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in welchen nicht nur die mythologischen Lieder der Edda (deren Existenz sogar Schlb-zer geläugnet hatte), nebst andern, z. B. dem Todesgesang Regner Lodbrok's unddem Walkyrengesang, zum Theil zuerst bekannt gemacht, zum Theil anziehenderdargestellt waren, sondern worin auch die ersten Proben gegeben wurden, daß dieMythen des Nordens ebenso mit Geschmack und Kritik wie die Mythen der Grie-chen könnten behandelt werden. Dieser factische Beweis gegen Schlözer wurde inDeutschland und Dänemark mit allgemeinem Beifall aufgenommen, und G. fandsich hierdurch aufgefodert, ein allgemeines literarisches Magazin für die deutsche undnordische Vorzeit u. d. T. „Bragur" anzulegen, das viele Jahre der Vereinigungs-punkt für alle Freunde der vaterländischen Alterthumskunde in und außer Deutsch-land gewesen ist (1190—1812, 8 Bde.). Hierauf gab er zu Breslau eine Alter»thumszeitung heraus: „Idunna und Hermode". Der 2. Jahrgang 1813 wurdedurch den Krieg untorbrochen; ein 3., 1814, erschien zu Schillingsfürst , und ein 4.,der gehaltvollste von allen, 1818 zu Schwab.-Hall. Noch hat G. S,chm's „Ge-schichte der nordischen Fabelzeit", a. d. Dänischen (Leipz. 1804) übers. Seitdem be-schäftigt er sich mit der Revision s. zahlreichen Schriften über nordisches und deut-sches Alterthum, wovon 2Bdch. „Zerstreute Blätter" (Ulm 1824) erschienen sind.Zur wettern Verbreitung des nordischen Sprach - und Allersstudiums hat erzu Ulm 1822 mit Genehmigimg des Königs eine Gesellschaft der Dänenfreunde ander Donau errichtet, dieinDänemark und Deutschland mehre angesehene Mitglie-der zählt. 1821 ließsichG.alsRector emeritiren.
Grau in Grau, Monochromata (stanz, en LnniLveu, auch en Ori-»aillt-, ital . (H.aro«eu5-,), s. Camayeu und Helldunkel.
Graubündten, das obere Rhätien der Alten, seit 1198 ein Cankonder Schweiz , von 112 OM. mit 98,000 E., darunter 11,800 Italiener und48,000 Mischlinge mit romanischem und ladinischem Diskette, einem Überbleibselder alten ÜVIIIUIM ruttiw, grenzt im.N. an Glarus, St.-Gallen und den Vorarl-berg ; im D. an Tirol; im S. an d. Deltlin, Mailand und den Canlon Tessino ; imW. an den Canton Uri. Die Alpen erheben sich bis 11,000 F., die Schneeliniebis 8200 und 8400 F. Man zählt 241 Gletscher, 56 Wasserfalle. Hier entsprin-gen der Inn und der Rhein. In dem volkreichen Thale Engadin hat der niedrigsteTheil zu Martinsbruck 3234 F.; das höchstgelegene Dorf 5800 F. Meerhöhe.Die klimatischen Verhältnisse wechseln daher in Graubündten auffallend. DasLand bildet 5 Hauptthäler: 1) das des Hintern Rheins ; dies schließt den Rheinwald,das Schamserrhal, die Via Mala und das Domletschthal in sich. Letzteres wirddurch den Hintern Rhein gebildet, ist das mildeste Land in Graubündten und enthält22 Dörfer, in denen Romanisch, ein Gemisch aus Latein, Deutsch und Italienisch,gesprochen wird. Das Schainserthal enthält bei IsMeile Länge 9 treffliche Dör-fer. Zwischen diesem und dem Rheinwald ist die fürchterliche Via Mala, welchedurch den Hintern Rhein gebildet wird. Hier und in dem Rheinwald dauert derWinter wegen der Höhe der Gebirge 9 Monate. Zwei schreckliche Wege nach Ita-lien gehen über den Splügen und über den Bernhard. Jenen überstiegen 1800 dieFranzosen unter Macdonald, diesen wagte Le Courbe mit einer bedeutenden Abthei-lung des stanz. Heeres 1191 zu betreten. Das 2. Thal ist das des vordern Rheins,welches, von der westl. Grenze und dem Gotthard her, sich bis nach Chur und Lu-ziensteig erstreckt. Hier sind die anziehendsten Punkte: die alt» BenedictinerabteiDisentis, deren literarische Schätze aber nebst den alten Gebäuden die Franzosen 1199 ihrer Rachsucht opferten, ferner Ilanz (die Stadt) und das alte Chur, woman römische'Alterthümer und Münzen findet. Das 3. Thal ist Engadin , oderdas obere Innihal, welches sich von Südwest nach Nordwest erstreckt, zwar keinebedeutende Stadt, aber unvergleichliche malerische Ansichten enthält. Das 4. Thalwird von der Albula gebildet, die auf dem Iulier - oder Septimerberge entspringt