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Grammr
Grast
chn vermögen, diesen Posten aufzugeben und 1810 das Lehramt der Chirurgie ander Universität zu Berlin anzunehmen. Im Kriege 1813 —11 führte er als Di-visions-General- Arzt die oberste Aufsicht über das Haupt-Reserve-Feldlazareth unddas ganze Lazarethwesen zwischen der Weichsel und Weser ; 1815 die Leitung undOrganisation aller Lazarethe zwischen der Weser und dem Rhein , im Großherzog-thunie Niederrhein und Holland , aus welchen Anstalten er 85,630 Genesene denFahnen des Königs zurückgab. Nach dem Frieden finden wir ihn wieder als thä-tigen Lehrer zu Berlin . Er wurde Mitglied der Wissenschaft!. Deputation im Mi-nisterium der Geistlichen-, Unterrichts-und Medicinalanstalten, Mitglied der Ober«Examinationscommiffivn (nach 1). Görke's Tod), dritter General-Stabsarzt derArmee mit dem Range eines Obersten, Mitdirectvr desFriedrich-Wilhelms-Insti-tutS und der medicinisch-chirurgischen Akademie. Die deutsche Chirurgie verdanktihm viel, u. A. die Einführung und Verbesserung der fast vergessenen Methode, ver-lorene Nasen zu ersehen (s Rhino Plastik). Insbesondere machte er sich umdie erweiterte und verbesserte Einrichtung des Klinikums verdient. Außer seinenjährl. Berichten von 181k—1822, von dem klinischen Institute für Chirurgie undAugenheilkunde, nennen wir folgende Schriften von ihm: Angiektasie, ein Beitragzur rationellen Cur und Erkenntniß der Gefäßausdehnungen" (Leipz. 1808,4.);„Normen für Ablösungen großer Gliedmaße,>" (Berlin 1812); „Rhinoplastik "(Berl. 1818, insLat. übers. von l>. Hecker und ins Ital. zu Neapelvon l). Schön-berg); „Journal für Chirurgie und Augenheilkunde", zugleich mit Pros. von Wal-therinBonn, seit 1820 ; „Dieepidem. contag. AugenblennorrhoeÄgyptens"(mitKupfer», gr. Fol., Berlin 1823).
Gra ff (Anton), k. sächsischer Hofmaler, einer der ersten Portraitmaler seinerZeit, geb. zu Winterkhur 1736, dessen Lehrer im Portraitmalen Ioh. Ulrich Schel-leuberg gewesen war, halte 8I. in Augsburg verlebt, als er 1766 nach Dresden be-rufen wurde. Hier bildete er sein Talent vollkommen aus- Zeichnung, Charakterund Colorit sind an seinen Gemälden gleich lobeuswerth und befriedigen den Kenner.Die Zahl seiner Portraits, unter welchen die männlichen den Vorzug verdienen,und Familiengemülde bestes sich schon 1706 auf mehr als 1100. Eine interessanteSammlung derselben aus des Buchhändlers Reich Nachlaß besitzt jetzt die Leipziger Universitätsbibliothek. G. starb zu Dresden 1813.
Gral, Graal, s. Tafelrunde.
G rammatik (Spruchkunst), der Inbegriff der Regeln, nach welchen eineSprache richtig geredet und geschrieben wird. Jede Sprache hat ihre eigne Gram-matik , alle aber umfaßt die allgemeine oder philosophischeGrammarik, welche ohneRücksicht auf eine vorhandene Sprache, nach den Gesetzen des Denkens und denBedürfnissen des menschlichen Geistes ein ideales Sprachgebäude aufführt, das vonjeder menschlichen Sprache mehr oder weniger, von keiner aber vollständig erreichtwird, noch erreicht werden kann. (Dgl. Sprachlehre.) Bei den Alten hattedas Wort Grammatik ursprünglich einen ganz andern, weil umfassendern Sinn.(Dgl.Rhetoren und Grammatiker.)
G ramme, die Einheit des Gewichts in Frankreich , welches die ehemaligenGros oder O.uentchen ersetzt. Es werden daraus durch Mulkiplication oder Divi-sion alle größere oder kleinere Gewichte gemacht. So ist z. D. das Decag rammeein Gewicht von 10 Grammen, so viel als 2? Quentchen; das Hectogrammeein Gewicht von 100 Grammen, macht 11 Unze; das K i l iogra mme einGewicht von 1000 Grammen, 2 Pfund und fast 6 Q.uentchen; das Myria-gramme ist ein Gewicht von 10,000 Grammen, beinahe 201 Pfund. DasDe-cigramme ist ein Zchnlheil des Gramms, beinahe 2 Grün schwer; Centi-gramme des Gramms, beinahe 1 Grän; Milligramme, ein Tausend-theil des Gramms, beinaheGrün; es vertritt die Stelle des ehemaligen Karats