleidigt suhlte. Er ward verhaftet, s. Pa-piere beraubt und in dem hülflosesten Zustande nach Kupkafen geschickt. Seitdemirrce er mehre Jahre umher; lange bat s. 15jährige Mutter bei der Kammer derDeputieren um die Erlaubniß zu s. Rückkehr nach Frankreich , bis sie endlich derMinister der auswärt. Angelegenheiten, PaSguier, im März 1821 bewilligte.—Auf die Nacbricht von dem Tode des Kaisers übergab (General G. im Verein mitMehren eine Bittschrift an die Kämmet-, daß Frankreich die sterblichen Überreste f.Helden zurückverlangen möchte, was aber keinen Eingang fand. Da man ihn, derdem Vaterlande 2l) Jahre mit Auszeichnung gedient, während s. Aufenthaltes aufHelena aus den Listen der Armee gestrichen hatte, so würde f. LooS drückend gewor-den sein, hätte nicht dieGrofimuih f. kaiserl. Freundes ibn durch ein Vermächtnisunabhängig gestellt. G. hat sich nick der Tochter des Grasen Röderer, ehenial. Eon-vemsmitgliedes und nachherigen Senators, vermählt, und ist beschäftigt, aus demreichen Scbaße f. Erinnerungen und der ihm von Napoleon mitgetheilten Uniständeund Papiere die Geschichte der Feldzüge des Kaisers zu schreiben. Seitdem hater mehre Theile der „äststn>,sti * <st-, >Non". nach dessen Dictaten (Lond. 1823),herausgegeben. 1825 schrieb er gegen S egur's Werk über den Feldzug Napoleons und der großen Armee in Rußland , eine meist gegründete, aber sehr bittere Kritik,„I .xunun, ei itigne <-w."), die einen Zwecke mpf mit Sigur zur Folge hatte. DerGenerallieut. Gras Partonneauz-hat ins. Schrift: ,,t) >,ni>,>^ne cke stuxM, st, 12,nockiviii. st, m mst,' i,rn,re. 9,m ä liiuGo.v st' 21 ei 28 dlov. 1812".sowol S gur als Goul gai-t in vielen Stücken widerlegt, und den von G. gegenWrede und die Baiern ausgesprochenen Tadel hat der Mas Bar. v. Volderndorjsm s. c ,ist,,,>, , (Vfti,leben 1820) beantworiet.
Goz; i (Earlo, Graf), Lustspieldichter, geb. zu Venedig gegen 1118, wid-mete sich den Studien ohne Wahl einer Bestimmung. Den Geist der toskanisebenSpräche hak er sich vielleicht mehr als irgend ein anderer venetiantscher Schriftstellerangeeignet. Er machte den ersten Gebrauch davon in burlesken Gedichten, denn s.ansangs ernster Ekarakter harre sich zu Scherz und Spott gewendet. Die Zerrüt-tung, in welche seine Familie gerieth, nöthigte ihn, in s. 16. Jahre Kriegsdienste zunehmen und riach Dalmatien zu gehen, wo er f. Studien und Plane aus dem Ge-sichte verlor. Aber er nahm sie mit Eifer wieder vor, als er 19 ss. alt nach Venedig zurückgekehrt war, ungeachtet die Angelegenheiten f. Familie ihn mannigfaltig be-unruhigten. Er ward Mitglied der seltsamen Akademie der Oranel st-wsti, derenSitzungen vornehmlich er erheiterte und würzte. Mit übertriebenem Eifer verfolgteer den schlechten Geschmack. Der Beifall, den Ehiari's dramatische Arbeiten fan-den, erregte s. Galle gegen diesen matten und zugleich schwülstige» Dichter. NichtMinder war Goldoni (f. d,,> ein Gegenstand s. Angriffe. Ehiari und Goldoni,vorher selbst mit einander um ms, vereinigten sich zu gemeinschaftlichem Widerstände